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Fr, 1. September 2006, 12:50

Software::Desktop

Compiz gewinnt an Akzeptanz

Mit der Aufnahme von AIGLX und Xgl in die kommenden Versionen der wichtigsten Distributionen erfreut sich auch der Composition- und Windowmanager Compiz immer größerer Beliebtheit.

compiz.blogspot.com

Eine der größten Stärken von Compiz stellt seine modulare Bauweise dar. Im Gegensatz zu anderen Composition Managern ist Compiz darüber hinaus nicht nur ein Composition-Manager, sondern gleichzeitig auch Fenstermanager. So kümmert er sich nicht nur um die Darstellung von Fensterrahmen, sondern ersetzt auch auch die bestehenden Lösungen von Gnome und KDE. Alle Effekte und Funktionen von Compiz sind als Plugins realisiert, was eine Vielzahl von Autoren inspirierte, eigene Erweiterungen zu erstellen.

So bietet Compiz bereits von Hause aus diverse Erweiterungen, die sich aber vorwiegend der Verschönerung des Desktops widmen. Neben reinen Hinguckern bietet die neue Funktionalität allerdings auch durchaus sinnvolle Möglichkeiten. Zu den interessanteren gehören eine Expose-ähnliche Funktionalität, die alle angezeigten Fenster fein säuberlich auf dem Bildschirm darstellt, sowie der Fensterumschalter. Auch die Möglichkeit, einzelnen Fenstern Transparenz zu verleihen, erschließt neue Horizonte. Neue Plugins haben sich nun nicht nur dem Thema »visuelle Gadgets« verschrieben, sondern wollen auch die Bedienung der Fenster vereinfachen.

Eine der wohl wichtigsten Erweiterungen von Compiz stellt ein generischer Windows-Dekorator dar. Custom-generic-window-decorator (cgwd) ermöglicht auch ungeübten Nutzern, eigene Themen zu erstellen und so zu verändern, dass sie auch gehobenen Ansprüchen Rechnung tragen. Die Anbindung zusätzlicher Themen erlaubt darüber hinaus auch die Verwendung bestehender Kreationen anderer Autoren.

Auch die Verbesserung bereits bestehender Plugins für Compiz nahmen sich manche Autoren zu Herzen. Die bereits im Grundpaket von Compiz verfügbare Funktion, Fenster auf dem Bildschirm in einer minimierten Darstellung anzuzeigen, wurde gleich von mehreren Autoren angepackt. Organic Scale verwendet zum Beispiel einrn neuen Algorithmus, der für eine bessere Platzierung der Fenster sorgen soll. Ebenfalls von Apple schaute sich ein Autor die Möglichkeit ab, einzelne Fenster zu verstecken, und stellte eine neue Erweiterung der Funktion vor.

Eine weitere interessante Erweiterung von Compiz stellt Trailfocus dar. Die Erweiterung geht davon aus, dass ein Benutzer umso weniger Aufmerksamkeit den anderen Fenstern widmet, je länger er in ein und demselben Fenster arbeitet. Der Fokus der Arbeit geht schrittweise weg von anderen Fenstern, die im Laufe der Zeit entweder unschärfer werden oder ihre Farben verlieren. Ferner existiert bereits die Möglichkeit, Compiz durch D-BUS zu steuern, so dass auch der zukünftigen Interaktion des Managers mit anderen Applikationen nichts mehr im Wege stehen sollte.

Compiz mausert sich immer mehr zu einem Ersatz für bereits bestehende Lösungen. War es in der Vergangenheit nur Novell, das auf die Zukunftstechnologie in Suse Linux 10.1 setzte, so kündigten inzwischen auch Mandriva, Ubuntu und das Fedora-Projekt eine Integration eines 3D-Desktops in die kommenden Versionen ihrer Produkte an. Es darf also gespannt in die Zukunft geschaut werden, wenn Compiz per Default in der wichtigsten Distributionen integriert sein wird. Vorerst informiert ein Blog über neue Plugins experimentierwillige Nutzer.

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Kommentare (Insgesamt: 60 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: compiz (Markus, Mi, 6. September 2006)
Re[6]: compiz (dgrat, Mo, 4. September 2006)
Re[5]: compiz (gustl, So, 3. September 2006)
Re[3]: Seekrank durch schwabbelde Fenster (gustl, So, 3. September 2006)
Re: Wie nutzt man das in SuSE 10.1? (oO, So, 3. September 2006)
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