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Sa, 8. Juli 2000, 00:00

Installation eines ATAPI-Zip-Laufwerks

Einführung

Seit dem Kernel 2.0.31 unterstützt Linux das Zip-Laufwerk von Iomega in der ATAPI-Ausführung (Anschluss an die IDE-Schnittstelle). Die meisten aktuellen Distributionen sind in der Lage, das Laufwerk beim Booten automatisch zu erkennen, da die entsprechenden Treiber fest im Kernel aktiviert sind oder als Kernel-Modul vorliegen.

Einbau und Ansprechen des Laufwerks

Jumpereinstellung des Laufwerks

Pro-Linux

Jumpereinstellung des Laufwerks

Als erstes sollten Sie wissen, wie Ihr Zip-Laufwerk angeschlossen ist. Im untenstehenden Bild ist die Jumper-Konfiguration des ATAPI-Zip-Laufwerks abgebildet. Eine genaue Produkt- und Jumperbeschreibung ist auf der Homepage von Iomega im PDF-Format zu finden. Das Gerät wird wie eine Festplatte oder ein CD-ROM-Laufwerk an den IDE-Bus angeschlossen und genauso unter Linux angesprochen. IDE-Laufwerke werden unter Linux mit /dev/hdxy angesprochen. x stellt an dieser Stelle die Nummerierung der Festplattenlaufwerke dar. Die Nummerierung ist alphanumerisch und beginnt bei a. y gibt die laufende Nummerierung der Partitionen auf dem Datenträger an. Ob das Zip-Laufwerk korrekt von Linux erkannt wurde, kann ein Blick in die Boot-Meldungen verraten. Diese Boot-Meldungen sind im Verzeichnis /var/log zu finden. Die Datei dmesg (Red Hat-basierte Distributionen) oder boot.msg (SuSE) als root-Benutzer öffnen. Untenstehend ein Auszug aus einer solchen Datei mit dem erkannten Zip-Laufwerk:

ide1: PCI_IDE Bus-Master DMA disabled (BIOS)
hda: IBM-DTTA-351680, ATA DISK drive
<strong>hdc: IOMEGA ZIP 100, ATA DISK drive</strong>
ide0 at 0x1f0-0x1f7,0x3f6 on irq 14
ide1 at 0x170-0x177,0x376 on irq 15
hda: IBM-DTTA-351680, 16124MB w/462kB Cache, CHS=2055/255/63
<strong>hdc: IOMEGA ZIP 100, 96MB w/16kB Cache, CHS=512/12/32</strong>

Die ATAPI-Floppy-Unterstützung im Kernel

ATAPI-Floppy im Kernel

Pro-Linux

ATAPI-Floppy im Kernel

Damit das Zip-Laufwerk angesprochen werden kann, ist es notwendig, daß der Kernel-Treiber für IDEATAPI FLOPPY Support aktivert ist. Die Unterstützung ist bei den meisten aktuellen Distributionen als fester Bestandteil des Kernels oder meistens als Modul bereits aktiviert, so dass dieser Punkt übersprugen werden kann. Am besten ist es, man überprüft das zu Beginn, damit keine unnötige Fehlersuche stattfindet. Zum Aufrufen der grafischen Kernel-Konfiguration muss in das Verzeichnis der Kernel-Quellen gewechselt werden. Durch den Aufruf von make xconfig wird das grafische Frontend für die Kernel-Konfiguration gestartet. Voraussetzung ist, dass die Kernel-Quellen installiert sind. Der Treiber kann entweder fest in den Kernel kompiliert oder als Modul eingebunden werden. Beim Kernel der 2.2er-Serie ist die Kernel-Option für ATAPI Floppy-Laufwerke unter Block Devices zu finden. Ist diese Option aktiviert, können auch LS120-Laufwerke angesprochen werden. Wie genau das Kompilieren des Kernels vonstatten geht, kann im Pro-Linux Artikel zum Kernel 2.2 nachgelesen werden. Mehr Informationen zum Linux-Kernel sind in den Kernel-Tipps von Pro-Linux zu finden.

Partitionierung und Formatierung eines Zip-Mediums

Iomega selber unterteilt die Zip-Medien in vier primäre Partitionen. Auf der vierten Partition sind die Daten zu finden. Fremdhersteller von Zip-Medien legen auf dem Datenträger standardmäßig nur eine primäre Partition an. Das Dateisystem der Datenträger ist standardmäßig FAT16 und kann unter Linux als vfat angesprochen werden. Wer will, kann seine Zip-Medien auch als ext2-Dateisystem (Linux-eigenes Dateisystem) partitionieren und formatieren. Hier empfiehlt es sich, nur eine primäre Partition anzulegen. Der Typ der Partitionierung kann mit dem Befehl fdisk -l /dev/hdxy (als root) überprüft werden. Das sieht dann ungefähr so aus:

&#91;root@elchix stephan&#93;# /sbin/fdisk -l /dev/hdc
Festplatte /dev/hdc: 12 Köpfe, 32 Sektoren, 512 Zylinder
Einheiten: Zylinder mit 384 * 512 Bytes
Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id Dateisystemtyp
/dev/hdc1 1 512 98288 83 Linux

Mit dem Befehl mke2fs /dev/hdxy kann auf dem Zip-Medium ein ext2-Dateisystem erstellt werden. Ob auf einem solchen Medium ein ext2-Dateisystem vorhanden ist, erkennt man daran, wenn das Verzeichnis lost+found vorhanden ist. Mehr Informationen zum Partitionieren von Laufwerken unter Linux sind im Workshop Partitionieren zu finden.

Kurz zusammengefasst können die Medien wie folgt angesprochen werden:

Hersteller Dateisystem ansprechen als

Iomega

vfat

/dev/hdx4

Fremdhersteller

vfat

/dev/hdx1

Linux

ext2

/dev/hdx1

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