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Di, 5. September 2006, 16:18

Gesellschaft::Politik/Recht

Zehn Missverständnisse über GPL

Nichteingeweihte haben es oft schwer, technische Begriffe zu verstehen und trockene Abkürzungen auseinander zu halten.

Ganz abgesehen davon, dass in vielen Fällen Inhalte unklar erscheinen und nicht transparent genug vermittelt werden. Das gilt besonders auch für Lizenzen und ihre rechtlichen Rahmenbedingungen. Das IT Manager`s Journal will mit Missverständnissen und Vorurteilen gegenüber der GNU General Public License (GPL) aufräumen und listet die zehn häufigsten Falschannahmen auf. Drei Experten befragten die Autoren dazu: Rechtsanwalt Richard Fontana vom Software Freedom Law Center, David Turner, ehemals bei der Free Software Foundation, und Harald Welte vom GPL-Violations-Projekt.

Die Fachkundigen bereinigten unter anderem folgende Aussagen: »Die GPL ist viral«. Falsch: Software, die im Umfeld von oder mit GPL-lizenzierter Software zusammenwirkt, wird nicht automatisch auch selbst Gegenstand dieser. Dieser verbreitete Irrtum geht auf eine Rede des Microsoft-Vice Präsidenten Craig Mundie zurück. »Man kann für GPL kein Geld verlangen«. Auch das ist laut Aussagen der Experten falsch. Es geht bei der GPL und freier Software in erster Linie um Freiheit und nicht um Kostenfreiheit. »Distributoren brauchen nur den Quellcode beizufügen, den sie verändert haben«. Falsch: In Abschnitt 5 der GPL wird genau geregelt, dass der gesamte Quellcode weitergegeben werden muss.

Für Verwirrungen sorgen laut Richard Fontana meistens die unterschiedlichen Meinungen, wie das Recht ausgelegt werden darf. Das beginnt schon mit der Auseinandersetzung darüber, was »Arbeit« in Bezug auf Programme im Sinne des Urheberrechtsgesetzes bedeutet. Das gilt auch für die Distribution: Die Bedeutung hierfür variiert allein schon in den Vereinigten Staaten, abhängig davon, ob man vom Vertrieb in Bezug auf das Copyright spricht oder damit die gewöhnliche kommerzielle Nutzung meint. Die neue Version der GPL sollte im nächsten Jahr auch Widersprüchlichkeiten beseitigen und die Terminologien neu festlegen, so der Bericht. (fspa)

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