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Di, 3. Oktober 2006, 14:11

Software::Distributionen

Slackware 11 - Dinosaurier in Neuauflage

Die älteste noch aktive Linux-Distribution »Slackware« ist pünktlich zum Tag der deutschen Einheit in Version 11.0 erschienen und ist genauso lebendig wie zuvor.

Deutsche Einheit und Slackware haben zwar nicht viel miteinander zu tun, und doch ist es ein schöner Zufall. So können all die Slackware-Anhänger diesen freien Tag gleich sinnvoll nutzen, um das Release auf Herz und Nieren zu prüfen. Bei Slackware Linux handelt es sich um die älteste, noch aktive Linux Distribution. Dabei versucht sich der Autor bei der Paketerstellung möglichst nach den Vorgaben des jeweiligen Projektes zu richten.

In einer offiziellen Mitteilung schreibt Patrick J. Volkerding, der Maintainer der Distribution: »Diese Version von Slackware kombiniert die legendäre Stabilität von Slackware mit den jüngsten Errungenschaften aus der Welt der Linux-Technologien«. Inwieweit diese Aussage zu halten ist, wird sich zeigen. Eine erste Lektüre des Changelogs jedoch lässt hoffen, dass sich viel Gutes getan hat.

So unterstützt Slackware in Release 11 erstmals offiziell den Kernel 2.6, obwohl der Standardkernel noch immer ein Kernel der 2.4er Serie ist. Um genau zu sein, ist es Kernel 2.4.33.3, diesmal direkt mit Unterstützung für S-ATA und X DRI. In vorherigen Release war Kernel 2.6 noch Testing. Mit dem Einsatz des aktuellen Kernels unterstützt Slackware nun auch UDEV, das System zur dynamischen Nutzung von Hardware-Devices. Eine weitere lang ersehnte Systemänderung betrifft PCMCIA. Mit Release 11 ersetzt Slackware die alten PCMCIA-Tools durch PCMCIA-Utils.

Slackware Version 11 kommt mit den neusten Versionen der Desktopumgebungen KDE 3.5.4 und XFCE 4.2.3.2. Mit dem neuen KDE liefert Slackware erstmals Amarok mit. Mit dabei sind auch Mozilla Firefox und Thunderbird in Version 1.5.0.7, Mozilla Seamonkey, als Ersatz der Mozilla-Suite und viele weitere GTK+-basierte Anwendungen wie Gimp und Gaim. X11R6.9.0 ermöglicht darüber hinaus die Nutzung moderner Grafikhardware. Mit einer aktuellen Version von xorgsetup ist zudem eine einfache Einrichtung der Konfigurationsdatei auf Kommandozeilenebene möglich. Im Bereich der Serverkomponenten wurde Apache auf Version 1.3.37 aktualisiert und unterstützt nun Dynamic Shared Object (DSO), SSL, PHP4 oder wahlweise PHP5 aus dem Zweig »extra«.

Alle weiteren Neuerungen und Änderungen können unter »Slackware Changes and Hints« nachgelesen werden. Aufgrund der tiefgreifenden Änderungen im »Current-Tree« wurde neben den bekannten Upgradehinweisen (UPGRADE.TXT) ein weiteres Dokument mit Tips zum Update (CHANGES_AND_HINTS.TXT) auf die aktuelle Version 11.0 bereitgestellt.

Mit den üblichen Slackware-Tools soll laut dem Entwicklerteam ein Upgrade auf 11.0 problemlos möglich sein. Dann allerdings sollte man sich die »Slackware Changes and Hints« sehr genau durchlesen. Durch die vielen umwälzenden Neuerungen wie zum Beispiel UDEV ist eine sehr aufmerksame Neukonfiguration des Systems geboten.

Unter http://slackware.com/getslack/ sollte die aktuelle Ausgabe zum Download bereit stehen, erstmals auch als DVD-ISO. Doch noch ist dem nicht so. Nach einiger Suche waren zumindest zwei Server zu finden, die die neuen ISOs zum Download bereit halten. Diese sind: ftp://ftp.slackware.no/ und ftp://inferno.bioinformatics.vt.edu/. Auf den anderen Servern werden die neuen Versionen innerhalb der nächsten Tage auch verfügbar sein. (Jan Rähm/Marcus Möller)

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Kommentare (Insgesamt: 44 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: was passt hier nicht? (gewitter, Mi, 4. Oktober 2006)
Frage zu den cd isos (freelindy, Mi, 4. Oktober 2006)
Re[6]: Den alten Restmüll in die gelbe Tonne (düse, Mi, 4. Oktober 2006)
Re[5]: Den alten Restmüll in die gelbe Tonne (iGEL, Mi, 4. Oktober 2006)
Re[3]: Den alten Restmüll in die gelbe Tonne (mah, Mi, 4. Oktober 2006)
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