Linux-Installation auf einem Dell Inspiron 8000
Konfiguration vim/gvim
Beim Editieren der XF86Config hat sich gezeigt, dass mir die Standard-Konfiguration von vim ganz und gar nicht gefällt. Die folgend abgebildete vimrc ist eine leicht angepasste Version des "minimal setup" von Sven Guckes, das direkt auf der VIM Homepage6 veröffentlicht ist.
set nocp " :-) " turn these ON: set digraph ek hidden ruler sc vb wmnu " turn these OFF: set noeb noet nosol " non-toggles: set bs=2 fo=cqrt ls=2 shm=at tw=72 ww=<,>,h,l set comments=b:#,:%,fb:-,n:>,n:) "set list listchars=tab:»·,trail:· "--------------- aus vimrc.txt ----------------- " =================== " Settings of Options " =================== " list and listchars set list set listchars=tab:»·,trail:· " set listchars=tab:¯ú,trail:ú " TN3270 does not show high-bit characters: " set listchars=tab:>.,trail:o " Turn on HighLightSearching: set hls " sometimes I need this, sometimes I dont... "--------------- aus vimrc.txt ----------------- set viminfo=%,'50,\"100,:100,n~/.viminfo " settings which are the default " (at least with "nocompatible" anyway): " set smd sw=8 ts=8 " mappings: map K <NUL> map <C-Z> :shell map ,F :view $VIMRUNTIME/filetype.vim map ,SO :source $VIMRUNTIME/syntax/ map ,V :view $VIMRUNTIME/syntax/ " autocommands: au FileType mail set tw=70 " some colors: "white on black" hi normal ctermfg=white ctermbg=black guifg=white guibg=black hi nontext ctermfg=blue ctermbg=black guifg=blue guibg=black " syntax coloring!! :-) syn on "--------------- aus SuSE gvimrc ----------------- " set the X11 font to use "set guifont=-misc-fixed-medium-r-normal-14-130-75-75-c-70-iso8859-1 set guifont=-misc-fixed-medium-r-*-15-*-*-*-*-*-*-* "------------- diverse Einstellungen ------------- " Hide the mouse pointer while typing set mousehide " Show line numbers set number "------------- DOS-like Cut'n'Paste -------------- " Im Kommando-Modus; vorher Text mit v markieren map <C-X> "*x map <C-C> "*y map <C-V> "*P |
| Listing 2: /etc/gvimrc |
Leistungsoptimierung der IDE-Schnittstelle
Mit hdparm -T -t /dev/hda zeigt sich, dass die Festplatte noch nicht mit DMA-Transfers arbeitet. Ein Test mit eingeschaltetem DMA-Transfer ergibt eine um Faktor 3 erhöhte Transferrate. Statt mit etwa 5 MByte/s "rennt" die Platte jetzt mit etwa 15 MByte/s. Grund genug, diese Zeile in die Datei /etc/rc.d/boot.local aufzunehmen.
/sbin/hdparm -d 1 /dev/hda |
| Listing 3: /etc/rc.d/boot.local (Auszug) |
Sound-Support
Um die getane Arbeit mit ein bisschen Musik zu untermalen ist noch Sound-Support für die Onboard-Soundkarte notwendig. Für den Sound-Support verwende ich die Soundkartentreiber des ALSA Projekt7 für eine Soundkarte vom Typ "ESS Maestro 3".
Die Änderungen beschränken sich auf das entfernen der Kommentarzeichen vor den entsprechenden Zeilen in der Datei /etc/modules.conf. Der einzige Eintrag, der neu erstellt werden muss, ist die Zeile, in der mit alias snd-card-0 snd-card-maestro3 die Soundkarte angegeben wird.
alias char-major-14 soundcore alias char-major-116 snd alias sound-slot-0 snd-card-0 alias sound-service-0-0 snd-mixer-oss alias sound-service-0-1 snd-seq-oss alias sound-service-0-3 snd-pcm-oss alias sound-service-0-8 snd-seq-oss alias sound-service-0-12 snd-pcm-oss alias snd-card-0 snd-card-maestro3 options snd snd_major=116 snd_cards_limit=1 snd_device_mode=0666 snd_device_gid=17 snd_device_uid=0 |
| Listing 4: /etc/modules.conf (Auszug) |
Solange man den (vorkompilierten) Standardkernel von SuSE einsetzt, ist man hiermit auf der sicheren Seite, weil man sich es ersparen kann, die ALSA-Treibermodule selbst zu kompilieren und installieren. Sobald man sich aber einen neueren Kernel von Kernel.org herunterlädt, ist es aber auch schon vorbei mit dem Soundsupport, weil die ALSA-Treibermodule immer gegen eine bestimmte Kernelversion gelinkt werden.
Ich verwende hier die Version 0.9.0beta4, es können aber auch schon aktuellere Pakete bei ALSA bereit stehen.
Ein eventuell bereits geladenes ALSA Subsystem wird mit /etc/rc.d/alsasound stop aus dem Speicher entfernt.
Im folgenden beschreibe ich, wie man die ALSA Treiber auf dem Notebook installiert. Hierzu sind von der ALSA-Homepage die folgenden Pakete herunterzuladen:
alsa-driver-*.tar.bz2 alsa-lib-*.tar.bz2 alsa-utils-*.tar.bz2 |
| Listing 5: alle benötigten ALSA-Dateien |
Nach dem Herunterladen sind die Pakete an geeigneter Stelle zu entpacken (ich verwende /usr/src).
Die Pakete werden in der Reihenfolge "driver --> lib --> utils" kompiliert und installiert.
Als erstes werden die Treibermodule für die Soundkarte kompiliert und installiert.
./configure --with-oss=yes --with-cards=maestro3 make dep make make install |
| Listing 6: ALSA Treiber kompilieren / installieren |
Die ALSA-Library und die ALSA-Utils werden nach dem altbekannten Schema "configure -> make --> make install" erstellt:
./configure make make install |
| Listing 7: ALSA Library + Utils kompilieren/installieren |
Jetzt, da alle benötigten Treiber und Tools installiert sind, die alte Konfigurationsdatei mit rm /etc/asound.conf entfernen und mit alsactl -f /etc/asound.conf store eine neue Konfiguration erzeugen.
Die Eintragungen in /etc/modules.conf noch einmal kontrollieren und eventuell anpassen:
alias char-major-14 soundcore alias char-major-116 snd alias sound-slot-0 snd-card-0 alias sound-service-0-0 snd-mixer-oss alias sound-service-0-1 snd-seq-oss alias sound-service-0-3 snd-pcm-oss alias sound-service-0-8 snd-seq-oss alias sound-service-0-12 snd-pcm-oss alias snd-card-0 snd-card-maestro3 options snd snd_major=116 snd_cards_limit=1 snd_device_mode=0666 snd_device_gid=17 snd_device_uid=0 |
| Listing 8: /etc/modules.conf (Auszug) |
Damit die Treiber beim Booten automatisch und in der richtigen Reihenfolge geladen werden, setzt SuSE ein Startscript /etc/rc.d/alsasound ein. Sollte ein Leser das Listing benötigen:

