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Mi, 18. Oktober 2006, 18:53

Unternehmen

SGI verlässt Chapter 11

Knapp 6 Monate, nachdem SGI im Frühjahr ein Insolvenz-Verfahren beantragt hatte, das dem Unternehmen die Möglichkeit gab, sich unter Schutz vor Gläubigerforderungen zu sanieren, ist SGI aus dem Verfahren entlassen worden.

Das »Neue SGI« ist nach Angaben des Unternehmens das Ergebnis »eines massiven Erneuerungsprozesses«, der sich quer durch sämtliche für die weltweiten Aktivitäten relevanten Bereiche zog. So wurde das Geschäftsmodell des Unternehmens einer Restrukturierung unterworfen. SGI hat sich dazu von 250 Mitarbeitern getrennt und durch Einsparungen eine Kostenreduzierung von jährlich 150 Mio USD erreicht. Dank frischer Gelder ist das Unternehmen nach eigenen Angaben von langfristigen Schulden befreit und mit 115 Mio. USD ausstattet, um die sanierungs-bezogenen Ausgaben zu realisieren und ein ausgeglichenes Budget für die laufenden Aktivitäten zu sichern. Die Finanzierung der Investment-Banken von Morgan Stanley und General Electric ist allerdings an nicht näher genannte Auflagen gebunden. Ferner wurde ein neues Management-Team eingesetzt.

SGI geht aus Chapter 11 mit neuen Server-, Storage- und Services- Lösungen hervor. Das Unternehmen will nicht mehr nur teure High-End-Systeme anbieten, sondern die Produktpalette erweitern. Die Basis der neuen Lösungen soll weiter Linux bilden. Systeme mit MIPS-Prozessoren und dem bereits eingestellten Irix soll es nicht mehr geben.

SGI, bis 1999 auch unter dem Namen Silicon Graphics Incorporated bekannt, ist ein Hersteller von Computern, die besonders das Gebiet der grafischen Darstellung und Supercomputing fokussieren. Das Unternehmen initiierte unter anderem die OpenGL-Spezifikation und ist Mitglied des Architecture Review Board von OpenGL. Anfang des Jahres stellte SGI einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11.

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