Von zettberlin am Mo, 4. September 2006 um 13:16 #
... und viel Erfolg. Ich bin froh, das ein so wichtiger Bestandteil von Linuxsystemen in Zukunft nicht mehr von den Eskapaden von Jörg Schilling abhängt.
Gleicher Nachteil wie bei X.org: es dauert mehrere Monate, bis etwas brauchbares dabei rauskommt - und das Ergebnis hat zunächst keine besonderen Neuerungen.
Es wäre sinnvoller, wenn diese Programmierer ihre Fähigkeiten in die Weiterentwicklung von libburn und cdskin stecken würden, anstatt einen Fork von absichtlich undurchschaubarem Code zu starten.
Von Thorsten M. am Mo, 4. September 2006 um 16:36 #
Das Jörg Schilling manchmal nicht ganz einfach im Umgang ist, mag sein. Aber ich fürchte, dass einige hier auch seine Leistung unterschätzen, und sich die Sache mit dem Fork vielleicht zu einfach vorstellen. Speziell die Besonderheiten einzelner Brenner sind sicherlich nicht immer einfach in Erfahrung zu bringen, und glaube Jörg, wenn er schreibt dass eine Menge Arbeit darin steckt, auf Messen und dergleichen die ganzen HW-Hersteller zu kontaktieren, um die nötigen "Geheim"-Informationen zu bekommen. Dazu kommt, dass es in einigen Bereichen so aussieht, als ob Herr Schilling durchaus Recht haben könnte, dass einige Kernel-Fehler für Probleme beim CD Brennen verantwortlich sind, und diese aber im Kernel nicht gefixt werden. Unter http://www.gatago.com/linux/kernel/6128067.html ist eine Diskussion zu sehen, in der Herr Schilling durchaus kooperativ zu sein scheint (habe allerdings nur die ersten zwei Postings gelesen, nicht unwahrscheinlich, dass wenig später wieder alles in einen Flamewar abgleitet.)
Ich kann Schillings Bestrebungen, die cdrtools um jeden Preis portierbar zu halten, gut nachvollziehen, immerhin ist sein Lieblings-Betriebssystem erklärtermassen Solaris. So gesehen sollte man ihm schon hoch anrechnen, dass er dermassen viel Energie in den Linux-Support gesteckt hat.
Im übrigen frage ich mich, warum dieser Fork wirklich nötig ist: AFAIK (nach einer Diskussion mit Schilling zu dem Thema) ist lediglich das mkisofs eine Mischung aus verschiedenen Lizenzen (CDDL und GPL), und nach Schillings Einschätzung wäre es durchaus möglich, dass sich die anderen Autoren dazu überreden lassen, ihren Anteil ebenfalls nicht nur unter der GPL, sondern auch unter der CDDL zu lizensieren. Damit wären die Lizenz-Konflikte doch aus dem Weg geschaffen, oder nicht?
Zumindest hoffe ich darauf, dass es zu einem Austausch bezüglich der Dokumentation der Brenner kommt, solange die Bedingungen, unter denen HW-Hersteller die Dokumente rausgeben, dies zulassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer Wert darauf legt, den ganzen Kommunikationsaufwand mit den Herstellern redundant durchzuführen, und ich hoffe, dass es eine Erleichterung für beide Seiten bedeuten würde.
Sagt mal, was ist eigentlich so schwer daran einen CD-Brenner Programm zu schreiben? Ich frage, weil ich es nicht weis.
Free Software Hacker haben schon Compiler und Sachen wie die glibc geschrieben, von Kerneln, die auf den meisten HW-Plattformen funktionieren(NetBSD's Kernel), mal zu schweigen.
Welche Probleme soll es denn da so geben, was man nicht lösen können soll? Dies lassen die ganzen Kommentare irgendwie durchscheinen.
Auf eine erklärende Antwort wäre ich (und ich denke auch einige andere) sehr dankbar.
Ich bin froh, das ein so wichtiger Bestandteil von Linuxsystemen in Zukunft nicht mehr von den Eskapaden von Jörg Schilling abhängt.
Siehe dazu: http://libburn.pykix.org/
Persönlich finde ich eine "saubere" Neuentwicklung auch besser, als ein Gewurstel mit den cdrtools.
Ich denke, dass mit RH im Rücken das libburn ziemlich schnell vorangebracht werden kann.
Mal schaun ^^
Es wäre sinnvoller, wenn diese Programmierer ihre Fähigkeiten in die Weiterentwicklung von libburn und cdskin stecken würden, anstatt einen Fork von absichtlich undurchschaubarem Code zu starten.
Gruß, Alex
http://www.it-rfc.de
Ich kann Schillings Bestrebungen, die cdrtools um jeden Preis portierbar zu halten, gut nachvollziehen, immerhin ist sein Lieblings-Betriebssystem erklärtermassen Solaris. So gesehen sollte man ihm schon hoch anrechnen, dass er dermassen viel Energie in den Linux-Support gesteckt hat.
Im übrigen frage ich mich, warum dieser Fork wirklich nötig ist: AFAIK (nach einer Diskussion mit Schilling zu dem Thema) ist lediglich das mkisofs eine Mischung aus verschiedenen Lizenzen (CDDL und GPL), und nach Schillings Einschätzung wäre es durchaus möglich, dass sich die anderen Autoren dazu überreden lassen, ihren Anteil ebenfalls nicht nur unter der GPL, sondern auch unter der CDDL zu lizensieren. Damit wären die Lizenz-Konflikte doch aus dem Weg geschaffen, oder nicht?
Zumindest hoffe ich darauf, dass es zu einem Austausch bezüglich der Dokumentation der Brenner kommt, solange die Bedingungen, unter denen HW-Hersteller die Dokumente rausgeben, dies zulassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer Wert darauf legt, den ganzen Kommunikationsaufwand mit den Herstellern redundant durchzuführen, und ich hoffe, dass es eine Erleichterung für beide Seiten bedeuten würde.
Deswegen ist es wichtig, daß der Fork Erfolg haben wird.
Denn wozu eine Monokultur führt, kann man an vielen Beispielen bewundern.
Sagt mal, was ist eigentlich so schwer daran einen CD-Brenner Programm zu schreiben?
Ich frage, weil ich es nicht weis.
Free Software Hacker haben schon Compiler und Sachen wie die glibc geschrieben, von
Kerneln, die auf den meisten HW-Plattformen funktionieren(NetBSD's Kernel), mal zu schweigen.
Welche Probleme soll es denn da so geben, was man nicht lösen können soll? Dies lassen die ganzen
Kommentare irgendwie durchscheinen.
Auf eine erklärende Antwort wäre ich (und ich denke auch einige andere) sehr dankbar.
alter Mann