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Do, 23. November 2000, 00:00

CDs brennen mit gcombust

Voreinstellungen

Kristian Peters

Voreinstellungen

Vorwort

Viele grafische Oberflächen zum Beschreiben von CDs unter Linux sind immer noch umständlich zu bedienen. Eine Ausnahme stellt das Programm gcombust dar. Anders als solche Programme wie xcdroast benötigt es keine separate Partition für ein Image, sondern schreibt die ausgewählten Dateien ohne Umweg direkt. Man mag denken, daß das Probleme mit sich bringt, aber bei mir hat bisher alles ohne Fehler funktioniert. gcombust ist zwar immer noch im Entwicklungsstadium, läuft aber bereits sehr stabil.

Optionen

Kristian Peters

Optionen

Erste Eindrücke

Normalerweise erkennt das Programm beim ersten Start und Öffnen des Voreinstellungs-Fensters bereits, wo sich cdrecord und alle anderen benötigten Komponenten befinden. Danach fragt das Programm die Gerätetreiber (Sektion »Devices«) ab. Ist ein Brenner im Kernel richtig konfiguriert, so erkennt das Programm beim Klicken auf den Schalter SCSI-Einstellungen prüfen bzw. SCSI-Laufwerk erkennen den Brenner ganz von alleine. Als »CDDA device« und »cdrom device« gibt man jeweils das CD-ROM-Laufwerk ein. Unter Verschiedenes werden andere Einstellungen getroffen. Ich empfehle, die Checkbox Schublade öffnen... zu aktivieren.

Im Hauptprogramm folgen als nächstes die Optionen. Sie sind etwas unübersichtlich. Zwar helfen die Tooltips schnell weiter, aber erstmal verliert man sich ein wenig. Hier kann man einstellen, welcher Art die CD sein soll. Ich empfehle eigentlich immer den Joliet-Standard. Damit ist die CD-ROM später auch unter Windows zu lesen. Hier läßt sich auch (über dem El Torito Standard) eine bootfähige CD erstellen. Allerdings ist das ziemlich umständlich gelöst worden. Im Feld Boot image muß man leider manuell den Pfad angeben, wo sich die Dateien für das Bootimage befinden.

Dateiauswahl

Kristian Peters

Dateiauswahl

Dann folgt der Bildschirm zum Auswählen von Dateien und Verzeichnissen. Der Schalter Verzeichnisse hinzufügen ist leider standardmäßig aktiviert. Dieser hat bei mir für einige Verwirrungen gesorgt. Immer, wenn ich ein Verzeichnis hinzugefügt habe, so hat gcombust nicht deren Größe berechnet und den Inhalt nicht hinein gestellt. Erst bei Deaktivierung funktionierte alles ohne Probleme. Der Schalter Schätzung berechnen ist sehr hilfreich. Hier kann man ablesen, wieviel Platz auf der CD bereits belegt ist. Hat man zuviel belegt, so würde später cdrecord mit einer Fehlermeldung abbrechen.

Der nächste Schritt erzeugt Audiotracks auf der CD. Leider lassen sich keine Daten- und Audiospuren kombinieren. Die Dateien müssen allesamt im Roh- bzw. WAV-Format vorliegen. Außerdem berechnet das Programm die Spieldauer von WAV-Dateien falsch. Es verwendet dazu die Größe in MByte. Da aber die Audiospuren weniger Speicher verbrauchen, wird Platz auf der CD verschwendet.

Die nächste Option stellt allgemeine Dinge zum Brennvorgang ein. Hier kann man auswählen, ob man ein Datenimage, Audiotracks, eine CD-Kopie oder ein bereits fertiges Image brennen möchte. Klickt man auf Combust! so wird der Vorgang gestartet und man wird automatisch zum Augabebildschirm dirigiert. Man sollte zum Testen vorher Dummy-Testlauf aktivieren, falls etwas schiefgehen sollte.

Fazit

Damit sind die Möglichkeiten noch nicht ausgereizt. Über cdlabelgen lassen sich sogar nebenbei CD-Cover erstellen und ausdrucken. Das Brennen von Multisession-CDs wurde ebenfalls in die Applikation implementiert.

Alles in allem stellt gcombust eine der besten Oberflächen für cdrecord dar. Mit ihm lassen sich auf schnellste Weise Daten auf CD-Rohlinge brennen. Mit ein wenig Arbeit steht es bald einem Windows-Programm in nichts mehr nach.

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