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Do, 2. November 2006, 12:00

Software::Distributionen::Debian

Debian Etch wird zu LSB 3.1 konform

Debian-Releasemanager Andreas Barth hat eine Anpassung der Release-Richtlinien für Debian Etch angekündigt.

Zugleich hat das Projekt den ursprünglichen Termin für das endgültige Einfrieren des Entwicklungsstandes der Distribution leicht verschoben. Am vorgesehenen Release-Termin 4. Dezember 2006 wird jedoch festgehalten.

Andreas Barth hat den Entwicklern mitgeteilt, dass sie von nun an keine Änderungen mehr in den Unstable-Zweig von Debian hochladen sollten, die nicht für die kommende Version »Etch« bestimmt sind. An den bereits eingefrorenen Paketen dürfen nur noch schwerwiegende Fehler behoben sowie Übersetzungen und Dokumentation geändert werden. Das Release-Team will über alle solchen Änderungen informiert werden.

Beim Beheben von kritischen Fehlern, die den Release blockieren könnten, sieht Barth Fortschritte. Die Zahl der Fehler sank auf 240, um danach wieder auf 310 zu steigen, was laut Barth an einer Änderung im Bugtracking liegt. Die Zahlen seien besser als es den Anschein habe, da nur noch 80 Fehler älter als zwei Wochen seien, und davon seien 30 bereits erledigt.

Die Anpassung der Release-Richtlinien besteht laut Barth darin, dass nun explizit klargemacht wird, dass Etch zur Linux Standard Base (LSB) 3.1 konform sein wird. Dies ist insofern keine Überraschung, da es bereits ein inoffizielles Ziel war. Auch nicht neu, aber erstmals ausdrücklich festgeschrieben ist die Regelung, dass Kernel-Patches, die sich nicht auf den aktuellen Kernel anwenden lassen, als release-kritische Fehler betrachtet werden. Ferner gibt es Änderungen in den Python-Richtlinien, die noch nicht in den Release-Richtlinien niedergeschrieben sind, aber trotzdem gelten.

Um die Freigabe von Etch nicht in letzter Minute zu verzögern, will das Release-Team Fehlermeldungen, die zu spät kommen (wobei der Stichtag noch nicht festgelegt ist), nicht als release-kritisch betrachten, sofern kein Datenverlust auftritt oder andere sehr wichtige Gründe vorliegen. Solche Fehler können als release-kritisch für die nächste Version nach Etch markiert werden, werden in Etch aber nur noch in den Release Notes dokumentiert.

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