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Di, 27. September 2011, 15:00

Oyranos - Farben direkt vom Himmel

Farbmanagement war lange Zeit das Stiefkind des Linux-Desktops. Mit colord gibt es zwar ein Projekt auf der Seite des GNOME-Desktops, doch es existieren mittlerweile auch Alternativen. Eine davon ist Oyranos.

Profilauswahl in Oyranos

oyranos.org

Profilauswahl in Oyranos

Mit Farbmanagement (color managment) soll erreicht werden, dass eine Vorlage, die mit einem beliebigen Eingabegerät erfasst wurde, an einem beliebigen Ausgabegerät möglichst ähnlich wiedergegeben wird. Auch unter Linux gibt es verschiedene Systeme, die ein Farbmanegement erlauben. Eine der bekanntesten Anwendungen stellt dabei colord dar. Doch mit dem Oyranos-Projekt entsteht nun eine Alternative.

Oyranos arbeitet nicht wie colord als Daemon im Hintergrund, sondern mit den Rechten des Benutzers. Für Farbverwaltungseinstellungen, Profilsuche und Profilinstallation benötigt die Applikation kein Compiz. Will man allerdings mit einem komplett farbkorigierten Desktop arbeiten, so benötigt man dazu auch den Composition- und Fenstermanager und das Plugin CompICC. Dabei ist Oyranos unabhängig davon, ob man GTK oder Qt als Toolkit benutzt.

Doch das Oyranos-Projekt entwickelt nicht nur ein Color Managment System (CMS) sondern auch verschiedene Werkzeuge zur Verwaltung und Korrektur entsprechender Farbprofile. Das sind im Einzelnen »Kolor-manager«, ein Verwaltungswerkzeug für Farbprofile für den KDE-Desktop, und »ICCExamin«, ein Werkzeug zum Betrachten von Farben und Farbprofilen. Die neueste Entwicklung des Projekts ist eine Datenbank zum Austausch von Farbprofilen, welche im vergangenen Google Summer of Code entstanden ist. Mit deren Hilfe soll es in Zukunft möglich sein, die entsprechenden ICC-Farbprofile für die eigene Hardware einfacher zu finden und zu installieren, egal ob man colord oder Oyranos benutzt. Dieses Projekt wurde Taxi getauft. Bis dieses System allerdings wirklich einsatzfähig ist, muss noch einiges an Arbeit investiert werden. Die derzeitige Oberfläche der Datenbank macht optisch noch nicht viel her und eine Menge an Informationen fehlt. Zudem fehlt noch ein Client zur Abfrage der Datenbank.

Wer das Ganze ausprobieren möchte, findet auf den Seiten des Projektes eine auf openSUSE basierende Live-CD. Das Projekt stellt auch Binärpakete für verschiedene Distributionen bereit. Dabei ist Oyranos abhängig von den Paketen libxml2, libXcm, libXinerama, libXrandr, libXfixes, libXxf86vm und lcms2.

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