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Do, 3. August 2006, 21:32

Software::Büro

Interview zur OpenOffice-Roadmap

In einem Interview auf der letzten O'Reilly Open Source Convention (OSCON) hat Projektmanager Suárez-Potts über Details zur Roadmap von OpenOffice.org geplaudert.
Von ThomasS

Insgesamt zeigt sich Projektmanager Louis Suárez-Potts mit dem Fortgang des Projekts sehr zufrieden. Gegenwärtig konzentriere sich das Projekt auf kleinere Releases, die schrittweise den Feature-Umfang von OpenOffice.org erweitern sollen. Allerdings, so Suárez-Potts weiter, werde es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor OpenOffice 3.0 das Licht der Welt erblicken wird. Während sich die ersten Konturen der Version 3.0 bereits ansatzweise abzeichnen, macht sich auch eine Abkehr von der »proprietären« Entwicklungslogik deutlich. Statt großer, umfangreicher Updates in größeren Abständen wird die Weiterentwicklung langsam auf inkrementelle Releases in kürzeren Zeiträumen umgestellt.

Diese neue Politik der kleinen Schritte ist für ihn im Hinblick auf die Versionen 2.0.3 oder die kommende 2.0.4 mehr als bloße Fehlerbereinigung. Gerade die beiden genannten Versionen werden dem Büropaket neue Features wie etwa die Erweiterung des PDF-Exports, die verbesserte Integration in Datenbank-Strukturen oder das Online-Update hinzufügen. Das letzte Feature bereitet den Entwicklern allerdings Sorgen, da z.B. die Distributoren OpenOffice ohne Möglichkeit zum Online-Update ausliefern könnten.

Ebenso betonte er im Interview die Bedeutung des Open Document Formates (ODF), das von vielen Firmen, freien Projekten, immer mehr Regierungen und nun auch von Microsoft in der Form eines Open-Source-Konversionstool unterstützt wird. Grundsätzlich räumt Suárez-Potts ein, dass ODF gegenwärtig noch nicht optimal für den programmunabhängigen Datenaustausch geeignet ist. Eine Schwierigkeit stellen Makrosprachen dar, die zueinander nicht kompatibel sind. Hier sieht er einen enormen Handlungsbedarf zur Standardisierung, um die heutigen Hürden für den Austausch von Dokumenten aus dem Weg zu räumen. Allerdings fürchtet er eine allzu perfekte Standardisierung, da OpenOffice dann durch Makroviren via Microsoft Office-Dokumenten anfällig werden könnte.

Besonderes Vorbild für Suárez-Potts scheint die Modularität des Open-Source-Browser Firefox zu sein, dessen Entwicklungslogik man zukünftig nacheifern will. Er betont gerade in diesem Zusammenhang, dass schließlich nicht jedes erdenkliche Feature der Codebasis von OpenOffice.org direkt hinzugefügt werden muss. Allen Interessierten steht ein englischsprachiges Video im AVI-Format mit dem Interview zur Verfügung.

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Kommentare (Insgesamt: 55 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Bitte übersetzen... (she, Do, 22. November 2007)
Re[3]: *heul* (OOo, Mo, 4. September 2006)
Re[2]: *heul* (OOo, Mo, 4. September 2006)
Re[6]: Bitte übersetzen... (slow, Sa, 5. August 2006)
Re[6]: Bitte übersetzen... (Eine_Meinung, Sa, 5. August 2006)
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