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Mo, 2. Oktober 2006, 16:57

Gesellschaft::Politik/Recht

Einladung zum Dialog über GPLv3

Eben Moglen, Rechtsberater der FSF und Mitautor der neuen Version der GPL, hat die Kernelentwickler zu weiteren Diskussionen eingeladen.

Eben Moglen, Rechtsprofessor an der Columbia Law School, wurde von der Free Software Foundation (FSF) damit betraut, den Entwicklungsprozess der neuen Version der GPL, GPLv3, zu leiten. Nach mehreren Konferenzen über die neue Lizenz und einigen Änderungen, die zum zweiten Entwurf der GPLv3 führten, meldeten sich prominente Linux-Kernelentwickler mit einem Positionspapier zu Wort, das die GPLv3 strikt ablehnt. Zwar teilen nicht alle Entwickler den Standpunkt dieses von etwa zehn Personen unterzeichneten Papiers, doch ist unter den 30 aktivsten Entwicklern keiner zu finden, der die GPLv3 befürwortet.

Linus Torvalds selbst war derjenige, der als erster und am meisten beachtet seine Bedenken gegen die neue GPL ausdrückte. Vor wenigen Tagen erklärte er, dass es ihm nicht darum gehe, die GPLv3 schlechtzureden, doch die aktuelle Fassung der GPL sei für ihn einfach großartig und daher besser und derzeit durch nichts zu ersetzen.

Eben Moglen schreibt nun, dass er die Meinung der Kernel-Entwickler respektiere. Er würde die Entwickler gern stärker in die Diskussion einbeziehen. Daher lädt er sie dazu ein, sich in irgendeiner Form einzubringen, und verspricht, mit ihnen in einer Art und Weise zusammenzuarbeiten, die ihnen entgegenkommt.

Für Moglen geht es in dieser Diskussion nicht nur darum, Position zu beziehen. Wichtig sei auch, dass man die Positionen und Argumente der anderen anhört. Dies werde er tun, und er bittet die Entwickler, ebenfalls die Argumente der Gegenseite anzuhören. Es gehe letztlich darum, in dieser Angelegenheit, die so weitreichende Auswirkungen hat, die beste Wahl zu treffen.

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