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Do, 9. November 2006, 11:54

Hardware

SiCortex stellt Linux-Teraflops-Computer mit niedrigem Stromverbrauch vor

Mit einem von Grund auf neu entwickelten Supercomputer-Cluster will SiCortex den Stromverbrauch deutlich senken.

SiCortex, das sich als Open-Source-Unternehmen bezeichnet, will seine ersten Produkte auf der am 13. November beginnenden SuperComputing-Konferenz in Tampa, Florida näher vorstellen. Obwohl eine zunehmende Zahl von Anwendern von Computerleistung im Teraflops-Bereich profitieren kann, beispielsweise in Simulationen aller Art, kommen nur wenige in den Genuss eines entsprechend leistungsfähigen Systems. Ein Hauptproblem hierbei ist die gewaltige Stromaufnahme und die notwendige Kühlung der Systeme.

Die derzeit leistungsfähigsten Systeme setzen auf tausende von handelsüblichen Prozessoren, wobei üblicherweise keine Vorkehrungen für niedrige Verlustleistung getroffen werden - eher werden die schnellsten und damit am meisten Strom ziehenden CPUs eingesetzt. Hier will SiCortex mit einer Eigenentwicklung ansetzen. Das 2003 gegründete Unternehmen entwickelte ein Prozessormodul, das bereits einen »Cluster auf einem Chip« darstellt. Es enthält sechs 64-Bit-Prozessoren, mehrere Speicher-Controller, eine schnelle Schnittstelle zur Kommunikation mit anderen Clustermodulen und eine PCI-Express-Anbindung. Das ganze Modul soll nur 15 Watt benötigen, wo herkömmliche Clusterknoten etwa 250 Watt aufnehmen würden.

Die genaue Architektur der Prozessoren wurde nicht genannt. Doch sollen vorhandene Linux-Anwendungen ohne Änderungen laufen. Die Computer von SiCortex sind reine Linux-Rechner. Das mitgelieferte System beruht auf Gentoo und wird von dem Unternehmen vollständig unterstützt, vom Kernel bis hin zu den Anwendungen. Der gesamte Code, sowohl von Gentoo als auch die Eigenentwicklungen von SiCortex, stehen in einem Portage-Baum zur Verfügung. Daneben werden auch proprietäre Anwendungen unterstützt. Die Pathscale-Compiler von Qlogic werden mit dem System mitgeliefert.

Die ersten beiden Systeme von SiCortex sind der SC5832 und der SC648. Ersterer soll 5832 Prozessoren enthalten und damit 5,8 Teraflops erzielen. Er ist weiter mit 8 TB RAM und einer Ein/Ausgabekapazität von 2,1 Terabit/s ausgestattet und findet in einem einzelnen Rack Platz. Der SC648 mit 648 Gigaflops Leistung soll sogar nur die Hälfte eines normalen 19-Zoll-Schranks benötigen. Er soll mit 864 GB RAM und einer Ein/Ausgabekapazität von 240 Gigabit/s aufwarten. Für diesen Rechner soll eine normale Stromversorgung genügen.

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