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So, 4. November 2001, 00:00

iptables - Die Firewall des Kernels 2.4

Aktionen bei erfolgreicher Maskierung:

-j <ziel>Bestimmt, was nach Erfüllung der vorher spezifizierten Regel passieren soll. Fehlt dieser Parameter, hat die zugrunde liegende Regel keine Auswirkung.
 ACCEPTPaket annehmen.
 DROPPaket vernichten, keine Benachrichtigung des Absenders.
 QUEUE Einreihen des Pakets in eine Warteschlange für einen Benutzerprozeß.
 RETURN diese Chain verlassen und beim Aufrufer fortsetzen bzw. die Policy der Chain ausführen.
 
 zusätzlich als Module realisiert (extra Hilfe mit -h):
 LOGPaketdaten in das System-Log eintragen, Regeln in dieser Chain normal fortsetzen.
 MARKDas Paket mit einer optional anzugebenden Zahl markieren. Dies kann in nachfolgenden Regeln getestet werden.
 MASQUERADEDieses geroutete Paket bekommt als Absende-Adresse die IP-Nummer und einen beliebigen Port des ausgehenden Interfaces. Damit lassen sich bei Wählverbindungen mit nur einer IP-Adresse mehrere Rechner über einen Router an nur eine Wählverbindung koppeln. Beim Löschen des Interfaces mit der "Leih-IP Nummer" werden alle gemerkten Daten vergessen.
 REJECTÄhnlich DROP wird das Paket abgewiesen, jedoch erhält der Absender eine Antwort auf das Paket.
 TCPMSSBietet spezielle Optionen, die Datenmenge je Paket zu beschränken. Leider fand ich keine vernünftige Doku dazu.
 TOSMit diesem Ziel läßt sich das 8-bit breite Type of Service Feld des IP-Headers setzen.
 MIRRORExperimentelles Ziel, das Quelle und Ziel vertauscht. Damit scannt ein "Bösewicht" sich selbst.
 REDIRECTDieses Ziel sorgt dafür, daß das Paket an den lokale Rechner zugestellt wird. Hiermit lassen sich Pakete an "Phantasie-Ziele" abfangen und lokal behandeln.
 SNATDieses Ziel ändert die Quell-IP Adresse (und evtl. den Port) eines Paketes. Alle nachfolgenden Pakete dieser Verbindung werden genauso geändert. Dieses Ziel erfüllt fast die gleiche Aufgabe wie MASQUERADE, doch sollte SNAT bei festen IP-Nummern verwendet werden.
 DNATMit diesem Ziel wird die Ziel-IP Adresse eines Paketes und allen nachfolgenden Paketen dieser Verbindung geändert.

Welche Ziele sind wo erlaubt?

Das wohl Verwirrendste an iptables ist, sich aus jeder Menge Fließtext zusammenzureimen, welche "table" aus welchen "chains" besteht und welche "targets" nun gerade in welcher Kombination aus "table" und "chain" erlaubt bzw. möglich sind. Ich habe versucht, alle Kombinationen zu finden, die sinnvoll sind, bzw. im Fließtext der man-pages herauszulesen waren. Sollte diese Tabelle nicht ganz korrekt sein, bin ich dankbar für eine kurze Nachricht.

Die mit (*) gekennzeichneten "targets" sind jeweils die default-Option.

 filternatmangle
INPUT ACCEPT (*)
DROP
QUEUE
RETURN
LOG
REJECT
MIRROR
- -
 
PREROUTING - ACCEPT (*)
MIRROR
DNAT
REDIRECT
ACCEPT (*)
MARK
TOS
 
FORWARD ACCEPT (*)
DROP
QUEUE
RETURN
LOG
REJECT
MIRROR
- -
 
POSTROUTING - ACCEPT (*)
SNAT
MASQUERADE
-
 
OUTPUT ACCEPT (*)
DROP
QUEUE
RETURN
LOG
REJECT
ACCEPT (*)
DNAT
REDIRECT
ACCEPT (*)
MARK
TOS

Stateless Firewalling - Filterregeln

Diese Funktionen stellen das Grundgerüst eines Paketfilters dar. Fast alle Funktionen dieser Art gab es bei den Vorgängern bereits. Nur eben die Syntax ist ein bißchen anders als gewohnt.

Alle Stateless-Funktionen werden in der filter-Tabelle in den Chains INPUT, OUTPUT und FORWARD vorgenommen.

INPUT Hier stehen Regeln zum Schutz des lokalen Rechners
OUTPUT evtl. fehlkonfigurierte Programme "taub" machen
FORWARD zum Schutz von Rechnern, zu denen geroutet werden muß

Aufrufkonventionen:

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