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Do, 10. Februar 2000, 10:18

DOS/Windows-Partitionen als normaler Benutzer mounten

Jedem, der Windows und Linux im Verbund verwendet, ist es sicherlich schon einmal passiert, dass man als »normaler« Benutzer etwas auf eine DOS/Windows-Partition speichern wollte. Doch es ging nicht: Keine Zugriffsberechtigung.

Von Pawel

Abhilfe schafft hier ein kleiner operativer Eingriff in die Datei /etc/fstab. In dieser Datei wird unter anderem festgelegt, wohin welche Partition gemounten werden soll und wer darauf welchen Zugriff haben darf. Die Änderungen müssen als Root-Benutzer durchgeführt werden, da dieser als einziger Schreibzugriff auf diese Datei hat.

Hier ein Beispieleintrag, der Abhilfe schafft:

/dev/hda1 /mnt/win vfat user,exec,umask=000

Als erstes wird angegeben, welche Partition überhaupt gemountet werden soll. An zweiter Stelle ist der sogenannte Mount-Point angegeben, der bestimmt, wohin die Partition gemountet werden soll. Nun wird noch das Dateisystem angegeben. In diesem Fall vfat, welches FAT32 bezeichnet.

Und nun wird es interessant. Der Eintrag user gibt an, dass jeder »normale« Benutzer (also nicht-root) diese Partition mounten darf. Das exec bedeutet, dass jeder Benutzer auf dieser Partition Programme ausführen darf, was in der Default-Einstellung ebenfalls nicht erlaubt ist. Der letzte Eintrag in der Zeile bewirkt, dass es keine beschränkenden Zugriffsrechte auf die Partition gibt. Jeder hat also Zugriff.

Die Partition kann nun wie folgt in das Dateisystem eingehängt werden:

mount /mnt/win

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