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Di, 14. November 2006, 16:05

Unternehmen

Studie: Öffentliche Hand treibende Kraft für den Einsatz von OSS-Lösungen

In einer heute auf der Linux World Expo in Köln vorgestellten Studie will das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) Vorteile von Open Source für die öffentliche Hand und IT-Unternehmen herausgefunden haben.

Das Institut befragte im Auftrag von IBM, Novell und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH 209 öffentliche Verwaltungen und IT-Unternehmen nach ihren Einschätzungen zu freier und quelloffener Software. Knapp die Hälfte der 115 befragten öffentlichen Einrichtungen gab an, durch den Einsatz von Open Source Kostensenkungen von mehr als 50 Prozent zu erreichen. Weitere 20 Prozent glauben an eine Kostensenkung von bis zu 25 Prozent. Dementsprechend kommt die Studie zum Ergebnis, dass die öffentliche Hand die treibende Kraft für den Einsatz von Open-Source-Lösungen sei. Anhaltende Veränderungen und Umstrukturierungen im Bereich der öffentlichen Einrichtungen würden laut IAO auch in den nächten Jahren zu entsprechenden IT-Projekten führen.

Zu den Nutznießern der Investitionen des öffentlichen Sektors gehört laut der Studie vor allem Dingen der Mittelstand. »Rund 83 Prozent der OSS-Aufträge der öffentlichen Verwaltung gehen an kleine und mittlere, regionale Dienstleister«, so Jochen Günther, Projektleiter beim Stuttgarter Fraunhofer IAO. Die beauftragten Unternehmen sollen demnach nicht nur finanziell, sondern auch entwicklungstechnisch profitieren. Laut Günther schätzen rund 71 Prozent der befragten IT-Unternehmen, dass der Einsatz von OSS bei ihnen zu »verwertbaren Produktinnovationen« führt. 35 Prozent der Unternehmen glauben gar, dass sie ohne Open-Source-Aktivitäten nicht mehr überlebensfähig sind.

Wie IBM verkündete, sollen die Ergebnisse der Studie die Entscheidungsträger in Politik und öffentlicher Verwaltung dazu ermuntern, »wenn immer möglich«, die Vorteile von OSS zu prüfen und quelloffene Software einzusetzen. Denn die Autoren der Studie kommen auch zum Ergebnis, dass der Einsatz von Open Source nicht nur der öffentlichen Hand und Unternehmen mit OSS-Aktivitäten Vorteile bringt, sondern auch zu mehr Beschäftigung in Deutschland führen kann. Die Studie habe gezeigt, dass der Anteil von Open Source an den IT-Ausgaben in den nächsten Jahren kontinuierlich weiter zunehmen wird. Schon jetzt fehlen den Befragten Mitarbeiter. 36 Prozent der OSS-Unternehmen gaben an, dass es in ihrem Bereich nicht genügend qualifizierte Kräfte gebe.

Für die Studie wurden Entscheidungsträger von öffentlichen Einrichtungen und IT-Unternehmen befragt. Im Bereich der öffentlichen Einrichtungen konnten insgesamt 115, bei den IT-Unternehmen 94 gültige Antworten erzielt werden. Die komplette Studie kann kostenlos heruntergeladen werden.

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