Swap lege ich nur noch maximal 512MB an, und das auch nur bei Rechnern die sehr viel Hauptspeicher haben (d.h. 128GB oder mehr). Bei "normalen" Rechnern, wie z.B. bis 4GB Ram nehme ich sogar noch weniger. Ausnahmen gibt es nur bei Servern, von denen ich erwarte dass sie sehr lange laufen und einige ihrer Prozesse länger auslagern können.
Wer Swap im GByte Bereich anlegt sollte sich im klaren darüber sein, dass ein wildlaufender Prozess den Rechner für Tage lahmlegen kann. Eigentlich dient Swap heutzutage nur noch dazu, einen Mangel an Hauptspeicher aufzuzeigen.
Im übrigen stammt die Faustregel Swap = 2 * Ram aus der Zeit bis zu kernel 2.4.9. Mit der VM danach wurde diese Regel komplett überholt und hat bei heutigen Rechnern eher schädliche Wirkung.
Swap ist auch heute noch wichtig. Zu einem ermöglicht es einem auch große tmpfs-Partitionen anzulegen und zum anderen ist es nützlich wenn man Suspend-to-Disk nutzen möchte. Ich habe selbst 10 GB für Swap vorgesehen. Eine schädliche Wirkung konnte ich bislang nicht feststellen.
Auch wenn man mehr als ausreichend viel RAM hat, kann Swap noch Vorteile bringen. Wenn man nicht benötigte Teile auslagert, kann mehr RAM für Caches und Buffer verwendet werden. Die alte Faustregel hat allerdings wirklich keine Bedeutung mehr (und hieß doch auch immer 1,5*RAM??).
Ja. Aber so pauschal stimmt die Aussage auch nicht.
Es gibt natürlich auch ein "genug Ram, so dass Swap nicht benötigt wird". Wenn man Swap aktiviert hat und 0 davon verwendet wird, dann bringt es schlicht auch nichts. ;-) So z.B. auf dem Surf-PC für Zwischendurch mit 8GB Ram.
Da kann dann auch jede jemals geladene Datei im Cache verbleiben, ohne dass sich der Ram jemals füllt...
Insofern gibt es natürlich schon Leute, die keinen Nachteil haben, wenn sie Swap abschalten. Aber es einfach dennoch an zu lassen schadet halt nicht.
Es endet zwar meist böse, wenn der Rechner meint, er wäre schlauer als der Mensch davor. Aber manches weiß der Rechner halt doch irgendwie besser.
(edit: huch, da ist wohl ein Beitrag dazwischen geraten; ich wollte dem davor antworten)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 21. Apr 2012 um 14:28.
Vielleicht schreibt ja jemand einmal einen sinnvollen Artikel über das Thema. Bei Festplatten von meist 2TB sind aber Swappartitionen von 1 bis 2 GB nun wirklich keine "Verschwendung".
Klar, lass mal einen Prozess wild laufen. Den Rechner kannst Du bei sehr viel Swap dann weder ordentlich herunterfahren noch sonst irgendetwas sinnvolles damit machen. Reset oder Power Schalter sind dann die einzigen verbleibenden Alternativen. Bei wenig Swap sieht das ganz anders aus, da dann der Oom Killer oftmals den richtigen Prozess in halbwegs vernünftiger Zeit killt.
Ja und? Ich kaufe mir auch keinen Sportwagen, weil ich Angst habe, dass ich irgendwann mal zu feste auf's Gas drücke und dann abhebe.
Ne mal im Ernst, dann sollte man einfach nicht zulassen, das irgendwelche Prozesse sich so viel nicht vorhandenen RAM unter den Nagel reißen können. Ähnliche Maßnahmen helfen auch gegen Fork-Bomben, die wohl aus der Mode gekommen sind. Einfach mal in die Datei /etc/security/limits.conf, oder wo auch immer sie liegen mag, schauen.
Swap lege ich nur noch maximal 512MB an, und das auch nur bei Rechnern die sehr viel Hauptspeicher haben (d.h. 128GB oder mehr). Bei "normalen" Rechnern, wie z.B. bis 4GB Ram nehme ich sogar noch weniger. Ausnahmen gibt es nur bei Servern, von denen ich erwarte dass sie sehr lange laufen und einige ihrer Prozesse länger auslagern können.
Wer Swap im GByte Bereich anlegt sollte sich im klaren darüber sein, dass ein wildlaufender Prozess den Rechner für Tage lahmlegen kann. Eigentlich dient Swap heutzutage nur noch dazu, einen Mangel an Hauptspeicher aufzuzeigen.
Im übrigen stammt die Faustregel Swap = 2 * Ram aus der Zeit bis zu kernel 2.4.9. Mit der VM danach wurde diese Regel komplett überholt und hat bei heutigen Rechnern eher schädliche Wirkung.
Also brauch ich mit 8 GB RAM kein Swap mehr?
Ich kann mir kein Szenario vorstellen wo ich mehr als 8 GB RAM benötige.
Für Suspend2Disk brauchst du so viel swap wie du Ram hast.
Swap ist auch heute noch wichtig. Zu einem ermöglicht es einem auch große tmpfs-Partitionen anzulegen und zum anderen ist es nützlich wenn man Suspend-to-Disk nutzen möchte. Ich habe selbst 10 GB für Swap vorgesehen. Eine schädliche Wirkung konnte ich bislang nicht feststellen.
Auch wenn man mehr als ausreichend viel RAM hat, kann Swap noch Vorteile bringen.
Wenn man nicht benötigte Teile auslagert, kann mehr RAM für Caches und Buffer verwendet werden.
Die alte Faustregel hat allerdings wirklich keine Bedeutung mehr (und hieß doch auch immer 1,5*RAM??).
Richtig.
Es gibt nämlich im linux-speichermanagement noch mehr stati als benötigt und nicht-benötigt. Optimale Performance gibt es nur mit SWAP.
Stimmt. Daher bin ich durchaus für Swap. Allerdings in begrenztem Umfang.
Ja. Aber so pauschal stimmt die Aussage auch nicht.
Es gibt natürlich auch ein "genug Ram, so dass Swap nicht benötigt wird".
Wenn man Swap aktiviert hat und 0 davon verwendet wird, dann bringt es schlicht auch nichts. ;-)
So z.B. auf dem Surf-PC für Zwischendurch mit 8GB Ram.
Da kann dann auch jede jemals geladene Datei im Cache verbleiben, ohne dass sich der Ram jemals füllt...
Insofern gibt es natürlich schon Leute, die keinen Nachteil haben, wenn sie Swap abschalten. Aber es einfach dennoch an zu lassen schadet halt nicht.
Es endet zwar meist böse, wenn der Rechner meint, er wäre schlauer als der Mensch davor. Aber manches weiß der Rechner halt doch irgendwie besser.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 21. Apr 2012 um 14:28.(edit: huch, da ist wohl ein Beitrag dazwischen geraten; ich wollte dem davor antworten)
Vielleicht schreibt ja jemand einmal einen sinnvollen Artikel über das Thema.
Bei Festplatten von meist 2TB sind aber Swappartitionen von 1 bis 2 GB nun wirklich keine "Verschwendung".
Man kann Swap auch als Datei anlegen, ist ebenso schnell wie eine Swap-Partition.
> [...]und hat bei heutigen Rechnern eher schädliche Wirkung.
Das kannst du sicher auch noch stichhaltig begründen, oder?
Klar, lass mal einen Prozess wild laufen. Den Rechner kannst Du bei sehr viel Swap dann weder ordentlich herunterfahren noch sonst irgendetwas sinnvolles damit machen. Reset oder Power Schalter sind dann die einzigen verbleibenden Alternativen. Bei wenig Swap sieht das ganz anders aus, da dann der Oom Killer oftmals den richtigen Prozess in halbwegs vernünftiger Zeit killt.
Ja und?
Ich kaufe mir auch keinen Sportwagen, weil ich Angst habe, dass ich irgendwann mal zu feste auf's Gas drücke und dann abhebe.
Ne mal im Ernst, dann sollte man einfach nicht zulassen, das irgendwelche Prozesse sich so viel nicht vorhandenen RAM unter den Nagel reißen können. Ähnliche Maßnahmen helfen auch gegen Fork-Bomben, die wohl aus der Mode gekommen sind.
Einfach mal in die Datei /etc/security/limits.conf, oder wo auch immer sie liegen mag, schauen.