Naja, das kann man auch anders herum sehen. Schließlich soll die Firma ihre Software erst einmal der Kommunity schenken. Das ist ein enorm großes Geschenk das nicht ungefährlich ist. Das man dabei erst einmal vorsichtig antesten will ob dabei auch was für einen selbst rausspringt ist doch föllig in Ordnung. Und wenn man sein Produkt erst mal der Öffentlichkeit geschenkt hat und dann merkt das nichts zurückkommt hat man ganz schnell ein riesiges Problem. Also ich kann die Xara-Jungs und Mädels durchaus verstehen.
naja so gefährlich ist das ja auch nicht. man behält ja die rechte an dem code und kann ihn einfach wieder schliessen und weiterentwickeln. und wenn man die gpl verwendet hat, hat auch keiner der konkurrenten die möglichkeit den code zu verwenden. bei bsd hat man natürlich pech gehabt.
nö, Patente schützen eine art und weise etwas zu tun und nicht wie man dies tut. Wenn man herausfindet, dass dieses programm diese funktion besitzt, dann verstösst es gegen das patent. Im gegenteil, es ist wahrscheinlich schwerer einen patentverstoss nur anhand des quellcodes zu finden, als durch das benienen des programms.
Von Manfred Tremmel am So, 29. Oktober 2006 um 18:15 #
Als ob SCO nicht bewiesen hätte, dass ein Nachweis gar nicht nötig ist, um jahrelange Prozesse zu führen. Eine Klitsche wie Xara kann man als große Firma leicht aushungern, egal ob man was in der Hand hat, oder nicht. Im übrigen hat Xara die eigentliche Grafikengine, das Herzstück der Software nie freigegeben, die steht nur als binary Bibliothek im Tarball. Sicher auch einer der Gründe, warum viele an dem Projekt nicht mitmachen wollen.
Man hat aber eben nicht mehr das Recht anderen die Benutzung und Weiterentwicklung des Codes zu verbieten. Ebenso hat man eventuell viele gute Tricks und Kniffe verraten. Und schließen kann man den Code eben nicht mehr! Jeder darf ihn bis in alle Ewigkeit weiterbenutzen. Man hat nur noch das Urheberrecht an dem selbst geschriebenen Code, abzüglich der Dinge die die GPL (oder welche Lizenz auch immer) dritten erlaubt. Alle Erweiterungen und Veränderungen des Codes unter der GPL müssen halt GPL konform behandelt werde. Als Urheber hat man allerdings die Möglichkeit den eigenen Code unter einer oder mehreren beliebigen Lizenzen zu vertreiben.
Bei der GPL hat die Konkurrenz sehr wohl die Möglichkeit den Code zu benutzen. Ganz ausdrücklich sogar. Ebenso darf sie ihn erweitern oder verändern. Bei der BSD Lizenz darf sie sogar die Lizenz ändern und somit beispielsweise die Quellen ihrer Erweiterungen geheimhalten.
> Bei der GPL hat die Konkurrenz sehr wohl die Möglichkeit den Code zu benutzen. Ganz > ausdrücklich sogar. Ebenso darf sie ihn erweitern oder verändern.
Die Konkurrenz hat zwar die Möglichkeit den Code zu benutzen, aber sie wird dadurch keine Vorteile erlangen und darum geht es doch. Sobald sie GPL Code nutzt, muß sie ihren eigenen Code, den sie mit diesem GPL Code verbinden wollen, ebenfalls wieder unter einer GPL Lizenz stellen und damit wird klar, daß aus reiner Firmensicht nichts gewonnen werden kann, ganz im Gegenteil Xara bekommt also etwas zurück, und zwar den GPL-isierten Code von der Konkurrenz sobald die den Xara GPL Code anfaßt.
> Die Konkurrenz hat zwar die Möglichkeit den Code zu benutzen, aber sie wird dadurch keine Vorteile erlangen und darum geht es doch.
Es soll kein Vorteil sein Code von dritten einzusetzen der nicht bezahlt werden muss??? Sag das doch mal Microsoft. Vielleicht stellen die dann ihre gesamte Software auf GPL um
Ne mal im Ernst, ich kann mir kaum einen größerem Vorteil vorstellen. Ob die Änderungen die dann vielleicht eingebracht werden und zurückfließen das wieder ausgleichen können wage ich zu bezweifeln.
Noch mal in Kürze: Vor Offenlegung: Code wird exklusive von der Firma vertrieben die ihn entwickelt hat. Die Firma hat die gesamte Entwicklung bezahlt.
Nach der Offenlegung: Jede andere Firma, Privatmann, Institution kann den Code kostenlos nutzen. Jeder kann eigene Produkte daraus machen und vertreiben oder auch nur intern nutzen. Es könnten externe Beiträge zu der Software hinzukommen. Die Firma hat aber keinen direkten einfluss auf Art und Qualität der Beiträge.
Ich denke das von Selbstbedienung unterm Strich nicht die Rede sein kann.
Nö wird wohl schwierig, meiner Ansicht nach war auch Sodipodi recht gut und hätte viel Potential, ich nutze es immer noch gerne. Inkscape ist nicht so mein Ding.
Xara nutzt einfach zu wenig (gute) Linuxtechnologie, die wxWidgets bedürfen noch viel Arbeit. Es wäre wohl sinnvoller erstmal im Bereich gnomecanvas/cairo vernünftige Basisarbeit zu leisten anstatt sich auf eine konkrete Anwendung zu stürzen. Überhaupt schnelle Vektorgrafik setzt wohl ein fertiges glitz-Backend aus. Das momentane glitz funktioniert zwar aber fertig ist es sicher nicht. Tja leider gibt es bei Linux immer chronischen Entwicklermangel.
Ist doch klar das die leute da nich gerne mitarbeiten wenn sie doch sowieso nur ausgenutzt werden.
Schließlich soll die Firma ihre Software erst einmal der Kommunity schenken.
Das ist ein enorm großes Geschenk das nicht ungefährlich ist.
Das man dabei erst einmal vorsichtig antesten will ob dabei auch was für einen selbst rausspringt ist doch föllig in Ordnung.
Und wenn man sein Produkt erst mal der Öffentlichkeit geschenkt hat und dann merkt das nichts zurückkommt hat man ganz schnell ein riesiges Problem.
Also ich kann die Xara-Jungs und Mädels durchaus verstehen.
Gruß
Mark
Du meinst, dass Patente schützen, *was* man tut und nicht *wie*.
Im übrigen hat Xara die eigentliche Grafikengine, das Herzstück der Software nie freigegeben, die steht nur als binary Bibliothek im Tarball. Sicher auch einer der Gründe, warum viele an dem Projekt nicht mitmachen wollen.
Ebenso hat man eventuell viele gute Tricks und Kniffe verraten.
Und schließen kann man den Code eben nicht mehr!
Jeder darf ihn bis in alle Ewigkeit weiterbenutzen.
Man hat nur noch das Urheberrecht an dem selbst geschriebenen Code, abzüglich der Dinge die die GPL (oder welche Lizenz auch immer) dritten erlaubt.
Alle Erweiterungen und Veränderungen des Codes unter der GPL müssen halt GPL konform behandelt werde.
Als Urheber hat man allerdings die Möglichkeit den eigenen Code unter einer oder mehreren beliebigen Lizenzen zu vertreiben.
Bei der GPL hat die Konkurrenz sehr wohl die Möglichkeit den Code zu benutzen. Ganz ausdrücklich sogar. Ebenso darf sie ihn erweitern oder verändern.
Bei der BSD Lizenz darf sie sogar die Lizenz ändern und somit beispielsweise die Quellen ihrer Erweiterungen geheimhalten.
Gruß
Mark
> ausdrücklich sogar. Ebenso darf sie ihn erweitern oder verändern.
Die Konkurrenz hat zwar die Möglichkeit den Code zu benutzen, aber sie wird dadurch keine Vorteile erlangen und darum geht es doch.
Sobald sie GPL Code nutzt, muß sie ihren eigenen Code, den sie mit diesem GPL Code verbinden wollen, ebenfalls wieder unter einer GPL Lizenz stellen und damit wird klar, daß aus reiner Firmensicht nichts gewonnen werden kann, ganz im Gegenteil Xara bekommt also etwas zurück, und zwar den GPL-isierten Code von der Konkurrenz sobald die den Xara GPL Code anfaßt.
Es soll kein Vorteil sein Code von dritten einzusetzen der nicht bezahlt werden muss???
Sag das doch mal Microsoft. Vielleicht stellen die dann ihre gesamte Software auf GPL um
Ne mal im Ernst, ich kann mir kaum einen größerem Vorteil vorstellen.
Ob die Änderungen die dann vielleicht eingebracht werden und zurückfließen das wieder ausgleichen können wage ich zu bezweifeln.
Noch mal in Kürze:
Vor Offenlegung:
Code wird exklusive von der Firma vertrieben die ihn entwickelt hat. Die Firma hat die gesamte Entwicklung bezahlt.
Nach der Offenlegung:
Jede andere Firma, Privatmann, Institution kann den Code kostenlos nutzen. Jeder kann eigene Produkte daraus machen und vertreiben oder auch nur intern nutzen. Es könnten externe Beiträge zu der Software hinzukommen. Die Firma hat aber keinen direkten einfluss auf Art und Qualität der Beiträge.
Ich denke das von Selbstbedienung unterm Strich nicht die Rede sein kann.
Gruß
Mark
Xara nutzt einfach zu wenig (gute) Linuxtechnologie, die wxWidgets bedürfen noch viel Arbeit. Es wäre wohl sinnvoller erstmal im Bereich gnomecanvas/cairo vernünftige Basisarbeit zu leisten anstatt sich auf eine konkrete Anwendung zu stürzen. Überhaupt schnelle Vektorgrafik setzt wohl ein fertiges glitz-Backend aus. Das momentane glitz funktioniert zwar aber fertig ist es sicher nicht. Tja leider gibt es bei Linux immer chronischen Entwicklermangel.