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Sa, 27. September 2003, 00:00

Ein Beispiel zur Konfiguration des Nameservers BIND

/var/named/named.hjbaader.home

named.hjbaader.home enthält alle Namen des lokalen Netzes, plus localhost und loopback. Der SOA-Record muß immer vorhanden sein, ebenso der NS-Record.

Der Name 'postmaster.grumbeer.hjbaader.home' ist der 'Administrative Contact', der zu einer real existierenden Email-Adresse 'postmaster@grumbeer.hjbaader.home' korrespondiert. In einem offiziellen Netz müßte dies natürlich eine offizell erreichbare Email-Adresse sein. Meist wird 'hostmaster@...' verwendet.

Die Seriennummer "serial" ist eine willkürliche Zahl, die bei jeder Änderung hochgezählt werden sollte. Eine gute Möglichkeit ist die hier gezeigte Konvention, das Datum der Änderung (19990408) und eine laufende Nummer aus zwei Ziffern (02) zu verwenden.

Das $TTL 86400 gibt an, wie lange ein Eintrag im Cache behalten wird. In BIND 9 ist eine solche Angabe verpflichtend, in BIND 8 durfte sie noch fehlen. Auch sonst ist BIND 9 wesentlich pingeliger als BIND 8; achten Sie also genau auf die Syntax!

Die Datei enthält eine Abkürzung. Überall wo ein Hostname ohne abschließenden Punkt steht, wird automatisch .hjbaader.home ergänzt. Statt localhost könnte man also auch schreiben: localhost.hjbaader.home. (beachten Sie den Punkt am Ende! Fehlt der Punkt, wird nochmals .hjbaader.home angehängt.

$TTL 86400
@	IN	SOA	grumbeer	postmaster.grumbeer (
	1999040802 10800 1800 3600000 259200 )
@			IN	NS	grumbeer
localhost	IN	A	127.0.0.1
loopback	IN	CNAME	localhost
grumbeer	IN	A	172.30.2.1
mandel		IN	A	172.30.2.2
spargel		IN	A	172.30.2.3
mandel		IN	A	172.30.3.1
karott		IN	A	172.30.3.2

/var/named/named.172.30.2

Diese Datei ergibt sich in offensichtlicher Weise aus named.hjbaader.home, jedoch sind localhost und die Hosts im Subnetz 172.30.3.x hier nicht enthalten, da sie in anderen Zonen liegen als 172.30.2.x. Hier treiben wir es mit den Abkürzungen auf die Spitze. Wir definieren mit $ORIGIN, was an die Einträge auf der linken Seite angehängt werden soll (natürlich nur, wenn diese keinen Punkt am Ende haben. Aus dem simplen 1 wird dadurch 1.2.30.172.in-addr.arpa., was für die IP-Adresse 172.30.2.1 steht.

$TTL 86400
@	IN	SOA	grumbeer	postmaster.grumbeer.hjbaader.home. (
	1999010902 10800 1800 3600000 259200 )
@		IN NS grumbeer.hjbaader.home.
1		IN	PTR	grumbeer.hjbaader.home.
2		IN	PTR	mandel.hjbaader.home.
3		IN	PTR	kescht.hjbaader.home.
4		IN	PTR	quetsch.hjbaader.home.

/var/named/named.172.30.3

Diese Datei implementiert dasselbe für die Zone 172.30.3.

$TTL 86400
@	IN	SOA	grumbeer	postmaster.grumbeer.hjbaader.home. (
	1999010902 10800 1800 3600000 259200 )
@		IN NS grumbeer.hjbaader.home.
1		IN	PTR	mandel.hjbaader.home.
2		IN	PTR	karott.hjbaader.home.

/var/named/named.127.0.0

Dasselbe in Grün, also für die Zone 127.0.0, die nur localhost enthält.

$TTL 86400
@	IN	SOA	grumbeer	postmaster.grumbeer.hjbaader.home. (
	1997110901 10800 1800 3600000 259200 )
@ IN NS grumbeer.hjbaader.home.
1.0.0.127.in-addr.arpa.	IN	PTR	localhost.hjbaader.home.

Damit ist die Konfiguration abgeschlossen. Beim Start des Servers sollte man auf Fehlermeldungen im Syslog achten, sodann mit ping und nslookup die erfolgreiche Namensauflösung testen.

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