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So, 29. April 2001, 00:00

Agenda VR3

Der Agenda VR3 ist ein PDA, der mit dem GNU/Linux-Betriebssystem ausgeliefert wird.

Das Hauptmenü des Agenda VR3

Wolfgang Jährling

Das Hauptmenü des Agenda VR3

Der Agenda VR3

Der Agenda VR3 ist ein PDA, der mit dem GNU/Linux-Betriebssystem ausgeliefert wird, oder besser gesagt: ausgeliefert werden wird. Die 600 DM teure Consumer-Version ist noch nicht verfügbar und dem jetzigen Stand der Software nach wird es auch noch eine Weile dauern, bis sie auf den Markt kommen wird.

Agenda sieht sich selbst als Hardware-Hersteller und nicht als Software-Firma, weshalb sie kein Problem damit haben, ihre eigenen Entwicklungen unter die GNU General Public License (GNU GPL) zu stellen, was ihnen wohl durchaus auch Sympathien unter GNU/Linux-Benutzern einbringt.

Ein Terminal-Emulator darf nicht fehlen

Wolfgang Jährling

Ein Terminal-Emulator darf nicht fehlen

Die Entwickler-Version

Wie erwähnt, gibt es die Consumer-Version noch nicht, allerdings bietet Agenda bereits jetzt eine Developer-Version für 480 DM an, für die es ständig Software-Updates gibt. Agenda versucht bewußt, die Software nach dem "Open Source Modell" zu entwickeln, indem mehrere öffentliche Mailinglisten bereitgestellt werden, auf denen Benutzer sich nicht nur gegenseitig helfen, sondern auch Vorschläge und gelegentlich Patches einsenden. Agenda geht im Allgemeinen sehr gut auf die Wünsche der "Mitentwickler" ein, so werden auf deren Bitten hin nun täglich neue ROM-Images bereitgestellt, die wichtigsten Änderungen stehen je in einem Readme und MD5-Summen gibt es auch (ein fehlerhaftes ROM-Image einzuspielen wäre eben wenig angenehm). Negativ fällt nur auf, dass es manchmal recht lange dauerte, bis eingesandte Patches integriert wurden.

Die Idee, insbesondere fortgeschrittene Benutzer und Entwickler bereits jetzt mit einem VR3 herumspielen zu lassen, war zweifellos recht clever, denn dadurch wird es schon einiges an Software geben, wenn die Consumer-Version auf den Markt kommt. Natürlich können einige Anwendungen, die unter "normalen" GNU/Linux-Systemen laufen, direkt übernommen werden, aber schon aufgrund des naturgemäß eingeschränkten Displays (160 x 240 Pixel, 16 Graustufen) und des für heutige Desktop-Verhältnisse eher geringen Speicher scheidet vieles aus.

Hardware

Der VR3 läuft auf einer 66 MHz MIPS-CPU, bei der es sich um einen 32/64-Bit-Hybrid handelt, d.h. es ist ein 32-Bit Prozessor mit einigen 64-Bit-Anweisungen, wobei der verwendete Linux-Kernel (Linux-VR) keine der 64-Bit-Instructions verwendet und auch der GCC erzeugt keinen Code, der diese enthalten würde. Zu dieser CPU gesellt sich kein mathematischer Coprozessor, weshalb beim Compilieren von Programmen für den VR3 die Option -msoft-float angegeben werden muss. Das Gerät besitzt 8 MB SDRAM und 16 MB Flash-RAM, wobei der Kernel direkt aus dem Flash-RAM ausgeführt wird, die Applikationen derzeit - und voraussichtlich auch in näherer Zukunft - nicht.

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