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Di, 31. Oktober 2006, 08:58

Software::Multimedia

GStreamer und Phonon

Die Firma Fluendo, eine der treibenden Kräfte hinter dem Multimedia-Framework GStreamer, will am 1. November ein GStreamer-Backend für Phonon beginnen.

Phonon ist das Multimedia-Framework für die kommende KDE-Version 4. Ein neues Framework für KDE einzuführen, war eine durchaus umstrittene Angelegenheit, doch aus Sicht der KDE-Entwickler eine technische Notwendigkeit. Phonon soll Multimedia-Features in einem Maße bieten, die für einen Großteil der Anwendungen ausreichen. Es wird anders als beispielsweise GStreamer nicht alle Funktionen bereitstellen, die spezialisierte Programme benötigen. Solche Programme müssen ein anderes Multimedia-Framework direkt verwenden.

Der Preis für die direkte Verwendung eines Multimedia-Frameworks ist, dass das Programm von diesem abhängig wird. Programme, die Phonon verwenden, sind dagegen unabhängig von einem spezifischen Framework, da Phonon ein einheitliches API verwendet, das vom dem tatsächlich verwendeten Framework abstrahiert und für die Lebensdauer von KDE 4 stabil bleibt. Mit dieser Maßnahme wollten die KDE-Entwickler vermeiden, den Fehler von Arts zu wiederholen.

Wie Christian Schaller vom GNOME-Projekt nun mitteilte, wird Fluendo am 1. November mit der Implementierung eines vollständigen GStreamer-Backends für Phonon beginnen. Es soll das bestmögliche Backend für Phonon werden und die den KDE-Entwicklern die Qualitäten von GStreamer aufzeigen. Auch will Fluendo damit der Fragmentation im Multimedia-Bereich der freien Software entgegenwirken. Die Arbeit wird zusammen mit einem großen Unternehmen durchgeführt, dessen Namen Schaller noch nicht nennen will. Er rechnet jedoch mit einer offiziellen Ankündigung dieses Unternehmens in Kürze. Es soll sich um ein Unternehmen handeln, das in letzter Zeit bereits im Rahmen des Projekts »Portland« und der LSB zur Vereinheitlichung der freien Desktopsysteme aktiv wurde.

Einer der Gründe, warum das KDE-Projekt bisher keine direkte Einbindung von GStreamer vorsah, ist, dass die Entwicklung bei GStreamer schnell vorangeht und aus Sicht der KDE-Entwickler kein stabiles API bietet. Eine eigene Version von GStreamer für die gesamte Lebensdauer von DKE 4 zu pflegen, lehnten die Entwickler ab. Mit dem GStreamer-Backend für Phonon hofft Schaller darauf, dass mehr Entwickler auf GStreamer aufmerksam werden und dass KDE-Bindungen für GStreamer entstehen. Nicht zuletzt werden die Anwender damit die Option auf ein weiteres Multimedia-Backend haben, das durch Plugins auch proprietäre Formate abspielen kann.

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Kommentare (Insgesamt: 18 || Alle anzeigen || Kommentieren )
So, (sven-tek, Do, 2. November 2006)
Re[4]: Sound-API-Versuch Nr. 195. (ac, Mi, 1. November 2006)
Re[3]: Sound-API-Versuch Nr. 195. (norbo, Mi, 1. November 2006)
Re[2]: Sound-API-Versuch Nr. 195. (Entwickler, Mi, 1. November 2006)
Re[2]: tenor (Anonym, Di, 31. Oktober 2006)
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