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Do, 24. August 2006, 11:21

Software::Datenbanken

MySQL ohne Berkeley DB

Wie der Hersteller des freien Datenbanksystems MySQL bekannt gab, wird bereits die kommende Version der Datenbank nicht mehr die von Oracle aufgekaufte Berkeley DB einsetzen.

Als SleepyCat Anfang des Jahres von Oracle aufgekauft wurde, spekulierte die Branche, wie sich MySQL verhalten würde. Mit Sleepycat kaufte der Branchenriese nach dem finnischen Datenbankspezialisten und MySQL-Vertragspartner Innobase bereits die zweite Open-Source-Firma, die eine Engine für MySQL lieferte. MySQL betonte, dass sich der Aufkauf nicht auf das freie relationale Datenbank-Management-System (RDBMS) auswirken wird, da Berkeley DB wenig genutzt wird und der Vertrag mit Oracle bezüglich InnoDB verlängert wurde.

Nun entfernt MySQL die Berkeley DB-Engine aus dem Produkt. Für die Nutzer bedeutet das, dass alle Datenbanken, die auf Berkeley-DB-Tabellen aufsetzen, ab der kommenden Version nicht mehr gelesen werden können. Nutzer, die eine ältere Version von MySQL einsetzen, sind deshalb angehalten, die betroffenen Tabellen vor dem Umstieg auf MySQL 5.1.12 zu konvertieren.

Bereits zuvor hatte MySQL Maßnahmen eingeleitet, um eine alternative Storage-Engine zu erstellen oder bestehende zu erweitern, und kaufte die Firma Netfrastructure. Mit MaxDB verfügt MySQL darüber hinaus noch immer über eine weitere, sehr leistungsfähige SQL-Datenbank, die von SAP übernommen und unter die gleiche Lizenz wie MySQL gestellt wurde. Ferner wurde Anfang des Monats von Solid Technology eine freie Version der Datenbank-Engine solidDB vorgestellt.

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