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So, 16. Dezember 2007, 00:00

XHTML, HTML und CSS

Handbuch und Referenz

Dieser Artikel stellt das Buch »XHTML, HTML und CSS - Handbuch und Referenz« aus dem Verlag Galileo Computing vor.

Cover von XHTML, HTML und CSS

Hans-Joachim Baader (hjb)

Cover von XHTML, HTML und CSS

Vorwort

Umfangeiche Bücher sind heutzutage nicht unbedingt ungewöhnlich. Doch »XHTML, HTML und CSS« des Webdesigners, Autors und Dozenten Frank Bongers weist selbst für Computerbücher einen außergewöhnlichen Umfang auf. 1200 Seiten und ein entsprechendes Gewicht machen das Werk weniger geeignet für schwache Handgelenke. Das sollte zu verschmerzen sein, da das Buch hauptsächlich als Referenz- und Nachschlagewerk für die Arbeit am PC gedacht ist. Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob die Seiten sinnvoll gefüllt sind oder nur unnötiger Ballast produziert wurde. Ich hoffe, hier eine Antwort geben zu können.

Das Buch

Die ersten Kapitel geben einen Überblick über die Themen des Buches. Kapitel 1 erläutert HTML, XHTML, CSS und ihre Verwandschaftsbeziehungen. Kapitel 2 geht auf die Syntax ein und erläutert die prinzipiellen Unterschiede zwischen HTML, das eine Anwendung von SGML ist, und XHTML, das eine Anwendung von XML ist. Das nächste Kapitel beschreibt die Grobstruktur eines Dokuments, also Kopf- und Rumpfteil, ebenfalls wieder mit den Unterschieden zwischen HTML und XHTML. Kapitel 4 und 5 widmen sich der Syntax und den Seitengestaltungs-Möglichkeiten von CSS, ohne in die Tiefe zu gehen. Zwar spielt auch in den folgenden Kapiteln CSS eine Rolle, und in Kap. 19 wird eine vollständige Referenz geliefert, doch nach Ansicht des Autors ließen sich bereits über CSS und Seitenlayout dicke Bücher schreiben, so dass zur Vertiefung von CSS nur auf weitere Literatur verwiesen wird.

Das sechste Kapitel heißt »(X)HTML im Contentbereich« und beschreibt ganz allgemein, welche Auszeichnungen man bei der Gestaltung der Inhalte in Webseiten verwenden sollte. Selbstverständlich werden alle gestalterischen Einstellungen über CSS vorgenommen. Besonders geht der Autor auf Hyperlinks, Überschriften, Container, Bilder, Listen, Tabelle und Formulare ein.

Das siebte Kapitel dreht sich ausschließlich um die Navigation. Zunächst wird erläutert, was für Arten von Navigation man unterscheidet, dann gibt der Autor Hinweise und Beispiele zur Realisierung. Wesentlicher Punkt ist dabei die Erstellung von Menüs, die sowohl funktional als auch ansprechend sein sollen. Hier hat sich für die horizontalen und vertikalen Menüs, die auch Untermenüs enthalten können, eine Implementation mit Listen durchgesetzt, die einschließlich einiger CSS-Beispiele klar und ausführlich beschrieben wird.

Im achten Kapitel »Code-Aktualisierung nach XHTML« gibt der Autor Tipps, wie eine Webpräsenz, die auf obsoletem oder nicht standardkonformem HTML-Code beruht, auf einen aktuellen Stand gebracht werden kann. Dies ist der richtige Ort, um HTML Tidy vorzustellen. Dieses Werkzeug kann den Code automatisch in standardkonformes HTML oder XHTML umwandeln. Für eine gut gepflegte Seite ist danach noch einiges an Handarbeit erforderlich, doch ist mit HTML Tidy zumindest einmal der automatisierbare Teil abgedeckt. Zwei Kurzbeschreibungen von grafischen Frontends für HTML Tidy runden das Kapitel ab.

Das nächste Kapitel »Webdesign für mobile Clients« beleuchtet die technischen Einschränkungen, die Mobilgeräte im Allgemeinen mitbringen. Sie stellen den Designern einige Hürden in den Weg. Die Größe und insbesondere die Breite der Darstellung muss an die Gegebenheiten angepasst werden. Der Autor gibt hier aufschlussreiche Hinweise, wie dies zu lösen ist, und stellt auch Möglichkeiten zum Testen der Lösungen vor, wenn man nicht direkt auf einem Mobilgerät, sondern auf dem Desktop testet.

Die Barrierefreiheit war mehr oder weniger bereits in allen Kapiteln vertreten, in Kapitel 10 wird sie jedoch noch einmal zusammengefasst und vertieft. Absolute Barrierefreiheit gibt es dem Autor zufolge nicht, allenfalls Barrierearmut. Diese ist jedoch unbedingt anzustreben, sonst sperrt man eine signifikante Zahl von Benutzern von seinen Webseiten aus. Nach Angaben der Autors gelten in Deutschland 8% der Bevölkerung als schwerbehindert, wobei der Anteil mit dem Alter zunimmt, aber auch bei jungen Benutzern keinesfalls vernachlässigbar ist. Glücklicherweise ist bei strikter Befolgung von XHTML mit CSS bereits automatisch einiges für die Barrierearmut getan, weiteres lässt sich mit entsprechenden Tools prüfen. Oft genügt bereits ein textbasierter Browser für eine erste Einschätzung der bisherigen Arbeit. Die vom Autor aufgestellten Checklisten sind ein weiteres nützliches Werkzeug.

Kapitel 11 »Werkzeuge für Webdesigner« geht auf Editoren (Text und spezielle HTML-Editoren), Toolbars, Bildschirmlineale, Farbtools, Browser-Plugins sowie nochmals auf Textbrowser ein. Der Autor ist recht begeistert von Nvu, der zwar seiner Ansicht noch nicht mit den bekanntesten Produkten Dreamweaver und GoLive mithalten kann, aber mit Firefox-Plugins erweiterbar ist und somit viel Potential birgt. Die dann folgende Sammlung von Werkzeugen, die jeweils in einer Kurzbeschreibung vorgestellt werden, ist eindrucksvoll und nützlich. Es ist auch reichlich Material für Open-Source-Entwickler vertreten.

Die bisherigen Kapitel waren jeweils um die 30 Seiten lang. Kapitel 12 sprengt diesen Rahmen und schlägt auch thematisch eine andere Richtung ein. Es setzt die einführenden Kapitel fort, indem es die HTML-Sprachfamilie ausführlicher beschreibt. Es ist ein eher theoretisches Kapitel, das für die Praktiker weniger wichtig ist, und beginnt mit einem Abriss der Geschichte von HTML. Dabei werden auch Varianten vorgestellt, die nie offiziell wurden. XHTML in Version 1.0 und 1.1 sowie ein Ausblick auf Version 2.0 werden ebenso präsentiert wie die Varianten von HTML für Mobilgeräte von cHTML über iMode bis HTML 4.0 Mobile und XHTML für mobile Endgeräte. Zum grundlegenden Verständnis des Referenz-Kapitels und zum Nachschlagen dürfte dieses Kapitel nützlich sein.

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