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Mo, 6. November 2000, 00:00

ISDN unter Debian GNU/Linux

Von Michael

Konfiguration zum Device ippp0

In dieser Datei(/etc/isdn/device.ippp0) geht es eigentlich richtig zur Sache. Hier kann alles eingestellt werden. Sogar Callback ist möglich. Ich ziehe auch hier wieder nur die relevanten Zeilen heraus, damit es etwas übersichtlicher wird.

Mit LOCALIP und REMOTEIP wird eingestellt, welche IP man selbst und das Interface des Routers gegenüber hat. Diese IPs sind aus einem privaten Bereich zu wählen, da sie bei der Einwahl durch die richtigen IPs ersetzt werden. Am besten so lassen, wie es ist.

LOCALIP=10.0.0.1 # XXX_
REMOTEIP=10.0.0.2 # XXX_

Mit der LOCALMSN setze ich meine Rufnummer und mit der REMOTEMSN die Nummer, die gewählt werden soll.

LOCALMSN=6269429117 # ME
REMOTEMSN=10750192300 # Callino

Nun kommen wir zum DIALMODE. Hier kann man Auto, on oder off setzen. Auto entspricht Dial an Demand. Das heißt wenn eine Internet-Adresse eingegeben wird, dann wählt I4L automatisch zum Provider. Kann bei Fehlkonfiguration zu hohen Kosten führen.

DIALMODE=auto # XXX_ other values can be 'on' and 'off'

Der huptimeout ist ein wichtiger Parameter. Hier kann man bestimmen, nach wieviel Sekunden die Verbindung getrennt wird, wenn kein Traffic mehr vorhanden ist. (Ganz praktisch, wenn man vor seinem Download eingeschlafen ist ;))

isdnctrl huptimeout ${device} 40 # XXX_

Mit verbose kann man den ISDN Logging-Level festlegen. Ich setze ihn immer auf 2.

isdnctrl verbose 2

Man kann auch einstellen, daß, wenn eine bestimmte Gebührengrenze erreicht ist, keine Einwahl mehr stattfindet. Diese Feature deaktiviere ich immer.

isdnctrl chargehup ${device} off
#isdnctrl chargeint ${device} NUM

Das war's eigentlich schon. Der größte Teil ist geschafft. Wie Sie gesehen haben, ist in der Konfiguration noch einiges mehr möglich. Es gibt auch schon vorgefertigte ipchains Firewall-Regeln. Lassen Sie diese aber deaktiviert, solange Sie noch testen und die ipchains-Doku noch nicht gelesen haben.

pap-secrets: User und Passwörter setzen

In der Datei /etc/ppp/pap-secrets stehen die Kombinationen aus Username und Passwort. Diese Datei darf nur von root gelesen werden, da sie ja Passwörter und Usernamen für den Internetzugang enthält. Also müsste ein ls -la ausgeben: -rw------- root root. Tragen Sie einfach die Kombination Username * Passwort bei den OUTBOUND connections ein.

# OUTBOUND connections
# Here you should add your userid password to connect to your providers via
# pap. The * means that the password is to be used for ANY host you connect
# to. Thus you do not have to worry about the foreign machine name. Just
# replace password with your password.
# If you have different providers with different passwords then you better
# remove the following line.
s20959@surf1.de * LLnUd
# Der Account funktioniert natürlich nicht ;)

resolv.conf: Nameserver konfigurieren

Um die Auflösung von Domainnamen (www.pro-linux.de) in die für die Verbindung nötige IP-Adresse durchzuführen, braucht man einen Nameserver. Dieser wird unter Windows automatisch zugewiesen. Unter Linux wird dieser am besten fest eingestellt in der Datei /etc/resolv.conf, die unter zu finden ist. Es sind im Normalfall nur zwei Zeilen (Nameserver und Search Domain), wie z.B.

nameserver 127.0.0.1
search starfleet

In meinem Fall hier habe ich einen lokalen Nameserver. Dieser verwaltet meine Domain starfleet für meine internen Rechner und macht Caching-Dienste für externe Domains, darum der Eintrag 127.0.0.1. Ein Nameserver im Internet wäre z.B. 194.97.3.1 oder am besten der, den ihnen ihr Provider mitgeteilt hat. Der search-Eintrag bedeutet, daß, wenn eine Adresse eingegeben wird, z.B. nur der Rechnername voyager, die Domain starfleet angehängt wird, um den FQDM (Full Qualified Domain Name) zu bekommen und den Rechner eindeutig ansprechen zu können. Sie können natürlich auch mehrere nameserver und search-Einträge erstellen, für den Fall, daß ein Nameserver offline sein sollte.

Die Isdnutils starten/stoppen

Als erstes müssen nun die isdnutils neu gestartet werden. Die isdnutils werden beim Booten automatisch gestartet durch init. Nach jeder Änderung in der Konfiguration muss dem ISDN4Linux-Daemon gesagt werden, dass sich seine Konfiguration geändert hat. Das erreicht man eben am besten durch einen Neustart des Dienstes.

Um die isdnutils zu starten, verwendet man: /etc/init.d/isdnutils start. Zum stoppen dasselbe, nur mit stop: /etc/init.d/isdnutils stop. Und zum Schluss kann man auch noch restarten: /etc/init.d/isdnutils restart. Die isdnutils sollten ohne die Meldung "not configured yet!" hochfahren, ansonsten haben Sie eine der zu löschenden Zeilen nicht gelöscht. Kontrollieren Sie nochmal die Dateien. Für den Fall, daß unerwartet Fehler ausgegeben werden, lesen Sie diese ein paar Mal durch, vielleicht kommen Sie auf die Lösung, was falsch sein könnte. Eventuell bekommen Sie die Zeilenzahl angezeigt, die den Fehler enthält.

isdnctrl dial/hangup - Aufbau und Abbau der Verbindung

Für den Fall, dass Sie manuell die Einwahl starten wollen, sollten Sie als Root die isdnctrl-Befehle benutzen.

Für die Einwahl beim Provider: isdnctrl dial ippp0. Um die Verbindung zu beenden, brauchen Sie folgende Zeile: isdnctrl hangup ippp0. Sie wollen doch sicher auch sehen, ob alles geklappt hat, oder? Dann verwenden sie vor dem Einwählen den folgenden Befehl, der Ihnen die Systemmeldungen ausgibt: tail -f /var/log/messages. Hat die Einwahl geklappt? Bei mir gab es folgende Ausgaben beim Wählen:

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