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Di, 10. Oktober 2006, 18:52

Software::Büro

Massachusetts ohne Budget für ODF-Umstellung

Die geplante Umstellung auf freie Dokumentenformate wie ODF in Massachusetts hat offenbar eine ungewisse Zukunft.

Der US-Staat Massachusetts hatte seit September 2005 weltweit aufhorchen lassen, als der damalige Chief Information Officer der IT-Behörde, Peter Quinn, die Pläne für eine Umstellung auf freie Dokumentenformate, darunter das mittlerweile standardisierte Open Document Format (ODF) und PDF, vorstellte. Anfang des Jahres 2007 soll die Umstellung beginnen, von der sich der Staat einen besseren Zugang der Öffentlichkeit zu publizierten Dokumenten und eine langfristige Datensicherheit für die Archivierung verspricht.

Im Januar 2006 wurde im Boston Globe eine Schmutzkampagne gegen Peter Quinn geführt, der daraufhin seinen Rücktritt erklärte. Sein Nachfolger Louis Gutierrez, seit 9. Februar im Amt, trieb die Umstellungspläne weiter voran. Doch da das Parlament kein Budget für die IT für das Jahr 2007 beschlossen hat, muss sich die Regierung nun wieder nach einem neuen CIO umsehen - Gutierrez hat dem Regierungschef seinen Rücktritt angeboten.

Gutierrez beklagt in seiner Rücktrittserklärung, dass die Innovation in Massachusetts durch Geldmangel zum Stillstand kommen werde. Sein Rücktritt soll in dreißig Tagen wirksam werden. Nur die Bewilligung eines Budgets könnte den CIO noch einmal zum Umdenken bewegen.

Befürworter der offenen Standards fürchten nun, dass Massachusetts von der Umstellung Abstand nehmen werde. Zwar erklärte die Regierung, an den Plänen festzuhalten, doch ohne finanzielle Mittel ist nicht absehbar, wie dies realisiert werden könnte. Auch ohne Gutierrez kann die Umstellung durchgeführt werden, da der Rest des Teams weiter besteht. Doch dazu müsste das Parlament sich dazu durchringen, das Budget, das im übrigen weit mehr umfasst als nur die ODF-Umstellung, doch noch zu genehmigen.

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