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Di, 4. Februar 2003, 23:25

Kernel compilieren unter Debian

Unter Debian Linux gibt es eine sehr komfortable Möglichkeit, Kernel zu kompilieren, und diese auf verschiedenen Systemen einzusetzen.

Mit folgenden Schritten ist dies leicht möglich:

  1. Man besorgt sich einen Kernel-Quellcode:

    apt-cache pkgnames kernel-source

    Man wählt aus den angezeigten Kernel-Sourcen einen bestimmten aus, und installiert diesen mit apt-get install

  2. Im Verzeichnis /usr/src existiert jetzt eine neue Archiv-Datei mit dem Namen des Kernels. Diesen packt man aus mit

    tar jxvf kernel-source-.tar.bz2

  3. Man besorgt sich jetzt eine alte Kernel-Konfiguration, um die neue Konfiguration abzukürzen. Diese kann man sich entweder aus einem älteren Kernel-Verzeichnis, indem man einfach die Datei ".config" in das neue Kernel-Verzeichnis kopiert, oder wenn man ein Kernel-Image verwendet hat, aus dem Verzeichnis /boot besorgen (config-*). Man wechselt jetzt in das neu entstandene Verzeichnis und installiert eventuell ein paar Patches.

  4. Jetzt wird der Kernel konfiguriert. Liegt eine alte Konfiguration vor, kann mittels "make oldconfig" die alte Konfig auf den neuen Kernel angepasst werden.

  5. mit "make xconfig" kann der letzte Feinschliff am Kernel gemacht werden. (Möglicherweise gibt es hier Probleme mit X11, wenn man nicht als normaler User das Kommando "xhost +local:" eingeben hat.)

  6. Der Kernel wird nun mit folgenden Kommandos kompiliert:

    make-kpkg clean
    make-kpkg kernel_image --revision=mykernel.1
    

    Die Revision kann frei gewählt werden, mehr dazu in der Manpage.

  7. Nun erhält man im darüber liegenden Verzeichnis ein Debian-Paket, welches den Kernel nebst sämtlicher Module enthält. Dies kann mit dpkg -i auf unterschiedlichen Maschinen installiert werden. Darüber hinaus kann über eine Konfig-Datei beeinflusst werden, welche Module in Initrd aufgenommen werden müssen.

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