Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 10. Juli 2000, 00:00

Vortrag KOffice

Von none

Vortrag gehalten von Torben Weis.

Von Pro-Linux waren RvB und Benjamin Klöpfer dabei.

KOffice wird voraussichtlich mit KDE 2.0 im September erscheinen. Weiterhin erfuhren wir, daß Torben Weis der eigentliche, ausschlaggebende Motor für KOffice ist. Er hat angefangen, KSpread zu entwickeln. Mittlerweile arbeiten hunderte von unbezahlten, aber auch einige bezahlte Entwickler an KOffice. Wenn KOffice herauskommt, soll es für den Small Office-Bereich sowie den Home-Office Bereich einsetzbar sein. In KOffice wird nicht CORBA, sondern Shared Libraries verwendet.

In der Version 1.0 werden folgende Applikationen vorhanden sein:

  • KWord - ein leistungsstarkes Textverarbeitungsprogramm, das unter anderem mehrspaltigen Text, Serien-Briefe, Variablen fürs Datum und ispell für die Rechtschreibkorrektur verwendet.
  • KSpread - ein Tabellenkalulationsprogramm, das die Formeln von Excel beherrscht, Funktionen wie Geometrie und Finanzen, Hyperlinks und Notizen an Zellen heften kann.
  • KPresenter - kann man mit PowerPoint vergleichen und es kann zusätzlich noch die Präsentation auch in HTML speichern.
  • KIllustrator - ist ähnlich wie Corel Draw mit Funktionen und Bedienung.
  • KImageShop - kann mehrere Bilder überlagern, Transparenz, und bewegliche Bildteile anzeigen.
  • KFormula - ein guter Formeleditor.
  • KScript - eigene Skriptsprache für KOffice, die aber sehr eingeschränkt wurde, so daß man nicht auf Festplatten zugreifen kann. Andere sicherheitsrelevante Befehle wurden herausgekürzt, so daß das Schlimmste, was man mit KScripts machen kann, eine Endlosschleife ist.

Zudem werden bei KOffice neue Filter automatisch von einem Daemon erkannt und installiert. Die zur Zeit verfügbaren Filter sind noch für die einzelnen Applikationen für KOffice. In der Entwicklung sind schon Filter für MS-Word, Excel und PowerPoint.

Was sehr gut gelöst wurde, ist das verwendete Dateiformat, das sich aus XML und aus JPG und/oder PNG zusammensetzt. Diese werden dann mit tar und gzip gepackt. Fertig ist das Dateiformat. Wir finden das genial!

Das Einsetzen von Skripten ist in KOffice grundsätzlich nicht möglich, außer in der eigenen Sprache KScript bei KSpread. Zudem werden DCOP-Anbindungen an KScript erlaubt, und Python soll auch bald zu Verfügung stehen.

Etwas zu der Geschichte von KOffice erfuhren wir auch in dem Vortrag: 1997 wurde das Projekt mit KSpread durch Torben Weis ins Leben gerufen. Die erste Präsentation fand auf KDE 1.0 statt. Nach KSpread kamen noch KWord, KPresenter und KIllustrator hinzu. 1998 wurde alles auf CORBA portiert, 1999 auf QT 2.0. Dann folgte eine weitere Umstellung und zwar auf KParts (Canossa). Dieses Jahr kamen schließlich die ersten Betas, und wahrscheinlich wird auch ein Final Release dieses Jahr kommen.

Ein paar Sachen vom neuen KDE werden noch der Office-Fähigkeit etwas hinzufügen. So zum Beispiel Konqueror, Kmail, Korganiser, die Adressen-Verwaltung und die Palm-Synchronisation.

Sehr komfortabel ist die Netzwerkfähigkeit des Office-Systems. Denn jeder Entwickler, der eine Idee hatte, hat sie verwirklicht. Unter anderem kann man die Dokumente direkt von einem FTP- und HTTP-Server, Zip- und Tar-Archiven, SMB, NNTP, oder POP3 lesen und schreiben.

Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung