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Fr, 10. Dezember 1999, 00:00

Caldera OpenLinux 2.3

Caldera wirbt mit dem Slogan »Das bedienerfreundlichste, leistungsfähigste Linux, das es je gab« und mit der Zertifizierung für das Jahr 2000.

Von Pawel

Caldera

Allgemeines

Caldera Systems ist sehr bekannt unter den Linux-Anbietern und gehört zu den ältesten Linux-Distributionen. Das Caldera-Produkt richtete sich besonders an die kommerziellen Anwender. Seit der Ausgabe 2.2 will Caldera sich auch auf dem Home-PC-Markt etablieren. Wir testen hier OpenLinux 2.3. Zu Testzwecken haben wir ein Rezensionsexemplar von Linuxland bekommen. Caldera wirbt mit dem Slogan "Das bedienerfreundlichste, leistungsfähigste Linux, das es je gab" und mit der Zertifizierung für das Jahr 2000. Die Benutzerfreundlichkeit wurde durch den Einsatz von graphischen Tools erreicht. Hier sprechen wir über das Installationstool LIZARD und das Administrationstool COAS.

Lieferumfang

Für 89,- DM bekommt der Anwender (Campus-Version bzw. Upgrade kostet 79,- DM):

  • Ein Installationshandbuch, 130 Seiten in Deutsch, Italienisch und Französisch
  • 3 CDs
    1. Kernel & Installation
    2. Windows Tools & Commercial Packages
    3. Source Code
  • Boot-/Installdiskette
  • 90 Tage Support

Das Handbuch ist mit sehr vielen Screenschots versehen und sehr einfach geschrieben. Es sind alle Schritte ganz genau erklärt. Nach meiner Meinung sollte das für einen Anfänger bei der Installation mehr als einfach sein. Auf den CDs findet man ca. 600 Pakete. Darunter auch einige kommerzielle Pakete:

  • Applixware 4.4.2
  • StarOffice 5.1
  • WordPerfect 8
  • Open Sound System 3.9.2
  • BRU-PE und BRU-X11 in der Ver. 15.1P-4 (Backup und Restore Tools)

Dazu kommt noch "PartitionMagic CE" für den Start der Installation unter Windows.

Installation

Auf der Verpackung steht, dass Caldera OpenLinux sehr einfach zu installieren ist. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, die Installation wie ein Anfänger durchzuführen und alles der Reihe nach, wie im dem beigelegtem Handbuch beschrieben, zu machen. Ausnahme war die Partitionierung, die habe ich nach meinen Kenntnissen ausgeführt, weil ich das bestehende System behalten wollte.

Die Installation wurde auf einem herkömmlichen Home-PC durchgeführt, der etwa zwei Jahre alt ist. Es wird keine besondere Hardware benötigt! Der PC verfügt über: EIDE, Intel Pentium 166 MMX-Prozessor, 64 MB RAM, Elsa Victory 3DX Grafikkarte (4MB), Soundblaster: CreativeLabs Vibra 16PnP, serielle Maus, normaler 15 Zoll-Monitor (die technischen Daten des Monitors sind nicht bekannt). Mit dieser Hardware müßte die Installation ohne Probleme verlaufen.

Caldera OpenLinux eignet sich besonders in kommerziellen Einsatzgebieten, obwohl die Installation so einfach ist. Das Installations-Tool "LUI-LIZARD" hilft sogar einem Einsteiger, das System leicht zu installieren und zu konfigurieren.

Caldera hat durch den Installationsverlauf (von Anfang bis Ende an) sehr viel für Einsteiger getan. Gerade Einsteiger/Umsteiger haben es mit Caldera leicht. Caldera Open Linux ist auch eine der stabilsten Distributionen, da in allen Paketen auf stabile Versionen gesetzt wird. Durch den Einsatz des grafischen Installationstool wurde die Installation zum Kinderspiel. Der Anwender muss ab und zu per Mausklick etwas auswählen der Rest läuft fast automatisch. Es sollten automatisch alle Hardwarekomponenten erkannt werden. Bei der Testinstallation wurden fast alle Komponenten richtig erkannt. Die ISA-PnP Soundkarte wurde richtig erkannt und aktiviert. Gleich nach der Installation konnte ich die Soundkarte nutzen. Es entfällt eine Nachkonfiguration, bzw. eine Kernelcompilierung. Die Grafikkarte, Elsa Victory 3DX mit 4MB Speicher, wurde leider nicht richtig erkannt und als S3 ViRGE DX/GX mit 256 KB initialisiert. Erst nach der manuellen Auswahl aus der Liste und nochmaligem Durchlauf wurde die Karte richtig initialisiert.

Bei der Auswahl der zu installierenden Pakete sind folgende vordefinierte Installations-Umfänge verfügbar. Die Installationsroutine erkennt automatisch, ob die gewählt Konfiguration auf die Festplatte passt.

  • Minimales System: 170 MB
  • Standard-System: 650 MB
  • Alle Pakete
  • Business-Workstation: 500 MB
  • Entwicklungsrechner: 680 MB
  • Heimcomputer: 840 MB
  • Netzwerk-Server: 250 MB
  • Web-Server: 200 MB
  • Benutzerdefiniert: hier muss man eine Diskette haben, wo alle zu installierenden Pakete aufgelistet sind

Besonders schwer macht es OpenLinux dem Benutzer bei der Nachinstallation. Die Nachinstallation erfolgt durch das Tool "kpackage". Leider verfügt Caldera OpenLinux nicht über eine Zusammenfassung von verfügbaren Paketen, die mit ein paar Sätzen beschrieben sind. Man sollte entweder alles von der 1. CD installieren oder nach der Installation mit Hilfe von "kpackage" sich durch die Vielfalt von Paketen durchkämpfen und das ist nicht so einfach, es sei denn, man kennt alle vorhandenen Pakete, bzw. weiß, was man installieren möchte. Von diesem Nachteil ausgenommen sind die kommerziellen Pakete. Dafür startet man mit COAS die Nachinstallation von kommerziellen Paketen. Diese Pakete sind schön aufgelistet und kurz beschrieben.

Während der Installation, am Ende, wenn man alle Konfigurations-Angaben abgeschlossen hat und die Installationsroutine noch läuft, bietet das Installations-Tool "LIZARD", ein Tetris-Spiel. Auf diese Weise kann sich der Anwender ein wenig entspannen.

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