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Fr, 17. November 2006, 15:02

Software::Grafik

QEmu unterstützt OpenGL

Die Entwickler des freien Emulators QEmu haben einen neuen Patch vorgestellt, der eine beschleunigte Ausgabe von Grafik unter OpenGL ermöglichen soll.

Live-Version des Windows-Nachbaus ReactOS unter Qemu

Mirko Lindner

Live-Version des Windows-Nachbaus ReactOS unter Qemu

Der als experimentell bezeichnete Patch ermöglicht es in QEmu, OpenGL-Kommandos von der emulierten Maschine direkt an den Host weiterzuleiten. Momentan ist dazu noch Linux als Gast- und Host-System erforderlich und eine spezielle libGL, die im emulierten System installiert werden muss. Wie die Entwickler allerdings schreiben, ist es jetzt schon möglich, kleinere OpenGL-Programme wie glxgears, glxinfo und ppracer zu starten. Für größere Applikationen fehlen noch diverse OpenGL-API-Aufrufe. So ist es noch nicht möglich, GPL-Spiele unter QEmu zu starten. Auch XGL verweigert seinen Dienst.

Fabrice Bellard, Programmierer von QEmu, hat Interesse daran bekundet, den Code baldmöglichst in QEmu einzupflegen und dahingehend umzustrukturieren, dass er auch auf anderen Prozessortypen genutzt werden kann. Die momentane Version wurde unter Ubuntu Edgy x86 als Host mit ATI FGLRX Treiber und Fedora Core 5 als Gast sowie unter Ubuntu Dapper x86 mit NVIDIA-Treibern als Host und Ubuntu Dapper x86 als Gast getestet.

Im Gegensatz zu Xen stellt QEmu keine virtuelle Maschine, sondern einen Emulator dar. Es emuliert die Hardware und stellt nicht wie im Falle der oben genannten Applikation eine virtualisierte Schicht der Hardware bereit. QEmu übersetzt dazu jede CPU-Instruktion in die Instruktionen des Host-Systems und emuliert damit alle unterstützten Architekturen. Dadurch ist es dem Emulator möglich, verschiedene Architekturen auf ein und demselben System zu starten. Unter der x86-Architektur bildet QEmu unter anderem einen kompletten VGA-Adapter (Cirrus CLGD 5446), PS/2-Maus, 2 PCI IDE-Interfaces, Floppy, NE2000 PCI-Karte sowie Creative SoundBlaster 16 Sound-Karte nach. SMP wird unterstützt bis zu 255 CPUs. (demon/Stefan Kombrink)

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