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Mo, 22. November 1999, 00:00

Analoge Standleitung unter Linux betreiben

Vorwort

Für was braucht ein normaler User eine Standleitung? werdet ihr sicher fragen. Wenn ihr z.B. viel im Internet chattet oder wenn ihr übers Internet spielen wollt (dann empfehle ich aber eine ISDN-Leitung ;-) ), dann ist eine Standleitung herzlich willkommen. Durch meine Standleitung spare ich über 50% im Monat.

Wie fange ich an

Zuerst solltet ihr einen Provider in eurer Nähe finden, der auch Privat-Usern Standleitungen anbietet. Je näher der Provider ist, desto günstiger wird die monatliche Zahlung an die Telekom.

Habt ihr einen Provider gefunden, dann regelt der Provider den Rest mit der Telekom. Es kann sein daß ihr dann nur einmal zu Telekom gehen müsst, um den Vertrag zu unterschreiben.

Ich ging damals zuerst zur Telekom, um mich über die Preise zu informieren. Da wurde ich aber zuerst nach einem Provider gefragt, wo ich die Leitung hin haben will. Zum Glück wußte ich von meinen Provider schon, daß er Standleitungen für Privat-User anbietet. Die Preise, die ich jetzt nenne, sind alle OZ 1 und stammen von 1999 Das heißt, daß die Angaben jetzt schon vielleicht nicht mehr stimmen.

Analog:

<strong> Monatlicher Grundpreis der
Telekom: -> 100,- + MwSt
 Einmaliger Anschluss
Preis: -> ca
1000.-
 Monatlicher Grundpreis beim
Provider: -> Unterschiedlich
Standleitungmodem: -> Ca 450,-</strong>

ISDN:

<strong> Monatlicher Grundpreis der
Telekom: -> Ab 145.- + MwSt ( bei 5 jahre fest )
 Einmaliger Anschluss
Preis: -> ca
5000.-
 Wenn man die Leitung auf 5 Jahre fest
mietet, dann enfällt der Anschluss Preis
 Monatlicher Grundpreis beim
Provider: -> Unterschiedlich und meistens volumenabhängig</strong>

Was benötige ich?

  • Einen Provider
  • Eine ISDN Karte, bzw ein spezielles Standleitungsmodem
  • Einen Linux-Rechner. Ich habe mit einem 486er, 300 MB Platte, Fritzkarte und 8 MB Speicher angefangen. Der reichte vollkommen aus, um als Server zu arbeiten.
  • Diese Anleitung ;-)

Wie installiere ich alles?

Hier beschreibe ich, wie ihr eine analoge Standleitung unter SuSE 6.2 installiert. Eigentlich macht das der nette Provider für euch, aber, ich kenne das von mir, wenn mal am Wochenende was schief laüft, könnt ihr euch selber helfen. Schliesslich hat nicht jeder so ein netten Provider wie ich, den man auch am Wochenende nerven kann.

Wenn ihr euren PC zusammen gebaut habt, könnt ihr Linux installieren. Für die jenigen, die nur eine kleine Platte einbauen, beschreibe ich die Minimalinstallation von SuSE. Ansonsten kann man ruhig die Default-Installation wählen.

Wählt Minimal-Installation und zusätzlich:

  • joe und mc (die kann man immer gebrauchen)
  • pine und pop (falls man auf den Server Emails lesen möchte)
  • und zu guter Letzt noch ppp

Danach wählt ihr euren Kernel aus. Wenn ihr die Bootdiskette von SuSE 6.2 habt, könnt ihr bei der Frage »Bootdiskette erzeugen?« mit Nein antworten. Dann werden noch LILO und die Zeitzone konfiguriert. Jetzt werdet ihr nach dem Rechnernamen und der Domain gefragt Bei mir lauten sie: cosmo und lanobis.de. Danach wird das Netzwerk installiert. Wählt also Echtes Netzwerk, Netzwerktyp: eth0, IP-Adresse des Rechners (habt ihr vom Provider bekommen) und entsprechende Netzmaske. Die Adresse des Default-Gateways bleibt leer. Ebenso die IP-Adresse des PointToPoint-Partners.

So, nach einigen weiteren Angaben habt ihr schon Linux installiert. Jetzt muss nur noch das Modem startklar gemacht werden. Damit das Modem gestartet wird, erstellt ihr eine neue Datei (Name ist frei wählbar):

#!/bin/sh
/usr/sbin/pppd ttyS1 115200 modem
 crtscts passive\
 defaultroute \
 connect 'chat "" ATZ OK AT\&B1S40=6X3DT0 CONNECT'
sleep 3

Erklärung:

  • ttyS1 - Das ist der Device-Name des Com-Ports
  • 115200 - Maximale Geschwindigkeit des Modems
  • modem - Hiermit wartet pppd auf ein CD (Carrier detect) vom anderen Modem
  • crtscts - RTS/CTS soll verwendet werden
  • defaultroute - Hiermit wird gesagt, daß er die Defaultroute verwenden soll
  • connect... - Hiermit wird das Modem initalisiert
  • sleep 3 - Eine Pause von drei Sekunden

Nach dem Speichern müssen wir das Skript noch ausführbar machen:

chmod +x lanobis

Jetzt müssen wir noch nach /etc/ppp wechseln. Dort editieren wir die Datei options:

In Zeile 45 wird debug mit einem "#" ausgeklammert.

In Zeile 148 wird dann noch idle 600 mit einem "#" ausgeklammert

Wenn das Modem nach jedem Booten von alleine starten soll, editiert man /etc/inittab und sucht nach:

# modem getty.
# mo:23:respawn:/usr/sbin/mgetty -s 38400 modem

Darunter tragt ihr den Namen des oben erstellten Skriptes ein, zum Beispiel:

sl:23:respawn:/usr/local/bin/lanobis

Damit wird euer Modem nach jedem Booten gestartet.

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