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Mo, 7. Februar 2000, 00:00

Parallelportscanner unter Linux

Weitere Frontends

Sollten Sie mit der Funktionsvielfalt von xscanimage unzufrieden sein, so können Sie sich einer Reihe von Frontends bedienen, die auf SANE aufsetzen und mit einer größeren Funktionsvielfalt und einer noch besseren Benutzeroberfläche aufwarten.

XSane

demon

XSane

XSane

XSane stellt ein grafisches GTK-basierendes Frontend für SANE dar. Seine Funktionsvielfalt übertrifft xscanimage deutlich. Allein wegen den wirklich sehr guten Preview-Funktionen sollten alle Scanner-Inhaber dieses Programm einer näheren Betrachtung unterziehen. Kaum ein Programm bietet so viele Einstellungsmöglichkeiten vor dem eigentlichem Scan wie Xsane. Ohne ein erneutes Preview durchzuführen, kann so der Benutzer alle Parameter in Ruhe einstellen und testen.

Neben einem Scan-Mudus verfügt XSane auch über einen FAX- und Copy-Modus, mit dessen Hilfe eine direkte Kopie einer Vorlage möglich ist.

XSane läßt sich sowohl als Standalone-Programm als auch als GIMP-Plugin betreiben.

http://www.wolfsburg.de/~rauch/sane/sane-xsane.html

KScan

KScan

demon

KScan

KScan stellt ebenfalls ein grafisches Frontend für SANE dar. Das Programm bedient sich dabei der Qt-Bibliothek für seine Oberfläche. Zwar bietet die Applikation nicht so viele Funktionen wie XSane, dafür wartet das Programm aber mit sehr interessanten Funktionen auf. Sollten Sie also unter KDE arbeiten, dann ist diese Applikation auf jeden Fall einen Blick wert.

http://rf-hp.npi.msu.su/kscan.html

xcam

xcam

demon

xcam

Diese Applikation stellt wie auch die vorherigen Programme eine grafische Oberfläche für SANE dar. Dabei ist aber die GTK-basierende Applikation nicht auf Scanner, sondern auf einen Einsatz bei der Digitalisierung von Kamerabildern ausgelegt. Das Programm ist dem SANE-Paket beigelegt und kann nach erfolgreicher Kompilierung eingesetzt werden. Voraussetzung ist natürlich die Verfügbarkeit der GTK-Bibliothek.

http://www.mostang.com/sane/xcam.html

Konfiguration und Einbindung eines Parallelport-Scanners

ACHTUNG!
Sollten Sie beim Scanvorgang einen Absturz erleben oder einen Absturz des Treibers durch fremde Auswirkung verursachen, so ist es zwingend notwendig, einen Reboot durchzuführen. Das nochmalige Ansprechen des Treibers kann unter Umständen zum Einfrieren des Systems führen.

In der folgenden Aleitung versuche ich, Ihnen in einem Beispiel des Scanners "Optic Pro 4830P" von Plustek die Installation eines Parallelport-Scanners unter Linux näher zu bringen. Es wird dabei sowohl die Kompilierung von SANE als auch des Treibers erklärt. Beachten Sie bitte, daß eine Installation eines anderen Scanners unter Umständen anders sein kann!

Sie sollten zuerst die nötigen Applikationen und Treiber herunterladen. SANE in der aktuellen Version finden Sie unter http://www.mostang.com/sane/. Plustek-Treiber gibt es unter http://www.gjaeger.de/scanner/plustek.html.

Nun packen Sie SANE in ihrem User-Verzeichnis aus, kopieren den heruntergeladenen Treiber in das neu erstellte Verzeichnis, wechseln in dieses und führen die ./configure-Anweisung durch. Soll das grafische Front-End xscanimage installiert werden, dann müssen Sie auf jeden Fall die GTK-Bibliothek installiert haben, bevor Sie ./configure ausführen.

cd
tar xzf sane-1.0.1.tar.gz
cp plustek-0.?.tar.gz sane-1.0.1/
cd sane-1.0.1
./configure

Wurde die Konfiguration erfolgreich abgeschlossen, dann sollten Sie Ihren Treiber unter SANE einbinden. Packen Sie dazu die Treiber-Datei im SANE-Ordner aus und korrigieren Sie notfalls die Konfigurationsdateien. Starten Sie die Kompilierung der neuen Treiber und binden diese ins System ein.

tar xzf plustek-sane-0.11.tar.gz
cd backend/plustek_driver/
make -f Makefile
su
make -f Makefile install
make -f Makefile unload
make -f Makefile load
lsmod
exit

Sie haben nun einen lauffähigen Treiber ins System eingebunden, der bereits von SANE angesprochen werden kann. Sollten Sie bereits eine funktionsfähige SANE-Installation haben, dann kopieren Sie einfach nur die mit dem Treiber mitgelieferten Config-Dateien in die entsprechenden Ordner und testen Sie die Funktionalität des Scanners (siehe weiter unten).

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