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Fr, 29. September 2006, 10:52

Gesellschaft::Politik/Recht

Online-Befragungen an Hochschulen mit Open Source

Das Projekt »uniply«, das die Erstellung von freier Software für die Durchführung von Online-Befragungen an Hochschulen zum Ziel hat, wurde mit einem Workshop begonnen.

Für die Evaluation, Akkreditierung und insbesondere für die Reakkreditierungen müssen Hochschulen qualitative sowie quantitative Daten über Studierende, Absolventen, Studienabbrecher und -wechsler bereitstellen. Die Hochschulen sind aufgefordert darzulegen, wie die Studierenden die Qualität von Lehre und Studium bewerten, ob den Absolventen die geforderten Kompetenzen vermittelt wurden und wie sie sich damit in ihrem Berufsfeld positionieren konnten. Hierfür bieten sich web-basierte Befragungen an, da sie zeit- und kostengünstiger zu realisieren sind als traditionelle Befragungen.

Jedoch existiert nach Einschätzung der HIS Hochschul-Informations-System GmbH bisher keine hochwertige, leicht erweiterbare Software für solche Befragungen. Die verfügbaren Programme sind proprietär und daher nur begrenzt erweiterbar. Dies führt laut HIS zu unnötiger Duplikation von Arbeit, ineffizienter Nutzung öffentlicher Mittel und unbefriedigender Qualität der Ergebnisse, da die Ressourcen beschränkt sind.

HIS plant daher, die Entwicklung einer über die Mindestanforderungen hinausgehenden Open-Soure-Befragungssoftware namens »2reply« zu fördern. Die Ressourcen der bisher unabhängig von einander arbeitenden Entwickler können somit gebündelt werden. HIS wird auch einen Befragungsserver zur Verfügung stellen, auf dem die Software gehostet wird und auf dem jeder, der die Software nicht selbst installieren möchte, sich einen Online-Fragebogen erstellen und eine Befragung durchführen kann. Als Serviceleistung für Hochschulen bietet HIS zusätzlich eine Methodenberatung an.

Das Projekt startete mit einem Workshop am 27. September in Hannover. Zu den Teilnehmern des Workshops gehörten nach Angaben von Peter Müßig-Trapp von HIS unter anderem Forscher und technische Entwickler der TU Berlin, ZUMA (Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen) Uni Erlangen, Uni Potsdam, Uni Kiel, Medizinischen Hochschule Hannover, Uni Duisburg-Essen, Uni Paderborn sowie des Bayerischen Staatsinstitutes für Hochschulforschung.

Auf dem Workshop wurden in zwei Arbeitsgruppen einerseits an der Definition des Funktionsumfangs der Software gearbeitet und andererseits Fragen der Technik (Architektur, Programmiersprache, Konzepte wie Barrierefreiheit usw.) diskutiert. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Workshops soll Anfang nächster Woche auf den Webseiten von »2reply« zur Verfügung stehen.

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