Zurück zu Pro-Linux   Foren-Übersicht   FAQ     Suchen    Mitgliederliste
 Registrieren
    Profil      Private Nachrichten   Login
Linux auf Stick - Installationsprobleme
Gehen Sie zu Seite 1, 2  Weiter
 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    Pro-Linux Foren-Übersicht -> Sonstiges
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Phoenix



Anmeldungsdatum: 12.10.2008
Beiträge: 583
Wohnort: HSK

BeitragVerfasst am: 27. Mai 2011 18:15   Titel: Linux auf Stick - Installationsprobleme Antworten mit Zitat

Linux auf Stick - Installationsprobleme

Gruß in die Runde,

versuchsweise soll ein aktuelles Linux so auf einen USB- Stick gebracht werden, daß es wie eine Festplatteninstallation nutzbar ist. Allerdings hat nicht jede Distri ein persistentes ISO für Stick, sodaß alternativ eine Festinstallation gemacht werden sollte.

Bei einer Installation trat leider ein Fehler auf, weil der Bootlader in den MBR installiert werden sollte; nach Vorauswahl des Mediums (z.B. sdb1) bin ich davon ausgegangen, daß jetzt der MBR des Sticks (bzw. der Bereich, der dazu dienen könnte) angesprochen war. Aber: eine Parallelinstallation von Live- DVD auf einen angeschlossenen Stick im Sinne einer Festplatte ist den Systemen leider unbekannt... Ich hätte wohl die Installation des Bootladers in in die Rootpartition des Sticks nehmen sollen.

Egal, plötzlich gab es ein großes Durcheinander; der Grub des Hauptsystems (Legacy) war mitbeteiligt, weil der neue Bootlader des Sticksystems (GRUB 2) stage 1 (?) in den MBR der Hauptplatte installiert wurde. Nur mit großen Schwierigkeiten war das Hauptsystem noch zu booten. Als das nicht startbare Linux auf dem Stick noch gelöscht wurde, war alles vorbei. Es kam immer nur eine Grub- Meldung:

Zitat:
Grub loading
Welcome to GRUB!
_ (Prompt)


und dann nichts mehr. Da ich annehmen mußte, daß außer GRUB auch der MBR beteiligt war, habe ich eine Systemaktualisierung mit der Installations- DVD durchgeführt. Die Infos, die ich zur Grub- Reparatur fand, waren nicht auf meine Situation ausgelegt.

Das neu installierte Stick- Linux ZevenOS Neptune hat wahrscheinlich einen falsch konfigurierten GRUB 2 mitbekommen, weil beim Startversuch folgende Meldung erscheint:

Zitat:
Grub loading
Welcome to GRUB!

error: symbol not found: 'grub_env_export'.
Entering rescue mode...
grub rescue> _


und danach sind keinerlei Reaktionen mehr erkennbar. Kann ich den GRUB 2 noch reanimieren, oder muß ich die Installation neu machen auf dem Stick? Vom Hauptsystem aus kann ich aber auf das Sticksystem, auch im Rootmodus, zugreifen. Gibt es da Möglichkeiten, von hier aus den Grub neu aufzubauen?

Schade, z.B. beim Mandriva war früher die Möglichkeit gegeben, beim Installationsverlauf den Bootlader auszuwählen und auch die Geräte/ Partitionen anzugeben, die er "einbauen" soll; mit dem Grub 2 ist alles "idiotensicher", aber nur für Experten noch konfigurierbar...

Kann hier jemand helfen?

Nette Grüße

Phoenix
_________________
Für kein Tier tut man so viel wie für die Katz!

3 BS aktuell
openSUSE 13.1-64 KDE auf Hauptplatte
Mageia 4-64 KDE auf USB- Platte
openSUSE 13.1-64 KDE auf USB- Platte mit Starter BodhiLinux 1.4.0
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Janka



Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 3494

BeitragVerfasst am: 27. Mai 2011 19:57   Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenn es nur mit GRUBv1: Das Sticksystem mounten. Dann da hinein chrooten. *In dem chroot* die Datei /etc/grub.conf einstellen:
Code:

setup --stage2=/boot/grub/stage2 --force-lba (hd0) (hd0,0)
quit

Das ist dann "hd0" und die erste Partition auf "hd0". Was als hd0 angesehen wird, muss *in dem choot* unter /boot/grub/device.map eingetragen werden. Damit das Device erstmal überhaupt da ist, muss man es mit mknod in /dev *im chroot* anlegen. Dann noch *im chroot* sysfs nach /sys mounten und schon kann man mit einem "grub-install" den Bootlader neu auf den Stick schreiben.

Janka
_________________
Ich vertonne Spam immer in /dev/dsp statt /dev/null.
Ich mag die Schreie.
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Phoenix



Anmeldungsdatum: 12.10.2008
Beiträge: 583
Wohnort: HSK

BeitragVerfasst am: 28. Mai 2011 17:31   Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Janka,

danke für Deine Hinweise. Chroot habe ich leider noch nie genutzt, es gab eine lange Recherche. Problem bei der Installation ist aber, daß das Grub 2 ist; da gibt es oft keine vom Grub 1 bekannten Einstelldateien mehr. Die heißen anders und liegen teilweise woanders.

Allerdings habe ich schon einige Infos zu Grub 2; da muß ich mal sehen, was ich wo anpassen muß. Die Grundinstallation des Grub 2 ist auf dem Stick vorhanden, nur hat eine Konfigdatei einen Fehler. Vielleicht probiere ich aber auch eine Neuinstallation auf dem Stick, wobei ich vorab eine Partitionierung durchführe.

"sysfs nach /sys mounten"- heißt das, in die Konsole *im chroot* mount /sysfs /sys eintippen und Enter? Oder muß ich mehr dazu studieren?

Nette Grüße zum Wochenende

Phoenix
_________________
Für kein Tier tut man so viel wie für die Katz!

3 BS aktuell
openSUSE 13.1-64 KDE auf Hauptplatte
Mageia 4-64 KDE auf USB- Platte
openSUSE 13.1-64 KDE auf USB- Platte mit Starter BodhiLinux 1.4.0
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

logout



Anmeldungsdatum: 29.01.2011
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 29. Mai 2011 6:25   Titel: Antworten mit Zitat

@ Phoenix,
bei grub2 gibt es eine Datei 40_custom.
Dort kannst du eigene Einstellungen vornehmen.
So habe ich es seinerzeit geschafft, dass grub2 FreeBSD bootet.
40_custom findest du in /etc/grub.d
Gruß
_________________
Hmm,wo ist eigentlich die Any-Key Taste?
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Phoenix



Anmeldungsdatum: 12.10.2008
Beiträge: 583
Wohnort: HSK

BeitragVerfasst am: 29. Mai 2011 17:53   Titel: Antworten mit Zitat

Hallo logout,

die 40_custom habe ich mir auf dem Sticksystem ZevenOS Neptune wohl angesehen; allein, da stand noch nicht viel drin. Ich hab im Augenblick überhaupt keine Vorstellung, was ich dort eingeben könnte.

Aber: die Sucharbeit nach Tipps und Infos ist abartig; die eigentliche Arbeit ist dann eher eine Kleinigkeit.

Ich hab jetzt einige Änderungen und Ergänzungen in verschiedenen Dateien dort gemacht per Root- Krusader vom openSUSE aus. Kopfschütteln ist erlaubt, ich sehe das aber nicht...Embarassed

Jetzt müßte ich nur mit chroot in das System einsteigen und ein update-grub2 machen. Wahrscheinlich kommt das heute abend... Ich muß eben unbedingt vermeiden, daß mir mein Hauptsystem irgendwie behelligt wird. Mal schauen, was und wie ich da hinbekomme.

Übrigens war bei Arch- Linux ein ziemlich kurzer, aber guter Einstieg in chroot zu finden; Ubuntu war relativ kompliziert, bei Wikipedia wäre ich etwas vorsichtig.

Ich melde mich viel später...

Nette Grüße

Phoenix
_________________
Für kein Tier tut man so viel wie für die Katz!

3 BS aktuell
openSUSE 13.1-64 KDE auf Hauptplatte
Mageia 4-64 KDE auf USB- Platte
openSUSE 13.1-64 KDE auf USB- Platte mit Starter BodhiLinux 1.4.0
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

logout



Anmeldungsdatum: 29.01.2011
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 29. Mai 2011 19:24   Titel: Antworten mit Zitat

Das auf der 40_custom nicht viel zu sehen ist, ist eigentlich logisch, wenn du dort noch nichts eingetragen hast.
Du kannst dort z.B.
Code:
menuentry "openSUSE" {
        set root='(hd0,4)'
        chainloader +1
}

eintragen. Natürlich angepasst auf deine Bedürfnisse. Wobei die 4 bei "hd0,4" die Partition meint auf der das System installiert ist.
Vorher würde ich aber probieren, nachdem grub installiert ist, ob er nicht durch
Code:
update-grub

die anderen Systeme schon findet.
Btw, im Aptosid-Handbuch ist ziemlich gut erklärt wie man mit der Live-CD "chrooten" kann!
Gruß logout
_________________
Hmm,wo ist eigentlich die Any-Key Taste?
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Phoenix



Anmeldungsdatum: 12.10.2008
Beiträge: 583
Wohnort: HSK

BeitragVerfasst am: 30. Mai 2011 19:41   Titel: Antworten mit Zitat

logout hat folgendes geschrieben::
Das auf der 40_custom nicht viel zu sehen ist, ist eigentlich logisch, wenn du dort noch nichts eingetragen hast.
Du kannst dort z.B.
Code:
menuentry "openSUSE" {
        set root='(hd0,4)'
        chainloader +1
}

eintragen. Natürlich angepasst auf deine Bedürfnisse. Wobei die 4 bei "hd0,4" die Partition meint auf der das System installiert ist.
Vorher würde ich aber probieren, nachdem grub installiert ist, ob er nicht durch
Code:
update-grub

die anderen Systeme schon findet.
Btw, im Aptosid-Handbuch ist ziemlich gut erklärt wie man mit der Live-CD "chrooten" kann!
Gruß logout


Hallo logout,

aptosid- Dokumentationen lese ich zwar nur noch selten an der Quelle nach, habe aber die gesamte Sammlung aus der Zeit noch vorrätig; eine Beschreibung daraus habe ich teilweise genutzt zum Aufbau meiner 1- Seiten- Beschreibung zu chroot und Grub2- Reparatur, wenn ich das ganze vom Livesystem statt vom openSUSE aus mache.

Zur 40_custom hab ich noch nichts gescheites an Tipps gefunden, nur eben das hochintelligente: "sie können.... eigene Eintragungen machen".

Dank Deines Tipps weiß ich jetzt wenigstens, wie sie aufgebaut werden könnten. Zugegebenermaßen habe ich da auch nicht weiterstudiert, weil mir ein gänzlich anderer Tipp dazwischenkam.

Das Studium der Änderungen, die ich im Sticksystem schon ohne chroot machen kann von außen aus, habe ich folgendes gefunden:
Code:
/media/f6623f05-f350-48b7-ab90-f1494912e3f6/etc/fstab
# /etc/fstab: static file system information.
#
# <file system> <mount point>   <type>  <options>       <dump>  <pass>
proc            /proc           proc    defaults        0       0
sys             /sys            sysfs   defaults        0       0

/dev/sdb1   /      ext2 defaults,errors=remount-ro 0       1

/dev/sda1 none swap sw 0 0
{8 x gleiche Zeile wiederholt}

/dev/sr1 /media/cdrom0 udf,iso9660 ro,user,noauto 0 0
/dev/sr0 /media/cdrom0 udf,iso9660 ro,user,noauto 0 0


/dev/sdb1 / ext2 defaults,errors=remount-ro 0 1 machte mich stutzig; Zu der errors- Ausgabe habe ich einiges im Netz gefunden, aber die 0 hinter ro ist seltsam. Wenn der Stick als sdb gemountet ist, müße dann am Ende nicht ...ro 1 1 stehen?

Ja und swap- den habe ich beim Installieren nicht angegeben. Ich werde mich allmählich durch das Thema fressen. Klar, das einfachste wäre eine Neuinstallation mit gescheiter Partitionierung; aber ich möchte gern wissen, ob ich das auch mit den schon erläuterten Methoden hinbekomme. Das einfach für die Zukunft, wenn das bei anderen Sticksystemen wieder auftreten sollte.

Zur Grubreparatur habe ich noch die Zeilen
Zitat:
apt-get install --reinstall grub-pc
update-grub2

gefunden.

Zitat:
/media/f6623f05-f350-48b7-ab90-f1494912e3f6/boot/grub/device.map
(hd0) /dev/disk/by-id/ata-SAMSUNG_HD502IJ_S13TJDWQ350137 ist gelöscht
(hd1) /dev/disk/by-id/usb-USB_2.0_Flash_Disk_18105600AABA8B05-0:0

und Bearbeiten von
Zitat:
GRUB_DISABLE_OS_PROBER=true ergänzt in der /etc/default/grub

Damit wird verhindert, daß Grub bei einem Update bzw. Upgrade die sda wieder neu erkennt.

Ich werde erst probieren, ob ich den Grub2 wieder hinbekomme.

Schönen Abend noch

Phoenix
_________________
Für kein Tier tut man so viel wie für die Katz!

3 BS aktuell
openSUSE 13.1-64 KDE auf Hauptplatte
Mageia 4-64 KDE auf USB- Platte
openSUSE 13.1-64 KDE auf USB- Platte mit Starter BodhiLinux 1.4.0
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

logout



Anmeldungsdatum: 29.01.2011
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 31. Mai 2011 11:05   Titel: Antworten mit Zitat

Bin mir zwar nicht sicher, aber ich denke es müßte eher ro 0 0 dort stehen.
Zu der 40_custom findest du auch nicht so viel mehr.
Die ist nunmal für deine Einträge, darum "custom"
Das, was du dort einträgst zeigt dir Grub beim booten an.
Wenn du die richtige Partition angegeben hast bootet er dann auch dieselbe beim Anklicken.
Bei meinem Beispiel würde dir Grub "openSUSE" anzeigen, und wenn du darauf klickst landest du auf der ersten Festplatte in der 5. Partition.
Die zählen immer 0,1,2,3.
D.h. 0=1.Partition, 1=2.Partition etc...
_________________
Hmm,wo ist eigentlich die Any-Key Taste?
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Phoenix



Anmeldungsdatum: 12.10.2008
Beiträge: 583
Wohnort: HSK

BeitragVerfasst am: 31. Mai 2011 17:30   Titel: Antworten mit Zitat

logout hat folgendes geschrieben::
Bin mir zwar nicht sicher, aber ich denke es müßte eher ro 0 0 dort stehen.
Zu der 40_custom findest du auch nicht so viel mehr.
Die ist nunmal für deine Einträge, darum "custom"
Das, was du dort einträgst zeigt dir Grub beim booten an.
Wenn du die richtige Partition angegeben hast bootet er dann auch dieselbe beim Anklicken.
Bei meinem Beispiel würde dir Grub "openSUSE" anzeigen, und wenn du darauf klickst landest du auf der ersten Festplatte in der 5. Partition.
Die zählen immer 0,1,2,3.
D.h. 0=1.Partition, 1=2.Partition etc...


Hallo logout,

Grub2 hat leider eine andere Notation bekommen als Grub1; ohne erläuternde Quelle leider unverständlich. Aber darauf will ich jetzt nicht hinaus; aber ich danke Dir für Deine Erläuterung zur 40_custom. Im Moment hab ich noch keine Vorstellung, ob ich das für meine defekte Stickinstallation überhaupt noch probiere.

Jedenfalls hab ich den Ablauf der Grubreparatur mit chroot gestern mal probiert; leider ergebnislos.
Kleine Feinheiten:
Code:
mkdir /mnt/neptune-chroot      "neptune-chroot" ist willkürliche Benennung
mount /dev/sdb1 /mnt/neptune-chroot   ?? >> /dev/sdb1 ist unauffindbar! >>
mount /dev/disk/by-id/usb-USB_2.0_Flash_Disk_18105600AABA8B05-0:0-part1 /mnt/neptune-chroot

zeigte dann keine Fehler an.
In der fstab habe ich versucht:
Zitat:
/dev/sdb1 / ext2 defaults,errors=continue 0 1 (abgeändert!


Die Ziffern am Ende werden hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Fstab erklärt; ich sehe da keinen Änderungsbedarf.

Ja, und zuletzt habe ich noch bei der Startmeldung
Zitat:
Grub loading
Welcome to GRUB!

error: symbol not found: 'grub_env_export'.
Entering rescue mode...
grub rescue> tune2fs
Unknown command 'tune2fs'
grub rescue> boot
Error: no loaded kernel
grub rescue> _


durchgespielt; no loaded kernel kann ich jetzt nicht einordnen- klar, kein geladener Kernel vorhanden, aber weshalb?

Das ganze ziehe ich soweit noch durch, bis ich eventuell abstellbare Fehler entdeckt habe. Sonst sehe ich aber, daß das System nicht so einfach rettbar ist. Neuinstallation folgt sicher, vielleicht aber auch mit einem Kanotix Hellfire statt des ZevenOS Neptune. Andererseits weiß ich, daß mit aktuellstem Kernel die Grafikfehler bei NVidia im aptosid wieder behebbar sind.Wink

Ich danke vielmals für Deine Hinweise. Mir dient der Thread auf jeden Fall als Quelle für Versuche, wenn mal wieder ein Sticksystem nicht will.

Nette Grüße

Phoenix
_________________
Für kein Tier tut man so viel wie für die Katz!

3 BS aktuell
openSUSE 13.1-64 KDE auf Hauptplatte
Mageia 4-64 KDE auf USB- Platte
openSUSE 13.1-64 KDE auf USB- Platte mit Starter BodhiLinux 1.4.0
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Phoenix



Anmeldungsdatum: 12.10.2008
Beiträge: 583
Wohnort: HSK

BeitragVerfasst am: 15. Jun 2011 23:45   Titel: Versuch und Irrtum... Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

nach langer Zeit mit vielen Versuchen melde ich mich abschließend zum Thema noch einmal.

So weit wollte ich das eigentlich einstellen...

Zitat:
Linux auf Stick

Versuche zur Festinstallation eines Linuxsystems (kein Live- Iso!) fanden statt mit ZevenOS- Neptune, Kanotix Hellfire, openSUSE 11.4, Linux Mint LMDE XFCE, alle waren nicht zum Booten zu bewegen. (Also sowohl Grub1 als auch Grub2.) Fehlermeldung beim Booten: grub rescue>_ = Rettungs-Modus, "GRUB kann die Module, die zur Ausführung des normalen Menü-Modus notwendig sind nicht lesen".

Idealerweise soll der Stick seinen Bootmanager nur für sich haben, das Hauptsystem soll daraus ferngehalten werden (Booten mit Bootlader des BIOS, dann Übergabe an den Bootmanager des Sticks). Das klappt u.a. mit dem Sidux Seminarix einwandfrei.

Möglich ist, daß der MBR des Sticks entfernt ist, aber auch das Fehlen des Bootflags ist möglich. Angeblich braucht Linux beides nicht... Der Stick wurde ziemlich zu Anfang umpartitioniert und mehrfach auf den beiden Hauptpartitionen formatiert, mal ext2, mal ext4. Und Grub wurde mal in den MBR des Sticks, mal in / geschrieben. Mit beiden Möglichkeiten soll Linux angeblich auch klarkommen...

Zum Stick
bezeichnet als Hama 00055617 | 8 GB | V282516
den Typ gibt's weitere 2x, auf einem läuft ein Sidux Seminarix als Festinstallation, ein zweiter hat ein Live- Iso Toorox KDE 32 bit installiert und läuft damit auch.


Doch bei der Recherche heute kam dies:

Zitat:
http://ht4u.net/news/1147_hersteller_hama_ordert_fehlerhafte_usb-sticks_zurueck/

Allerdings habe ich den Stick max. 2,5 Jahre; die Charge paßt zu 100%. Evil or Very Mad

Ist es möglich, das Ding mit Linuxwerkzeugen zu testen? Speichern läßt sich darauf, auslesen auch. Dies: http://www.heise.de/software/download/h2testw/50539 paßt nur für Redmond...

Tut mir leid, daß ich euch so lange damit behelligt habe

Nette Grüße

Phoenix
_________________
Für kein Tier tut man so viel wie für die Katz!

3 BS aktuell
openSUSE 13.1-64 KDE auf Hauptplatte
Mageia 4-64 KDE auf USB- Platte
openSUSE 13.1-64 KDE auf USB- Platte mit Starter BodhiLinux 1.4.0
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Janka



Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 3494

BeitragVerfasst am: 16. Jun 2011 9:32   Titel: Antworten mit Zitat

Probier es einfach mit einem anderen Stick aus. Wenn es dann sofort geht, den ersten Stick wegwerfen. Ist einfacher als irgendwelches Testwerkzeug zu basteln.

Janka
_________________
Ich vertonne Spam immer in /dev/dsp statt /dev/null.
Ich mag die Schreie.
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

komsomolze



Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 426

BeitragVerfasst am: 16. Jun 2011 14:25   Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
... bei der Recherche heute kam dies:
http://ht4u.net/news/1147_hersteller_hama_ordert_fehlerhafte_usb-sticks_zurueck/
Nicht fehlerhaft, sondern gefaked / gefälscht
Das ist auch mal dem heise-Verlag passiert.




Zitat:
Ist es möglich, das Ding mit Linuxwerkzeugen zu testen?
Zitat:
Ist einfacher als irgendwelches Testwerkzeug zu basteln.
'dd'
Den Stick in Gänze auslesen,
um die (von der firmware gefakte) Größe zu bekommen.
Die sollte mit der Angabe 'fdisk -l' ja übereinstimmen.

Ein gleich-großes oder geringfügig kleineres Image mit RANDOM-Data erstellen.
Dieses auf den Stick schreiben. (Fehler dabei?)
Dann den Stick wieder auslesen und die Check-Summe vergleichen.

Das Auslesen kann stückweise geschehen, zBsp. 10MB oder 100MB,
um sich ein Bild zu machen, in der Art:
Code:
#!/bin/bash
#for (( z=1 ; z<21 ; z=z+1 )) ; do echo $z; done

FILE=random-data

SIZE=$(ls -lk "$FILE" | awk '{print $5}');     # Groesse in 1kB
SIZE=$(( "$SIZE" / 1024 / 100 ))        # (Annaehernde) Groesse in 100MB
echo SIZE "$SIZE"

#readlink stick || ln -s /dev/stick stick    # Um ohne Slash auf den Stick zuzugreifen
#FILE=stick

for (( z=0 ; z<$SIZE ; z=z+1 )) ; do
    echo Block $z   $( dd if="$FILE" bs=100M count=1 skip=$z 2>/dev/null | sha1sum )
done | tee -a "$FILE".log
Dann random-data.log und stick.log vergleichen.
Falls keine Übereinstimmungen vorliegen, dürfte der Stick mehrfach "überrundet" worden sein.
Die Größe der random-data-Datei GB-weise verkleinern.
(Wird hoffentlich zumindest ein 1-2GB-Stick bei herauskommen.)

Passender ist vielleicht,
mit einer 1GB großen random-data-Datei anzufangen,
und diese GB-weise zu vergrößern.



Wenn dann die wahre Größe vorliegt,
kann die Funktionsfähigkeit mit 'badblocks -svw ...' getestet werden,
auf einer passend angelegten Partition.
Den Stick entsprechend kennzeichnen.
_________________
mfg komsomolze
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Phoenix



Anmeldungsdatum: 12.10.2008
Beiträge: 583
Wohnort: HSK

BeitragVerfasst am: 17. Jun 2011 18:01   Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Probier es einfach mit einem anderen Stick aus. Wenn es dann sofort geht, den ersten Stick wegwerfen. Ist einfacher als irgendwelches Testwerkzeug zu basteln.


Hallo Janka,

ökonomisch hast Du natürlich recht. Aber Du weißt ja, das ich gerne 'rumbastle und suche. Für mich war bei der Aktion wichtig, Fehlerquellen zu finden und zu ermitteln, ob ich mal wieder nicht aufgepaßt habe. Immerhin bietet mir der Lieferant an, den Stick zu testen und bei Fehlern auszutauschen.

Hallo komsomolze,

das Drumherumherum Deiner Antwort war mir weitgehend unbekannt.

Der Stick könnte gefälscht sein; aber andere Quellen im Netz ergaben, daß er auch fehlerhaft sein könnte, weil gewisse Komponenten billiger Ersatz sein könnten. Aber komm erstmal darauf...

RANDOM-Data war mir unbekannt. Die Suche war langwierig, weil fast ausschließlich englische Infos kamen. Eine verständliche deutschsprachige Anleitung dafür habe ich noch nicht gefunden. Aber: das gibt es in den openSUSE- Quellen, und auf meinem System scheint das Werkzeug bereits integriert zu sein. Auch ein Manual habe ich im System gefunden.

Wenn ich alles richtig verstanden habe, kann ich damit eine Datei erzeugen, die mit Zufallswerten gefüllt ist und so groß erstellt werden kann, wie man vorgibt.

'badblocks -svw ...' kenn' ich auch nicht genau, eine Recherche brachte schon Klarheit.

Im Moment bin ich nicht sicher, ob ich das jetzt durchführe, weil ich ja auch die Tauschmöglichkeit habe; wenn ich alles richtig durchblicke, müßte ich mit den Werkzeugen aber auch eine "richtige" Festplatte testen können, wenn die mal bockt... Und ja, Datenverlust droht auf dem Stick nicht.

Vielen Dank für die Tipps

Phoenix
_________________
Für kein Tier tut man so viel wie für die Katz!

3 BS aktuell
openSUSE 13.1-64 KDE auf Hauptplatte
Mageia 4-64 KDE auf USB- Platte
openSUSE 13.1-64 KDE auf USB- Platte mit Starter BodhiLinux 1.4.0
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

komsomolze



Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 426

BeitragVerfasst am: 18. Jun 2011 13:41   Titel: Antworten mit Zitat

/dev/random / /dev/urandom sind auf jedem Linux.
/dev/random erzeugt jedoch nur ~ einige MB/s, random ist noch langsamer oder stockt ganz.

Schneller ginge das Herstellen individueller 100M-Blöcke mittels
Code:

...
for (( z=0 ; z<$SIZE ; z=z+1 )) ; do
...
    qemu-img create -f raw $z.raw 100M
    echo $z  |  dd conv=notrunc of=$z.raw
...

cat *.raw > /dev/stick

Das benutzt zudem dank sparse kaum Festplattenplatz,
Auslesen geht viel schneller:
Code:
$ qemu-img create -f raw 01.raw 1000M
Formatting '01.raw', fmt=raw size=1048576000

$ ll -h 01.raw
-rw-r--r-- 1 user user 1000M 18. Jun 14:37 01.raw

$ du -sm 01.raw
0       01.raw

$ dd if=01.raw bs=1M of=/dev/null
1000+0 Datensätze ein
1000+0 Datensätze aus
1048576000 Bytes (1,0 GB) kopiert, 0,837375 s, 1,3 GB/s

$ dd if=01.raw bs=1M | md5sum -
1000+0 Datensätze ein
1000+0 Datensätze aus
1048576000 Bytes (1,0 GB) kopiert, 3,98771 s, 263 MB/s
e5c834fbdaa6bfd8eac5eb9404eefdd4  -

_________________
mfg komsomolze
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Phoenix



Anmeldungsdatum: 12.10.2008
Beiträge: 583
Wohnort: HSK

BeitragVerfasst am: 11. Jul 2011 22:54   Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich melde mich mal wieder.

Aktueller Stand: den betreffenden Stick habe ich ersetzt bekommen; jetzt sollte ein Toorox KDE darauf installiert werden, und zwar wieder als Festplatten- Vollinstallation. Langer Ablauf, kein Gemcker bei der Installation; Bootversuch- und wieder ging nichts. Sakra...

Inzwischen habe ich einige weitere Testwerkzeuge und -methoden für Sticks gefunden;
Bootflag setzen (die Installation hatte keines);
Zitat:
{su} parted /dev/sdb1 set 1 boot >
Passwort:
linux:~ # parted /dev/sdb1 set 1 boot
New state? [on]/off?
Error: The flag 'boot' is not available for loop disk labels.


Dann dies: https://www.privacy-cd.org/de/anleitungen/upr-auf-usb-stick
UPR? Nee, brauche ich nicht. U3- Sticktyp? Gem. INet bei Hama wurde angegeben, daß der Typ kein U3 ist. In der Ubuntu- Anleitung steckt noch mehr.

Allerdings hatte ich zwischenzeitlich eine Mageia- Installations- DVD erhalten. Und die hatte ich auf einem anderen Stick probiert. Siehe da: Mageia kann das, eine Festplatteninstallation fuktioniert auf Stick, läßt sich updaten, umkonfigurieren, ... eben das, was man von einer Festplatteninstallation erwartet.

Also hab ich, statt dutzende Verfahren auszutesten, auch den Stick mit dem Toorox mit Mageia versehen. Ergebnis: wie zuvor, bootet perfekt. Mageia hat allerdings Grub1 = Legacy.

Fazit aus meiner ganzen Testerei ist: keine Grub2- Distri schaffte es bisher, als Festinstallation auf Stick zu funktionieren. Also kann ich mit meinem Wissen nur davor warnen, mit dem gegenwärtigen Stand von Grub2 an solche Experimente zu gehen. Weiß ein Mitleser mehr dazu? Die persistente Installation von Toorox auf Stick läuft jedoch...

Wäre es zu schaffen, eine Grub2- Installation mit einem Grub1 zu versehen (also im Prinzip den Grub downgraden)?

Nette Grüße

Phoenix
_________________
Für kein Tier tut man so viel wie für die Katz!

3 BS aktuell
openSUSE 13.1-64 KDE auf Hauptplatte
Mageia 4-64 KDE auf USB- Platte
openSUSE 13.1-64 KDE auf USB- Platte mit Starter BodhiLinux 1.4.0
 
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden

Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    Pro-Linux Foren-Übersicht -> Sonstiges Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehen Sie zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehen Sie zu:  

Powered by phpBB © phpBB Group
pro_linux Theme © 2004 by Mandaxy