Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 23. Oktober 2006, 08:11

Dunc-Tank nimmt Arbeit auf

Dunc-Tank, eine Organisation, die die Debian-Releasemanager bezahlen will, hat trotz aller Kontroversen mit der Arbeit begonnen.

Dunc-Tank ist eine Organisation, die nicht offiziell zu Debian gehört, aber von bekannten Debian-Entwicklern und Open-Source-Aktivisten, darunter auch dem derzeitigen Debian-Projektleiter Anthony Towns und seinem Assistenten Steve McIntyre, Ted Ts'o (Kernel-Hacker), Joey Hess und Raphaël Hertzog gegründet wurde. Diese mögliche Verquickung von Ämtern und die geplante Bezahlung von ausgewählten Entwicklern, die als Ungleichbehandlung der Entwickler gesehen werden könnte, fand nicht bei allen Debian-Entwicklern Zustimmung. Es kam sogar zu einer Abstimmung, die Anthony Towns aus seinem Amt entfernen wollte.

Seit einer Woche ist zwar klar, dass die große Mehrheit der Entwickler das Projekt befürwortet. Von einer Minderheit von Entwicklern wird das Projekt aber nach wie vor bekämpft. Die Webseite »Dunc-Bank«, die Dunc-Tank parodiert, versucht sogar aktiv, das Ziel von Dunc-Tank zu torpedieren. Ihr Ziel ist, möglichst viele release-kritische Fehler in Etch zu melden, um eine möglichst hohe Qualität von Etch zu erreichen. Da die Initiatoren die Behebung der Fehler anderen überlassen, nehmen sie eine Verzögerung von Etch in Kauf. »Wir glauben, dass die Qualität wichtiger ist, als ein Release-Datum zu halten, das andere für uns gesetzt haben«, schreiben sie.

Einem Artikel von Linux.com zufolge hat Dunc-Tank trotzdem die Arbeit aufgenommen und kann nun Spenden entgegennehmen. Erste Spenden hat das Projekt von HP und Xandros erhalten. Damit konnte Steve Langasek, einer der Release-Manager für Debian Etch, am 12. Oktober eine auf einen Monat befristete Vollzeit-Arbeit für Debian aufnehmen. Langasek will in seinem Blog über die Fortschritte berichten. Der erste Eintrag behandelt den Update auf Apache 2.2. Andreas Barth, der andere Release-Manager, soll nach Langasek ebenfalls für einen Monat bezahlt werden. Beide werden jeweils 6000 US-Dollar erhalten.

Die Spenden an Dunc-Tank werden nicht von Debians Dachorganisation Software in the Public Interest (SPI) abgewickelt, da SPI laut Raphaël Hertzog nicht schnell genug zu einer Entscheidung kommen konnte. Stattdessen wurde ein Angebot von Russ Nelson, einem Vorstandsmitglied der Open Source Initiative (OSI), angenommen, die Spenden über den Public Software Fund (PubSoft) abzuwickeln. Eine zweite Möglichkeit stellt eine Spende über Network for Good dar.

Wie die Zukunft von Dunc-Tank aussieht, ist noch offen. Einziges Ziel des Projekts ist es momentan, Etch im Zeitplan zu veröffentlichen. Danach soll das Experiment ausgewertet werden, um seine Auswirkungen zu erfassen. Es wird erwogen, eine fortgesetzte Möglichkeit zum Spenden über PubSoft zu bieten, wobei jede Spende zweckgebunden gemacht werden kann.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 8 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: geld (Anonymous, Di, 24. Oktober 2006)
Re[2]: geld (Ron, Di, 24. Oktober 2006)
Re: geld (Sebastian, Di, 24. Oktober 2006)
Re: Gefahr der Bestechlichkeit und Befangenheit (Peter Eisentraut, Mo, 23. Oktober 2006)
Gefahr der Bestechlichkeit und Befangenheit (Catonga, Mo, 23. Oktober 2006)
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung