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Do, 10. März 2005, 00:00

Die Chemnitzer Linux-Tage 2005

Das Abendprogramm

Kurt Gramlich

Rene van Bevern

Kurt Gramlich

Es war geteilt. Hier gab es auf der einen Seite die Linux-Nacht in partyraumähnlichen Zuständen, wo die Teilnehmer auch zu später Stunde noch Spontanvorträge hielten. Zudem stand dort ein FTP-Server bereit, dem die Anwesenden Musik hochladen konnten, die während der Veranstaltung anschließend spielte.

RvB wird Speichermilliardär

Norbert Tretkowski

RvB wird Speichermilliardär

Im Linux-Tag-Gebäude fand nach allen Vorträgen ebenfalls eine Veranstaltung statt, die ein üppiges Buffet und Programm bot. Auch zu später Zeit - nach offizieller Schließung des Linux-Tages - saßen Aussteller, Vortragende und CLT-Helfer noch gemütlich beieinander, sei es an verschiedenen Ständen oder an den nicht ganz ausreichenden Esstischen. Im Abendprogramm startete die Spielshow: »Wer wird Speichermilliardär?«, bei dem es zunächst eine Lochkarte, eine Diskette, eine 210 MB- und 640 MB-CD-RW und anschließend eine DVD-RW zu gewinnen gab. Es fanden zwei Spielrunden statt, von der ich an einer teilnahm und letztendlich - manchmal mit geschicktem Raten - zum Speichermilliardär wurde. Fragen beider Spielrunden umfassten beispielsweise, wann Erich Honecker den ersten 1 MBit-Chip überreicht bekam, wie oft das Wort "Fuck" im Linuxkernel vorkomme und aus welcher Programmiersprache der Code :(){:|:&}: stamme.

Einer der Höhepunkte der Abendveranstaltung war der überraschende Auftritt von Kurt Gramlich von Skolelinux mit seinem Saxophon, den die Band, die den Abend über spielte, nicht mehr überbieten konnte.

Die Übernachtung

Sowohl für die Besucher als auch für Mitwirkende standen zwei Turnhallen zur Übernachtung offen. Erstere mussten für diese Unterkunft 5 EUR zahlen, in denen auch das Frühstück inbegriffen war. Die Turnhalle, in der ich unterkam, war mit einem Vorhang in zwei Hälften geteilt, wobei in einer das Licht brannte und sich in der anderen die laute Ausgangstür befand. Da die Schlafgewohnheiten von Menschen selten übereinstimmen, verstummten in der beleuchteten Hälfte die letzten Gäste gegen 4:00, während auf der anderen Hälfte 6:00 morgens die ersten erwachten und die quietschende Tür nach außen benutzten. Ein erholsamer Schlaf war für die meisten dennoch möglich und relativ bequem, da Turnhallenmatten als Unterlage verfügbar waren.

Fazit

Die Chemnitzer Linux-Tage sind den Besuch auf jeden Fall wert. Als Besucher konnte man sich an allen Ständen ausführlich mit den Standhütern unterhalten, an Workshops und Vorträgen teilhaben, während die Verpflegung völlig ausreichend war. Es lohnt sich für die kommenden Veranstaltungen, auch selbst etwas beizutragen, denn in diesem Falle gibt es Verpflegung und Übernachtung kostenlos.

Bilder

Dank gebührt in diesem Artikel den Autoren von Symlink, die mir ihre Digitalkamera borgten und auch sonst für viel Spaß sorgten.

Weitere Fotos des Linux-Tages, die sich teilweise auch in diesem Artikel befinden, gibt es von Norbert Tretkowski, Daniel K. Gebhart und von mir.

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