Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 8. November 2006, 09:47

Unternehmen

Novell gibt Einzelheiten zum Abkommen mit Microsoft bekannt

Novell hat finanzielle Einzelheiten zur Zusammenarbeit mit Microsoft genannt und versucht mit einem neuen FAQ, Bedenken der Open-Source-Gemeinschaft zu zerstreuen.

Durch die verpflichtende Erläuterung der Vereinbarung mit Microsoft gegenüber der Börsenaufsichtsbehörde wurden jetzt von Novell finanzielle Einzelheiten genannt. Dazu gab das Unternehmen eine Pressemitteilung heraus. Demnach wird Novell von Microsoft 308 Mio. US-Dollar erhalten und Microsoft wird etwa 94 Mio. US-Dollar in das Marketing der kombinierten Windows- und Linux-Lösung stecken.

Die 308 Mio. USD kommen zustande durch eine Vorauszahlung von 240 Mio. USD für Novell-Serverabonnements. Microsoft kann die damit eingekauften Support-Abonnements-Gutscheine nach Gutdünken zusammen mit seinen Produkten anbieten. Ferner wird Microsoft 108 Mio. USD im Voraus an Novell für Patentlizenzen zahlen, während Novell in den nächsten fünf Jahren, also für die Dauer des Abkommens, »mindestens« 40 Mio. USD für Patentlizenzen an Microsoft zahlen soll.

In einem neuem FAQ nimmt Novell außerdem zu Fragen und Bedenken der Open-Source-Gemeinschaft Stellung. Das Unternehmen bekennt sich zur GPL und versichert, dass das Abkommen in keinem Punkt im Widerspruch zur GPL stehe. Das Abkommen kam laut Novell zustande, weil Novell die Interoperabilität mit Windows erhöhen wollte. Eine Drohung seitens Microsoft mit einer Patent- oder sonstigen Klage habe es nicht gegeben.

Novell will zwar die Konvertierung zwischen Microsoft- und OASIS-Dokumentenformaten verbessern, das soll aber nichts am bisherigen Engagement für OpenOffice.org ändern. Das Standard-Dateiformat von OpenOffice.org sei OpenDocument und das werde auch so bleiben, wie Novell in einer separaten Stellungnahme betont.

Die Vereinbarung sei auch keine Anerkennung, dass Linux Patente von Microsoft oder Windows solche von Novell verletzte. Novell will dafür Sorge tragen, dass kein patentierter Code in freier Software vorliegt. Sollte trotzdem Code entdeckt werden, der Patente verletze, so soll dieser ersetzt oder entfernt werden. Novell will sich auch weiterhin im Open Invention Network engagieren, das Patente zur Verwendung in Linux und zum Schutz von Linux aufkauft. Auch Mono steht laut Novell nicht zur Debatte. Mono verletze kein Patent von Microsoft und können daher uneingeschränkt genutzt und verbreitet werden.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung