Ja, seh ich auch so. Swap sollte eh kaum genutzt werden im Idealfall, allerdings hatte ich ihn auch mal komplett abgeschaltet und dann doch ausversehen das RAM zugemüllt, so dass ich dann nen überlasteten Rechner hatte. Seitdem nehm ich auch swap-Files.
Aber gerade dann ist es mir doch lieber, wenn der Speicher ausgeht und der OOM-Killer zuschlägt, als dass ich ein durch swapping unbenutzbares System habe, ist mir bisher nur passiert, dass pidgin und Chrome durch einen Bug mal meinten, den gesamten Arbeitsspeicher für sich beansüruchen zu müssen, da habe ich mich sehr geärgert, dass ich swap anhatte, es blieb nur der Reset.
Von autarchprinceps am Fr, 20. April 2012 um 09:43 #
Das gleiche ist mir mal mit VMs passiert und selbst als ich die gekillt habe (hat Ewigkeiten gedauert) war das System extrem langsam weil viele nicht einfach zu beendende Anwendungen (unter anderem Großteile des Windowsystems) trotzdem im swap blieben. Seitdem benutze ich keine swap mehr und ich hatte keine Probleme.
oder einfach die limits passend setzen. Auch mit 100GB Swap passiert besagtes nicht, wenn einzelne Prozesse nur "hauptspeicher-x" RAM beanspruchen dürfen.
Eben. Seit ich 4GB RAM oder mehr einsetze, habe ich Swap grundsätzlich deaktiviert. Und mir ist es bisher nicht ein einziges Mal vorgekommen, dass mir der verfügbare Speicher ausgegangen ist.
Wenn man bedenke, dass man 32GB RAM schon für 169€ bekommt, ist eine Swap-Partition reinster Anachronismus.
Die Meiste Zeit würde Tmpfs im RAM gehalten werden, aber wenn die Dateien darin zu viel oder groß werden dann kann es ungehindert weiter gehen und sie liegen dann halt im Swap. Beispiel: Du hast /tmp als Tmpfs angelegt. Nun möchtest du etwas großes (größer als der Verfügbare RAM) nach /tmp entpacken. Dank großzügig vorhandener Swap ist es kein Problem. Der Wechsel ist transparent. Nach Löschen der Dateien passt /tmp wieder ins RAM und ist gewohnt schnell.
Suspend-to-Disk ist immer gleich sinnvoll, egal wie groß der RAM ist. Entweder man braucht es/will es nutzen oder eben nicht. Bei Suspend-to-Disk geht es doch nicht darum den Systemstart zu beschleunigen, sondern genau da weiter machen zu können wo man aufgehört hat. Meiner Erfahrung nach werden bei Suspend-to-Disk auch nur selten mehr als 500 MB weggeschrieben. Aber da kommt es wohl stark auf das persönliche Nutzungsverhalten an.
Und wenn Windowsnormalnutzer mit Windows 7 Home Premium dann tatsächlich diese 32GB RAM einbauen, dann erleben sie flächendeckend ihr blaues Wunder. :-)
Noch eine Anmerkung: Was spricht bei den heutigen Festplattengrößen denn gegen das Anlegen einer Swap-Partition? IMO nichts. Und vielleicht begegnet Dir eines Tages ja tatsächlich ein "kaputtes" Programm, das Dir dann Deinen gesamten RAM auffrisst.
Das kaputte Programm würde auch den Swap aufressen, nur lastet das den Rechner dann wesentlich länger aus. Ohne Swap wird das Programm einfach abgeschossen. Was auch mit Swap passieren würde, nur sehr viel später. Nicht das der Rechner bis dahin dann noch benutzbar wäre...
mit passend gesetzten limits (prozess darf nicht mehr ram als hauptspeicher minus x verbrauchen), passiert dir das auch mit swap nicht. und du behälst die vorteile.
Was spricht bei den heutigen Festplattengrößen denn gegen das Anlegen einer Swap-Partition?
Im Grunde nichts. Aber bringen tut sie bei den heutigen RAM-Größen auch nichts mehr.
Und vielleicht begegnet Dir eines Tages ja tatsächlich ein "kaputtes" Programm, das Dir dann Deinen gesamten RAM auffrisst.
Und eine Swap-Partition macht die Sache dann besser? Wenn ein Programm marodiert und den komplett verfügbaren Speicher belegen will, dann macht es auch vor dem Swap-Speicher nicht halt. Und wie jemand weiter unten schon bemerkt hat, kann eine vollaufende Swap-Partition wegen der hohen I/O-Last unbenutzbar machen.
Warum nicht einfach einen Swapfile anlegen? Der einzigste Grund ist den IO auf ein anderes Medium auslagern.
Ja, seh ich auch so. Swap sollte eh kaum genutzt werden im Idealfall, allerdings hatte ich ihn auch mal komplett abgeschaltet und dann doch ausversehen das RAM zugemüllt, so dass ich dann nen überlasteten Rechner hatte.
Seitdem nehm ich auch swap-Files.
Aber gerade dann ist es mir doch lieber, wenn der Speicher ausgeht und der OOM-Killer zuschlägt, als dass ich ein durch swapping unbenutzbares System habe, ist mir bisher nur passiert, dass pidgin und Chrome durch einen Bug mal meinten, den gesamten Arbeitsspeicher für sich beansüruchen zu müssen, da habe ich mich sehr geärgert, dass ich swap anhatte, es blieb nur der Reset.
Das gleiche ist mir mal mit VMs passiert und selbst als ich die gekillt habe (hat Ewigkeiten gedauert) war das System extrem langsam weil viele nicht einfach zu beendende Anwendungen (unter anderem Großteile des Windowsystems) trotzdem im swap blieben. Seitdem benutze ich keine swap mehr und ich hatte keine Probleme.
oder einfach die limits passend setzen.
Auch mit 100GB Swap passiert besagtes nicht, wenn einzelne Prozesse nur "hauptspeicher-x" RAM beanspruchen dürfen.
Kann man machen, hat aber IMO keine Vorteile.
Es wird kein Platz verschwendet der nicht gebraucht wird.
Eben. Seit ich 4GB RAM oder mehr einsetze, habe ich Swap grundsätzlich deaktiviert. Und mir ist es bisher nicht ein einziges Mal vorgekommen, dass mir der verfügbare Speicher ausgegangen ist.
Wenn man bedenke, dass man 32GB RAM schon für 169€ bekommt, ist eine Swap-Partition reinster Anachronismus.
Tmpfs und Suspend-to-Disk ein Anachronismus?
Ich benutze kein Suspend2Disk. Meine SDD bootet so schnell, dass es sich gar nicht lohnt S2D einzusetzen.
Was bringt ein TmpFS, wenn ins Swap geleitet wird?
Suspend-to-Disk macht bei etwas mehr RAM keinen Sinn. Bei 32GB braucht das länger als ein normaler Start.
Die Meiste Zeit würde Tmpfs im RAM gehalten werden, aber wenn die Dateien darin zu viel oder groß werden dann kann es ungehindert weiter gehen und sie liegen dann halt im Swap. Beispiel: Du hast /tmp als Tmpfs angelegt. Nun möchtest du etwas großes (größer als der Verfügbare RAM) nach /tmp entpacken. Dank großzügig vorhandener Swap ist es kein Problem. Der Wechsel ist transparent. Nach Löschen der Dateien passt /tmp wieder ins RAM und ist gewohnt schnell.
Suspend-to-Disk ist immer gleich sinnvoll, egal wie groß der RAM ist. Entweder man braucht es/will es nutzen oder eben nicht. Bei Suspend-to-Disk geht es doch nicht darum den Systemstart zu beschleunigen, sondern genau da weiter machen zu können wo man aufgehört hat. Meiner Erfahrung nach werden bei Suspend-to-Disk auch nur selten mehr als 500 MB weggeschrieben. Aber da kommt es wohl stark auf das persönliche Nutzungsverhalten an.
Und wenn Windowsnormalnutzer mit Windows 7 Home Premium dann tatsächlich diese 32GB RAM einbauen, dann erleben sie flächendeckend ihr blaues Wunder. :-)
Noch eine Anmerkung:
Was spricht bei den heutigen Festplattengrößen denn gegen das Anlegen einer Swap-Partition?
IMO nichts.
Und vielleicht begegnet Dir eines Tages ja tatsächlich ein "kaputtes" Programm, das Dir dann Deinen gesamten RAM auffrisst.
Das kaputte Programm würde auch den Swap aufressen, nur lastet das den Rechner dann wesentlich länger aus. Ohne Swap wird das Programm einfach abgeschossen. Was auch mit Swap passieren würde, nur sehr viel später. Nicht das der Rechner bis dahin dann noch benutzbar wäre...
limits!
mit passend gesetzten limits (prozess darf nicht mehr ram als hauptspeicher minus x verbrauchen), passiert dir das auch mit swap nicht. und du behälst die vorteile.
ein passendes ulimit (-v)
... und einzelne prozesse können nicht mehr hauptspeicher alloziieren, als da ist.
s/einzigst/einzig/
Es ist bereits ein superlativ, und ein supermegalativ gibt es nicht.