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Mi, 26. Juli 2006, 21:53

Software::Groupware

Scalix gibt Scalix Community Edition frei

Scalix, kalifornischer Hersteller von Groupware-Produkten, will die Scalix Community Edition in den nächsten Monaten unter eine freie Lizenz stellen.

Vor einem Jahr hatte das Unternehmen die Scalix Community Edition vorgestellt, die zwar kostenlos verfügbar und ohne Einschränkung nutzbar, aber nicht im Quellcode erhältlich ist. Die Einnahmen bezieht Scalix aus der erweiterten kostenpflichtigen Edition für Unternehmen. In dem knappen Jahr seit der Veröffentlichung wurde die Scalix Community Edition angeblich 35.000-mal heruntergeladen und Scalix soll auf über 10.000 Servern weltweit laufen.

Nun soll die Community Edition ganz freigegeben werden, was zu einer vollständigen und freien Groupware-Lösung für Unternehmen aller Größen führen soll. Durch Beiträge aus der Nutzergemeinschaft sollen sich neue Möglichkeiten zur Portierung, Übersetzung und Verbesserung ergeben. Möglich wurde der Schritt durch eine neue Lizenzvereinbarung mit HP, auf deren OpenMail-Technologie Scalix beruht.

Die Open-Source-Ausgabe wird aus dem Scalix-Server, einer neuen Web-Services-API-Plattform zur Integration von Anwendungen, dem Scalix-Installer, der Administrations-Konsole, dem Scalix Web Access Mobile, neuen Such- und Indexdiensten und weiteren Komponenten bestehen. Sie soll auf der kommenden Version der kommerziellen Produktfamilie beruhen, die ab August in Betaversionen erhältlich sein wird. Voraussichtlich wird die schrittweise Öffnung der Komponenten bis März 2007 andauern.

Im August will Scalix eine eigene Webpräsenz für die Open-Source-Variante einrichten. Dort werden schrittweise der Quellcode der Komponenten, Binärpakete, Dokumentation und Lokalisierungs-Kits veröffentlicht. Ferner wird die Seite Möglichkeiten zur Kommunikation und Zusammenarbeit bieten.

Zusammenarbeit strebt Scalix auch mit anderen freien Softwareprojekten an, darunter KDE, GNOME, Mozilla, Funambol, Asterisk, Jabber Software Foundation, HylaFAX, Alfresco, SugarCRM, Compiere, Hyperic und GroundWork. Desweiteren werden Schnittstellen für weitere Projekte und Produkte gegen Viren und Spam, für Verzeichnisdienste, Backup und Archivierung angeboten.

Eine Komponente von Scalix, der Novell Evolution Client-Connector, ist bereits als freie Software unter der GPL erhältlich. Der Outlook MAPI-Connector wird geschlossen bleiben, soll aber mit den freien Komponenten zusammenarbeiten können. Der Rest des Systems wird unter einer dualen Lizenz stehen. Dafür hat Scalix eine eigene, auf der Mozilla Public License (MPL) beruhende Scalix Public License (SPL) geschrieben. Dies erlaubt der Firma zufolge die flexibelste Integration von proprietärer und freier Software. Für Beiträge aus der Anwendergemeinschaft will sich Scalix einen Mechanismus für die Lizenzierung ausdenken.

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