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Di, 7. November 2006, 08:30

Software::Systemverwaltung

VIA schließt Treiberquellen

Laut Luc Verhaegen, einem der Entwickler der freien VIA Unichrome-Treiber, hat VIA die Veröffentlichung von Treiberquellcode für Linux eingestellt.

Seit April 2005 hatte VIA Treiber-Quellcode für seine, meist in den Chipsatz integrierten, Grafikengines (»Unichrome«) bereitgestellt. Die Qualität dieses Codes wurde von manchen Entwicklern allerdings in Frage gestellt. Dazu kam noch, dass VIA im August 2005 eine proprietäre Zusatzklausel in die Lizenz von Teilen des Quellcodes einfügte. Dies und andere Schwierigkeiten im Umgang mit der Open-Source-Gemeinschaft ließen bald die Kritik hageln. Das Unichrome-Projekt entstand, um aus den VIA-Treibern etwas Brauchbares für Linux zu machen.

Nun weist Luc Verhaegen, einer der Entwickler der freien VIA Unichrome-Treiber, in seinem Blog darauf hin, dass die letzte Treiberveröffentlichung von VIA, die neuere Chips wie VT3371 unterstützt, nur Binärcode enthält und kein Quellcode verfügbar ist. Zugleich beklagt er sich über die bisherige mangelhafte Zusammenarbeit mit der Open-Source-Gemeinschaft. Unter anderem wirft er dem Unternehmen vor, Software mit der Bezeichnung »Open Source« vertrieben zu haben, die in Wirklichkeit proprietär war oder proprietäre Treiber enthielt. Entwickler, die Informationen von VIA haben wollten, sollten zum Unterzeichnen einer NDA gezwungen werden, die zur Verletzung der GPL führen würde. Der von VIA veröffentlichte Code sei mies gewesen und für eine direkte Benutzung unbrauchbar.

Besitzer von VIA-Grafikchips sind laut Verhaegen am besten beraten, den Treiber des Unichrome-Projekts zu verwenden. Leider fehlt diesem aber die Unterstützung der neuesten Chips.

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