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So, 3. November 2002, 00:00

TuxRacer

Vorwort

Welche Strecke darf es denn sein?

demon

Welche Strecke darf es denn sein?

Es herrscht die weitläufige Meinung, dass Spiele und Linux nicht richtig zueinander passen. Es gibt nur wenige Spiele unter Linux, und diese haben höchstens den Stand der Technik eines Atari2600. Als Linux-Benutzer wird man höchstens mit seinem Apache etwas spielen können, anspruchsvolle und vor allem grafisch exzellente Games wird man unter Linux vergebens suchen. Dass dem nicht so ist, wurde schon oft widerlegt. Ein weiteres Beispiel für qualitativ hochwertige und optisch ansprechende Spiele liefert TuxRacer. Als Tux, der Pinguin, rast der Spieler einen Abhang hinunter und sammelt Punkte in Form von Heringen. Das, was im realen Leben in Ihrem Auto höchstens mit einem Führerscheinentzug und vielen Bonus-Punkten in Flensburg belohnt wird, stellt sich bei TuxRacer als ein witziges und vor allem interessantes Spiel heraus. Ganz ohne Gewalt und mit einem Prädikat »besonders für Kinder und solche, die es sein möchten« versehen, liefert Sunspire Studios ein Spiel der grafischen Extraklasse unter Linux ab. Wer also auf der Suche nach ein wenig Zerstreuung ist, sollte sich das Spiel auf jeden Fall ansehen.

An dieser Stelle besprechen wir Version 0.61 von TuxRacer, die unter der GPL veröffentlicht wurde. Sie ist von Sourceforge zu beziehen. Seit Version 1.0 ist TuxRacer ein kommerzielles Spiel. Der Preis von (letzter Stand) 14,99 USD sollte angesichts der gebotenen Qualität niemanden vom Kauf abhalten. Auf Basis von TuxRacer 0.61 haben einige Entwickler begonnen, ein neues Spiel namens OpenRacer zu entwickeln. Dieses wird jedoch in eine etwas andere Richtung als TuxRacer gehen und noch einige Zeit bis zu einer spielbaren Version benötigen.

Installation

Wie es sich für eine Open-Source-Applikation gehört, stellt das Autoren-Team das Programm im Sourcecode auf ihren Servern allen Interessenten zum Download bereit. Neben der eigentlichen Applikation finden alle TuxRacer-Willigen auch ein Daten-Paket, das alle benötigten Texturen und Sounddateien beheimatet. Die Übersetzung der Applikation verläuft ohne nennenswerte Probleme und sollte auf jedem Rechner durchgeführt werden können. Neben dem schon obligatorischen ./configure-Befehl muss der Anwender nur noch den Kompiliervorgang mit make starten und mit make install die Applikation installieren. Es sollte allerdings erwähnt werden, dass TuxRacer eine 3D-Grafikkarte, OpenGL (z.B. MESA >= 3.2) und Tcl Version 8.0 oder höher benötigt. Ohne diese Voraussetzungen erfüllt zu haben, werden Sie nicht in der Lage sein, TuxRacer zu spielen.

Wer nur wenig Lust verspürt, die Kompilierung selber durchzuführen, dem bietet das Autorenteam bereits kompilierte Pakete für diverse Distributionen zum Download an. Bevor Sie sich aber auf den Weg machen, die Applikation herunterzuladen, sollten Sie einen Blick auf Ihre Distribution werfen. Viele der Distributoren packten bereits auf ihre CDs fertige Pakete des Spiels, so dass Sie, sofern Sie im Besitz einer aktuellen Distribution sind, den Download ruhig sparen dürfen und Ihr hart verdientes Geld anderweitig investieren können.

Start the engines!

Gleich geht es los...

demon

Gleich geht es los...

Was kann mehr Spaß machen, als die Piste hinunter zu rasen und alle Geschwindigkeitsrekorde zu brechen? Die Piste hinunter zu rasen, alle Geschwindigkeitsrekorde zu brechen und Heringe zu sammeln - dachte sich das beliebte Linux-Maskottchen »Tux« und schlüpft in die Rolle unseres Helden. Mit vier Versuchen »bewaffnet«, versucht Tux, der auf dem Bauch den Abhang hinuntergleitet, der Zeit zu trotzen und eine vorgeschriebene Anzahl an Heringen zu sammeln. Unterstützt wird es dabei durch Sie, indem Sie nicht nur die Bewegungen unseres Tierchens steuern, sondern auch gekonnt den auftretenden Hindernissen ausweichen und die Geschwindigkeit regeln.

Was sich auf den ersten Blick sehr leicht und langweilig anhört, stellt sich im Laufe des Spiels als sehr spannend und vor allem anspruchsvoll dar. Die Anzahl der »Leben«, die Ihnen zur Verfügung gestellt wird, erscheint am Anfang des Spiels selbstverständlich als zu gering. Nicht selten werden Sie bereits in der ersten Runde das gesamte Kontingent verbraucht haben und voller Willensstärke ein neues Spiel beginnen.

Die Möglichkeiten

Wie schon erwähnt, besteht das Ziel darin, in kürzester Zeit die »Finish«-Marke zu erreichen und dabei so viele Heringe wie nur möglich einzusammeln. Nachdem Sie das Spiel gestartet haben, erblicken Sie ein Auswahlmenü, aus dem Sie zwei verschiedene Rennmöglichkeiten auswählen dürfen: Training und Wettkampf. Während Sie im Training Ihre Fähigkeiten unter verschiedensten Bedingungen wie Nachtfahrt, Wind oder Schneefall erproben dürfen, gibt Ihnen das Menü »Enter an event« die Möglichkeit, in einem Wettkampf teil zu nehmen. Erreicht der Spieler die an ihn gestellten Anforderungen (Anzahl der Heringe und die Zeit), so darf er die nächste Rennstrecke betreten.

Scheitert er dagegen, so wird ihm eines der insgesamt vier »Tux-Leben« abgezogen. Spätestens nach dem vierten Scheitern ist Schluß mit der lustigen Rutschpartie - das Spiel muss neu angefangen werden. Besonders schön anzusehen sind die kleinen Details des Spiels. Muss der Spieler eine Strecke neu absolvieren, weil er die Anforderungen nicht erfüllt hat, so sieht er auf dem Schnee die Spuren seines letzten Rennens. Dies hilft in vielen Fällen, Fehler zu eliminieren, die zum Scheitern geführt haben. Ferner bietet das Spiel eine gute Soundunterstützung, die je nach Aktion variiert. Fährt der Spieler im tiefen Schnee, so hört er ein anderes Geräusch als z.B. auf einem steinigen Untergrund (autsch!) oder Eis (weniger Autsch!).

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