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Mo, 28. August 2006, 12:45

Software::Distributionen::Canonical

Ubuntu mit neuem Init-Daemon

Ein unter dem Namen »upstart« vorgestelltes System soll die Geschwindigkeit und Handhabung des Init-Prozesses in Ubuntu beschleunigen und vereinfachen.

Während manch eine Komponente eines jeden Linux-Systems in der Vergangenheit massive Änderungen und Verbesserungen erfuhr, sind andere Systeme wiederum immer noch tief in den Wurzeln von Unix verankert. Zu der zweiten Kategorie gehört sysvinit, das System, das für das Ausführen der Konfiguration beim Booten und das Starten von Daemonen verantwortlich ist. Sysvinit startet je nach Runlevel eine Reihe von Skripten, die wiederum so genannte Daemonen starten.

Das wohl größte Problem des alten Systems stellt nach Ansicht von Scott James Remnant die Handhabung der angeschlossenen Geräte dar. So müssen bei der Ausführung der Skripte Festplatten und Netzwerkgeräte bereits vorhanden sein. Wird erst später ein Gerät hinzugefügt, was im Zeitalter der USB-Sticks und Wireless-Lan nicht ungewöhnlich ist, versagt das System teilweise. Müssen Systeme direkt von einem Netzwerkgerät gestartet werden, bringt es das System ebenfalls in Schwierigkeiten. Laut Remnant ist es deshalb unumgänglich, das alte Init-System durch ein neues zu ersetzen.

Remnant hat deshalb an diesem Wochenende einen neuen Daemon unter dem Namen »upstart« vorgestellt. Der neue Dienst ist Event-gesteuert und reagiert auf Aufrufe des Systems wie Start oder Stop. Zu den weiteren Funktionen gehört die Handhabung von Events wie das Anbinden von Netzwerkgeräten oder Festplatten. Ferner kann der neue Daemon Systemtasks wie Cron abarbeiten und soll deshalb bei der Fertigstellung diesen auch ablösen.

Die Kommunikation zwischen dem Init-Prozess und den gestarteten Daemonen soll bidirektional erfolgen. Um diese Funktionalität zu gewährleisten, wird das neue System deshalb auf eine neue Struktur der Init-Skripte setzen. Laut Aussagen von Remnant soll »upstart« allerdings auch die alten Skripte handhaben können. »Kompatibilität ist sehr wichtig«, schreibt der Entwickler. So wird auch das Editieren der Jobs mittels »crontab -e« weiter möglich sein, auch wenn im Hintergrund »upstart« die Ausführung steuert. Kein Autor soll seine Pakete an den neuen Dienst anpassen müssen, wenn er nicht will, lautet die Devise des Entwicklers.

Wie der Autor schreibt, ist der neuen Daemon bereits einsatzfähig und kann neue Jobs starten und stoppen. Ferner ist auch die Kommunikation zwischen den Komponenten realisiert worden. In der weiteren Entwicklung von »upstart« sollen nach und nach neue Funktionen einfließen. Wer »upstart« ausprobieren möchte, findet im Ubuntu-Repository das neue Paket. Laut Aussagen von Remnant richtet es sich vorerst an erfahrene Nutzer von Ubuntu.

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Kommentare (Insgesamt: 75 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Korrigiere (Martin, Mo, 18. September 2006)
Re[4]: Korrigiere (Der Hans, Di, 29. August 2006)
Re[2]: Sowas macht man nicht mal eben alleine ... (Nikolaus, Di, 29. August 2006)
Re[2]: Cron ablösen? (fuffy, Di, 29. August 2006)
Re[3]: Gute Sache (fuffy, Di, 29. August 2006)
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