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Do, 23. März 2000, 00:00

Mandrake 7.0 GPL

Mandrake 7.0 GPL lässt sich als ISO-Image frei herunterladen. Ein kurzer Test.

Mandrake 7.0 Powerpack (nicht getestet)

Benjamin Klöpfer

Mandrake 7.0 Powerpack (nicht getestet)

Allgemeines

Mandrake 7.0 ist eine Distribution der günstigsten Sorte. Am besten ist, wenn man daheim oder im Geschäft eine schnelle Standleitung hat, denn dann kann man sich das ISO-Image direkt auf die Platte laden und es dann brennen. Eine käufliche Version der Distribution ist ebenfalls erhältlich. Es sind sechs CDs voller freier und kommerzieller Software. Der Preis liegt bei 100 DM. Oder man bestellt sich einfach die GPL-Version auf CD gebrannt für nur 15 DM + Porto. Zu empfehlen ist allerdings die GPL-Version (ISO-Image zum Download oder Kaufen), weil da eigentlich alles drauf ist, was man zur täglichen Arbeit braucht. Was aber zu bemängeln ist, ist, dass ssh fehlt. Das liegt allerdings daran, dass in gewissen Teilen Europas die Kryptographie nicht erlaubt ist. Da hätte Mandrake wirklich mehr tun können, z.B. zwei ISO-Images auf ihrem FTP Server zum Download anbieten. So muß man sich die Pakete unter www.linux-mandrake.com/ herunterladen und nachinstallieren. Die RPM-Pakete sind jedoch nicht arg groß, so dass man das sehr schnell erledigt hat. Aber das ssh von Mandrake 7.0 hat einen nicht zu definierenden Fehler. Michael und ich hatten mehrmals nicht erklärbare Fehler mit ssh. Eine Neuinstallation der Pakete brachte auch nicht die erhoffte Lösung. Zudem hatten ISDN-Nutzer mit Mandrake 7.0 einige Probleme mit der ISDN-Konfiguration. Mann sollte sich ein Dial-Up-Tool für ISDN, z.B. kisdn, von einer anderen Distribution oder aus dem Internet holen. Ich hatte ein gewaltiges Problem mit dem pppd-Daemon. Er brachte immer ein und dieselbe Fehlermeldung, die sich weder durch die Neuinstallation des Daemons noch durch verschiedene Konfigurationen lösen ließ. Michael und ich haben beim Lösen des Problems rauchende Köpfe bekommen ... Aber auch das ließ den Daemon kalt. Dieses Problem ließ sich nur durch eine Neuinstallation lösen. Und das auch nicht immer. Und wenn wir gerade bei den Installationen sind...

Die KDE-Oberfläche von Mandrake

Benjamin Klöpfer

Die KDE-Oberfläche von Mandrake

Installation

Wer es nicht schafft, mit einem Linux-freundlichen PC Mandrake 7.0 auf die Platte zu bringen, der soll es mit Windows gar nicht erst probieren. Die Installation ist so einfach, das es sogar mein kleiner Bruder von 9 Jahren hinbekommen würde. Ein Kinderspiel also. Alles wird grafisch abgewickelt. Mann muß nur die CD ins CD-Laufwerk einlegen und von CD booten lassen. Mandrake initializiert alles von selbst und dann kommt auch schon das grafische Installationsmenü. Für Anfänger gibt es meiner Meinung nach keine bessere Distribution. Das I-Tüpfelchen an der Installation ist, daß man zwischen drei Themes während der Installation wählen kann. Eine echt schöne Spielerei. Was am Setup noch Lobenswert ist, ist der Partionsmanager. Ich habe noch keinen besseren gesehen, außer Partition Magic. Er ist ebenfalls kinderleicht zu bedienen. Man sieht die Festplatte als Balken vor sich, kann dann ganz bequem die Platte anklicken und die Größe, das Dateisystem und den Mountpoint festlegen. Alles in einem kleinem Fensterchen. Bei mehreren Platten kann man ganz einfach zur nächsten Platte klicken. Der Partitionsmanager ist beispiellos. Ich finde ihn sogar besser als den von SuSE 6.4 mit YaST 2. Hier kann man wenigstens seine Partionen selbst bestimmen. Was aber beim Setup zu beanstanden ist, ist, dass man nur in der Experten-Modus einzelne Pakete auswählen kann. Aber das gestaltet sich über den Verzeichnisbaum sehr leicht, weil eigentlich jedes Untermenü in »Konsole« und »X11« unterteilt ist. So weiß man immer, was man für was gebrauchen kann. Das ist für Anfänger, die zum ersten Mal den Expertenmodus wählen, sehr sinnvoll, allerdings empfehle ich ihnen, den benutzerdefienierten Modus zu wählen und dann »Entwicklungsplattform«. Mann kann dan zwar nur die Überbegriffe auswählen, aber das Nachinstallieren mit kpackage und den Dateinamen sehr einfach, wenn man weiß, was man will und wo man es findet. Was aber wiederrum zu bemängeln ist, ist dass Mandrake nicht das Red Hat Setup und das Setup-Tool gleich mitinstalliert. So muß man es nach der Installation noch installieren, und dann damit die Soundkarte konfigurieren. Einfacher hat man mit diesem Tool noch keine Soundkarte konfiguriert. Konsole als root, dann setup tippen, Autoerkennung, dann einen Satz von Linus Torvalds persönlich sich anhören und mit JA beantworten. Da hatte ich sogar mit meiner TerraTec 128i keine Probleme. Grosses Lob! Was aber manchmal Probleme bereitete, war die Netzwerk-Konfiguration. Und was auch noch schade ist, ist, dass an den Parallelport angeschlossene Zip-Drives leider nicht eine Autoerkennung oder eine Abfrage erhalten. Die für den Drucker funktioniert jedoch einwandfrei. Und was auch noch schade ist, ist, dass in den Standardkernel nicht die SCSI Emulation eingebaut ist, so hat man nur Ärger mit dem Brenner (IDE). Und nun zum Kern, zur Praxis...

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