Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 9. September 2002, 00:00

Benutzung von Overnet unter Linux

Seit den Zeiten von Flatrates und besonders seit der Einführung von T-DSL steht dem Durchbruch von Filesharing-Tools nichts mehr im Wege. Nun gibt es schon seit geraumer Zeit den EDonkey2000 für Linux mit einer schönen GUI von

Der Nachfolger von EDonkey2000 heißt Overnet (früher Flock). Der große Vorteil von Overnet ist, dass man keine Server mehr braucht und damit auch keine Serverlisten aktuell gehalten werden müssen.

Seit dem 21.08.02 gibt es auch eine Beta-Version für Linux. Ich als begeisterter EDonkey2000-Benutzer habe mich gleich daran gemacht und es unter Linux installiert. Im Vorfeld hatte ich schon gehört, dass man die Dateien 1:1 übernehmen kann, also dass beide Programm kompatibel bleiben. Dies ist auch wirklich so. Aber man sollte beide Programme nicht parallel laufen lassen, da es dann Probleme mit den Ports geben kann bzw. wird.

Vielleicht noch ein paar Worte zur Technik:

Wenn man den EDonkey2000 oder Overnet-Clienten startet, wird man feststellen, dass der Festplattenzugriff und die CPU-Auslastung sehr stark ansteigt. Das ist normal und durchaus gewollt. Denn während dieser Zeit "hasht" der Client die Dateien. Das heißt, er er erstellt praktisch einen Fingerabruck der Datei (die in mehrere Segmente aufgeteilt ist) und kann dadurch dann berechnen, was fehlerhaft ist oder komplett fehlt und dann diese Teile herunterladen. Der Vorteil dieser Technik ist, dass man nun auch unvollständige Dateien zum Download freigeben kann und dass es eigentlich egal ist, wie die Datei heißt. Das einzige, was zählt und was nicht verändert werden darf, ist die Zeile, in der das Ergebnis des Hashens steht.

Als erstes habe ich mir den Command-Line-Client heruntergeladen. Danach wurde die Datei ins EDonkey-Verzeichnis verschoben und dort entpackt. Anschließend musste die Datei noch ausführbar gemacht werden (chmod +x overnet0.29.1). Natürlich kann man auch die Datei in Overnet umbenennen (mv overnet0.29.1 overnet). Anschließend wird der Client mit ./overnet gestartet. Eine Übersicht mit allen Befehlen gibt es mit dem Befehl ?. Da der Client zum ersten Mal gestartet wurde, kann er natürlich noch keine Verbindungen kennen. Deswegen muss man diese manuell hinzufügen. Dies geschieht folgendermaßen: Auf der Seite http://members.lycos.co.uk/appbyhp/connect.html gibt es eine Liste mit Computern, die für diesen Vorgang benutzt werden können. Leider ist Overnet nicht in der Lage, URLs automatisch in die entsprechenden IP-Adressen umzuwandeln. Deswegen muss das ganze manuell gemacht werden:

sh-2.05a$ ping overnet.dyndns.org
PING overnet.dyndns.org (217.227.162.71): 56 octets data
64 octets from 217.227.162.71: icmp_seq=0 ttl=246 time=185.9 ms
64 octets from 217.227.162.71: icmp_seq=1 ttl=246 time=163.3 ms
--- overnet.dyndns.org ping statistics ---
2 packets transmitted, 2 packets received, 0% packet loss
round-trip min/avg/max = 163.3/174.6/185.9 ms

Entscheidend ist hierbei die zweite Zeile, denn hier steht die IP-Adresse:

PING overnet.dyndns.org (217.227.162.71): 56 octets data

Die IP-Adresse ist im Moment: 217.227.162.71. Auf der Seite steht auch der Port, der benutzt werden soll (4665). In Overnet muss dann folgendes eingeben werden:

boot 217.227.162.71 4665

Diese Schritte können so oft wie nötig wiederholt werden. Den Erfolg kann man mit vc sehen. Dort sollte jetzt eine große Anzahl von IP-Adressen und Overnet-IDs erscheinen. Mit g lassen sich Statistiken anzeigen:

(open)
ID: 1111111111111111111111111
Users: 19660 Files: 146472

So, damit sollte Overnet jetzt erstmal laufen. Jetzt müssen natürlich ein paar Einstellungen getroffen werden. Mit vo lassen sich die Optionen anzeigen:

Name: yyqwt
Max Download Speed: 0.00
Max Upload Speed: 10.00
Line Speed Down: 0.00
TCP Port: 4660
UDP Port: 5259
Admin Port: 4663
Admin Name: 12345
Admin Pass: 12345
Verbose: 0
SaveCorrupted: 0
MaxConnections: 800

Besondes wichtig ist hierbei die zweite Option, nämlich die Begrenzung der Bandbreite. Dies geschieht mit z.B. dumax 20 5. Hiermit würde dann die Geschwindigkeit auf 20 kbyte/s Download und auf 5 kbyte/s Upload begrenzt werden. Mit der Anzahl der max. Verbindungen von 800-1000 habe ich aus EDonkey-Zeiten gute Erfahrungen gemacht. Diese Einstellung wird mit: mcon 800 getroffen.

Bei Overnet werden automatisch die Dateien freigegeben, die gerade heruntergeladen werden. Zusätzlich kann man mit a /home/test/ ein weiteres Verzeichnis freigeben. Admin Name und Admin Pass sind für den Zugriff aus der GUI vorgesehen.

Naja, jetzt haben wir so viele Einstellungen getroffen, jetzt wollen wir aber auch etwas downloaden. Gesucht wird mit s Suchbegriff. Der Dateityp kann mit s -Video test eingeben werden. In diesem Beispiel würde dann nach einem Video mit dem Namen test gesucht. Die Resultate werden mit vr angezeigt. Wenn jetzt die gewünschte Datei dabei ist, kann diese mit der Nummer, die am Anfang der Zeile steht, heruntergeladen werden: d 12.

Eine andere Möglichkeit, einen Download hinzufügen ist es, ed2k-Links hinzuzufügen. Auf geeigneten Seiten wird man diese finden. Sie sind so aufgebaut:

ed2k://|file|Name der Datei|Größe der Datei|Hash-Schlüssel|

Diese Links funktionieren selbstverständlich auch mit Overnet. Mit vd werden dann die aktuellen Downloads angezeigt. Im Moment gibt es da noch einen kleinen Bug: Die Datei wird immer auf Looking stehenbleiben, auch wenn sie gerade heruntergeladen wird. Daß sie trotzdem übertragen wird, kann man an der Geschwindigkeitsanzeige sehen.

Nun kann man noch verschiedene Kommandos während des Downloads eingeben:

Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung