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Mo, 7. August 2006, 19:00

Unternehmen

Stand der Migration in München und Wien

Mit etwas mehr Schwierigkeiten als gedacht, aber dennoch planmäßig schreitet laut einem ZDNet-Artikel die Umstellung auf Linux in München und Wien voran.

Beide Kommunen verwenden als Linux-Distribution Debian und passen dieses an die eigenen Bedürfnisse genau an. Für Red-Hat-EMEA-Chef Werner Knoblich trägt dies bereits Züge der Erstellung einer eigenen Distribution: »Die Stadt München nimmt viele und sehr starke Anpassungen des Betriebssystems vor« - das sei der falsche Weg.

Der Leiter des Münchner Limux-Projektes Peter Hofmann kann sein Vorgehen jedoch rechtfertigen. Der Basis-Client entstehe auf Basis von Debian-Standard-Komponenten. Dabei werden, wo nötig, auch Pakete aus Debian »Testing« und »Unstable« sowie ein aktuellerer Kernel verwendet, letzteres wegen der aktuelleren Hardware-Unterstützung. Eine eigene Distribution stellen diese Anpassungen wohl kaum dar. Eine weitere Anpassung ist das Weglassen unnötiger Pakete, doch der Hauptteil der Arbeit besteht darin, Schnittstellen zu Fachanwendungen zu schaffen.

Im Test, der auch einen wesentlichen Teil der Arbeit einnimmt, hat sich gezeigt, dass insbesondere die Migration von MS-Office-Dateien schwieriger als gedacht ist. Auch die Server-Integration hakt laut ZDNet noch ein wenig. Doch ist das Linux-System bereits in einigen Abteilungen im Testbetrieb. Größere Schwierigkeiten sind ausgeblieben. Die Verzögerung des Projektes insgesamt ist im Wesentlichen auf die Diskussion um Softwarepatente zurückzuführen, während der das Projekt sehr medienwirksam auf Eis gelegt wurde.

Ähnlich wie München geht die Stadt Wien vor, die die Umstellung auf Linux für alle Abteilungen jedoch freiwillig macht. Bislang sind dem Artikel zufolge erst 250 bis 280 von 20.000 möglichen Desktops umgestellt. Bis zum Jahresende sollen es bereits 1000 sein. Wichtig ist jedoch, dass ein Umdenken eingesetzt hat, so dass mehr und mehr Software plattformunabhängig wird und auch unter Linux benutzbar ist.

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