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So, 29. Oktober 2006, 10:34

Software::Entwicklung

Entwicklung von Xara LX für Linux gebremst

Seit einiger Zeit scheint die Entwicklung der Linuxversion des vektorbasierten Grafikprogramms Xara Xtreme nicht mehr weiter voranzuschreiten.

Vor einem Monat wechselten die Entwickler-Snapshots zeitweise noch im Tagesrhythmus. Das rasante Tempo der Linuxportierung von Xara Xtreme hatte zu einiger Begeisterung bei Beobachtern geführt. Nun wird auf der Mailing-Liste des Projekts darüber spekuliert, ob sich die Entwicklung nur verlangsamt habe oder zum Stillstand gekommen sei. Wie es scheint, hat die treibende Kraft hinter Xara Xtreme, die kleine britische Firma Xara, einen Großteil ihrer Entwickler zunächst einmal von dem Projekt abgezogen. Dazu sagte Charles Moir auf der Mailing-Liste, dass die Entwickler alle mit einer bevorstehenden Produktveröffentlichung beschäftigt seien. Es gebe nach wie vor Checkins in das Quellcode-Verwaltungssystem von Xara LX, doch leider kämen sehr wenige Beiträge von außerhalb der Firma.

Schon seit Beginn der Linux-Portierung war ein Streitpunkt, dass der in Assembler geschriebene Grafikkern von Xara, die Cdraw-Bibliothek, von der Überführung in freie Software ausgenommen blieb. Ob dieser Kern von Xara, der das Grafik-Rendering übernimmt und daher auch für die vielgelobte Geschwindigkeit der Software verantwortlich ist, auch freie Software werden sollte, wollte man erst später entscheiden.

Wie es scheint, ist man bei Xara darüber enttäuscht, dass nicht genügend externe Entwickler auf den Zug der Linuxportierung aufspringen. Doch die meisten Entwickler, die sich zu Wort meldeten, gaben an, nicht zu Xara LX beitragen zu wollen, solange es nicht vollständig Open Source sei. Eine Öffnung des Grafikkerns Cdraw sei dringend notwendig.

Nach Angaben von Neil Howe von Xara kann das Unternehmen derzeit noch keine Angaben dazu machen, ob Cdraw Open Source wird. Erst wenn die Entwickler wieder Zeit für die Linux-Version haben, könne darüber nachgedacht werden. (Tobias Lochner/hjb)

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