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Mo, 10. September 2001, 00:00

CD brennen unter Linux

Von Pawel

Grundlegendes Wissen

Ich will hier keine Langeweile verbreiten, aber als ich angefangen habe, CDs zu brennen, hatte ich immer wieder Probleme mit einigen Begriffen. Aus diesem Grund sind hier einige erklärt. Es kann sein, dass die Liste nicht vollständig ist und dass man noch einiges hinzufügen sollte, dann nur ran an die Tastatur und... den Rest muss ich nicht erklären, die Adresse lautet: paweld@pro-linux.de

Audio-CD- ein CD-Typ, der Audiodaten enthält, also Musik, und sowohl in CD-ROM-Laufwerken als auch in normalen Audio-CD-Abspielern von Stereoanlagen abgespielt werden kann.

CD-DA - "CD Digital Audio" definiert den Standard von Audio-CDs, der im RedBook beschrieben ist. Die Audiodaten werden in Frames mit einer Länge von 1/75 Sekunde abgelegt. Pro Sekunde werden 44.100 Abtastungen des Audio-Signals gespeichert. Jede Abtastung belegt zwei Byte (16 Bit) und es werden zwei Kanäle (links und rechts bei Stereo) abgelegt. Es ergibt sich eine Sektorgröße von 44.100 x 2 x 2 / 75 = 2352 Byte pro Frame, der Größe eines physikalischen Blocks auf einer CD.

RedBook = Audio-CD: eine Definition der CD, die von Philips und Sony entwickelt wurde. Sie enthält nur die physikalischen Eigenschaften einer CD und die Definition der normalen Audio-CD.

YellowBook = CD-ROM (bekannt auch als ECMA-130) - eine Definition der CD, die auch von Philips und Sony entwickelt wurde. Der Standard definiert die Erweiterung der Audio-CD zur Daten-CD (CD-ROM).

WhiteBook = Video-CD: Das ist die Definition des Standards für die Video-CD. Es gibt zwei wichtige Versionen, Version 1.1 und Version 2.0.

BlueBook = CD-Extra: kombiniert technisch einen Daten- und einen oder mehrere Audio-Tracks, die der Mixed Mode CD ähnlich sind, wo alle Audio-Tracks in der ersten Session und der Daten-Track in der zweiten Session gespeichert sind.

GreenBook = CD-i: Standard von Philips und Sony, der das Verschachteln von Dateien erlaubt. Die Spezifikation beschreibt nicht nur das Format, sondern auch das Betriebssystem CD-RTOS, auf dem CD-i aufbaut. Dieses Betriebssystem ist ein Derivat von OS-9. Der CD-i Standard legt Audio- und Video-Datenformate fest. Die CD-i-Abspieler können Audio-CDs, PhotoCDs, CD+G

Tracks - eine CD ist physikalisch in einzelne Tracks unterteilt. Eine Audio-CD enthält einen Track für jedes Stück, auf einer CD-ROM hingegen sind alle Daten in nur einem Track enthalten. Eine Mixed-Mode-CD (Mischung aus CD-ROM und Audio-CD) enthält einen Track mit Daten (als ersten), gefolgt von einem Track pro Musikstück für die Audiodaten.

Sessions - eine Session ist eine physikalische Unterteilung einer CD. Die einzelnen Sessions werden durch ein sogenanntes Lead-In, am physikalischen Anfang, und ein Lead-Out, am physikalischen Ende, markiert.

On-the-Fly - Schreiben einer CD, ohne eine Imagedatei zu erzeugen, also direkt von einer anderen CD.

Track-at-Once - eine Methode des CD-Schreibens, bei der alle Tracks einzeln geschrieben werden. Bei Daten-CDs gibt es keinen Unterschied zwischen "Disk-At-Once" und "Track-At-Once".

Disc-at-Once - ist eine Methode des CD-Schreibens. Bei dieser Methode werden alle Blöcke einer CD-R, und auch die Zwischenräume zwischen den Tracks, von der Software geschrieben. Dies wird besonders beim Brennen von Audio-CDs wichtig.

ISO 9660 - ist ein international standardisiertes Dateisystem, das das Lesen einer CD auf verschiedenen Systemen ermöglicht, wie z.B. MS-DOS, Apple MacOS sowie UNIX-Systemen und anderen. Dieser Standard ist auch als ECMA-119 bekannt. Da der Standard mit allen Systemen zusammenarbeiten soll, muss er alle Einschränkungen der einzelnen Systeme enthalten.

Joliet - Da der ISO 9660-Standard sehr viele Einschränkungen hat, haben Microsoft und Apple ihre eigenen Erweiterungen für den Standard entwickelt. Die Vorteile dieser Erweiterungen können natürlich nur für die MS- und Apple-Produkte genutzt werden. Dieser Standard erlaubt Dateinamen mit einer Länge von 64 Zeichen in Unicode. Jede CD im Joliet-Format enthält zwei Dateisysteme: ein echtes ISO 9660-Dateisystem, um die Kompatibilität zu anderen Systemen zu gewährleisten, und ein Joliet-Dateisystem.

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