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Do, 29. März 2001, 00:00

CeBIT 2001 Bericht

Die CeBIT ist die weltgrößte IT+K Messe und auch dieses Jahr schaffte sie es wieder: Sie war noch einmal größer geworden als im Vorjahr und das, obwohl wegen der Expo im letzten Jahr keine neuen Hallen gebaut werden konnten.

Rund 8106 Unternehmen aus 62 Ländern teilten sich die 431.611 m² Netto-Ausstellungsfläche. 830.000 Besucher aus allen Nationen tummelten sich auf dem Messegelände in Hannover. Manche auf der Suche nach Informationen, andere auf der Jagd nach Werbegeschenken. Überall waren bunte Luftballons des Modells "Handy" zu sehen, die an den vollgestopften Taschen der Besucher befestigt waren. Dies aber nur, um einen kleinen Eindruck davon zu bekommen, wie er so aussieht, der ganz normale CeBIT-Tag.

Der Schauplatz des Geschehens

Julius Stiebert

Der Schauplatz des Geschehens

Auch dieses Jahr gab es wieder ein Thema, das sich die Aussteller auf die Fahnen geschrieben hatten. Zum einen schien das die xDSL-Technologie zu sein, die bei vielen Telekommunikationsanbietern zu finden war. Denn nach Einstellung der großen Analog/ISDN-Flatrates wird die DSL-Technologie immer wichtiger. Das andere große Wort der Messe lautete allerdings Bluetooth. Fast jeder hatte irgendetwas zu diesem Thema mitgebracht und die Deutsche Messe AG hatte in Halle 13 zusammen mit der Lesswire AG das weltgrößte Netzwerk dieser Art aufgebaut, das auch gleich am ersten Tag aufgrund von Serverproblemen nicht funktionierte.

Doch auch Linux war, wie auch schon im letzten Jahr, wieder ein Thema, zu dem scheinbar jeder was beitragen konnte. Überall saß er wieder rum, der kleine Tux, ob als Stofftier oder aufgeblasen. Die einzelnen Unternehmen wollten aber hiermit scheinbar nur anmerken "Ja, auch wir bieten etwas für Linux", denn in vielen Fällen fand man außer Tux nichts an den Ständen, was etwas mit Linux zu tun hatte. So beispielsweise auch in Halle 3, in der die meisten Linux-Anbieter ihren Stand hatten. Hier hatte die Firma Webwasher zwar einen riesigen Stoffpinguin auf einer Waschmaschine sitzen, eine Linux-Workstation, auf der man sich Webwasher for Linux hätte anschauen können, fehlte allerdings. Wenigstens gab es hier die Möglichkeit, sich eine CD-ROM mit der neuen Variante mitzunehmen, um zu Hause festzustellen, dass das Produkt in der Tat auch unter Linux so toll funktioniert, wie man es sich am Stand schon unter Windows anschauen konnte.

Während Sun in Halle 2 nur das altbekannte Star Office präsentierte, fehlte Linux diesmal am Corel-Stand ganz. Mir wurde mitgeteilt, dass die neue Version nicht fertig geworden sei und sie es daher außen vor gelassen hätten. Nächstes Jahr soll es aber wieder dabei sein. IBM, eine der Firmen, die mehrere Stände in verschiedenen Hallen hatten, zeigte sein Engagement für das freie Betriebssystem offen. So konnte man sich in Halle 1 alles über die Linux-Armbanduhr erzählen lassen und auch die Bluetooth-Fähigkeiten dieses Gerätes ansehen. In Halle 2 präsentierte IBM dann sein Softwareangebot, so z.B. die Websphere-Produktreihe.

Die großen Distributoren wie Red Hat und SuSE fanden sich dann wieder in Halle 3. Bei beiden gab es allerdings jeweils nur die aktuelle Version 7.0 bzw. 7.1 zum Anschauen. Red Hat hielt allerdings auch Vorträge über Linux als Embedded-System und stellte auch gleich das Ericsson Webpad vor, welches unter Red Hat läuft und in Betrieb am Ericsson-Stand selber bewundert werden durfte. Desweiteren gab es ein paar Partner am Stand, darunter H+B EDV, die ihren AntiVir MailGate vorstellten. Am SuSE-Stand konnte man Eval-CDs ergattern oder sich bei den vielen Partnern am Stand informieren. Dazu zählte unter anderem VMWare, bei denen der neue GSX Server im Vordergrund stand, mit dem es möglich ist, mehrere Serversysteme auf einem Hostsystem laufen zu lassen.

Am Samstagmorgen fand außerdem die Pressekonferenz der SuSE Linux AG statt. Hier wurde der neue SuSE Linux Enterprise Server der Presse vorgestellt. Damit wird es in Zukunft also drei verschiedene Editionen der SuSE Linux Distribution geben. Außerdem gab SuSE bekannt, dass sie daran arbeiten, SuSE Linux auch als OEM-Betriebssystem, beispielsweise auf dem Aldi PC, in die Läden zu bringen.

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