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Mo, 20. November 2006, 13:03

Software::Distributionen

Zenwalk 4.0

Die Linux-Distribution Zenwalk 4.0 bringt einen Update auf X.org 7.1 und andere Verbesserungen des Systems.

Zenwalk ist eine Linux-Distribution französischen Ursprungs, die auf Slackware beruht. Ihre Entwicklung schreitet rasch voran. Die letzte Version, 3.0, war erst am 10. September erschienen. Sie will auf nur einer CD eine umfassende Software-Auswahl für Internet, Multimedia und Programmentwicklung bieten. Um hohe Geschwindigkeit zu erreichen, wurde das System auf Pentium III-Prozessoren optimiert und versucht, nur schlanke Anwendungen einzusetzen. Es soll auf Rechnern ab 128 MB RAM laufen. Alle Konfigurationswerkzeuge sind grafisch und ein manuelles Bearbeiten von Konfigurationsdateien soll unnötig sein.

Der Sprung von Version 3.0 auf Version 4.0 wird von den Entwicklern mit dem Update von X.org auf Version 7.1 begründet. Dieser habe zahlreiche Änderungen mit sich gebracht und fast alle X11-bezogenen Pakete seien neu compiliert worden. Zahlreiche weitere Software-Pakete wurden gegenüber der Vorversion aktualisiert oder kamen neu hinzu. Zugleich konnte der Umfang der Distribution verringert werden, hauptsächlich durch die Auslagerung von Java in ein Extra-Paket. Auch die Aktualisierung von X.org soll Platz gespart haben.

Als Kernel kommt in Zenwalk 4.0 Linux 2.6.18.1 zum Einsatz. Er unterstützt Suspend to Disk und lässt sich mit einem Tastendruck in den Hibernate-Modus bringen. Als Desktopumgebung wird standardmäßig Xfce eingesetzt, das um GTK+-basierte Anwendungen ergänzt wurde. Xfce wird in Version 4.4 RC1 mitgeliefert. Andere wichtige Pakete sind Firefox 2.0, Thunderbird 1.5.0.8 und Abiword und Gnumeric in den aktuellsten Versionen. Alle Systembibliotheken sind auf dem gleichen Stand wie die von Gnome 2.16.1 genutzten. Dadurch soll eine problemlose Nutzung des Gnome-Desktops möglich sein, den man in Form von Extra-Paketen installieren kann.

Gnome, KDE, OpenOffice und andere Programme können als Extra-Pakete installiert werden, die man mit dem grafischen Programm netpkg herunterladen kann. Bei KDE kann man dabei nach Angaben der Entwickler zwischen einer schlankeren und einer vollen Installation wählen. Netpkg selbst wurde auf Basis des Toolkits GTK+ fast vollständig neu geschrieben. Es soll jetzt ein »Ein-Klick-Paketmanager« sein. Die Struktur der Repositorien wurde geändert, um mit gslapt, einer Alternative zu netpkg, kompatibel zu sein. Am udev-System wurden weitere Verbesserungen vorgenommen. So sollen nun auch Firewire, Smartcards und PCMCIA-Geräte mit Hilfe des Udev Watchdog Daemons (uwd) automatisch mountbar sein.

Mehr und mehr entwickelt sich eine Gemeinschaft rund um Zenwalk, die neue Entwicklungsrichtungen und Ergänzungen beiträgt. Die Gemeinschaft trifft sich auf ihrer eigenen Webseite. Eine Live-CD namens ZenLive ermöglicht das Ausprobieren der aktuellsten Version. Die Spieler haben ihre Aktivität auf die neue Seite TuxGames verlagert. Für Künstler und Grafiker wurde Fred.org aus der Taufe gehoben.

Der Download von Zenwalk ist in Form von ISO-Images möglich. Das normale ISO-Image der Distribution ist ca. 390 MB groß. Eine kleinere Variante, Zenwalk Core, mit 250 MB, kommt ohne X11 und ist damit als Basis für eigene Anpassungen oder Serversysteme gedacht. Die Pflege von Zenwalk Core wurde von Emmanuel Bailleul übernommen.

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Kommentare (Insgesamt: 18 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: kateos.org (wer, So, 6. Januar 2008)
Ente im Artikel (lackS, So, 26. November 2006)
Re: kateos.org (Kalle, Sa, 25. November 2006)
Re[2]: kateos.org (xyz, Mi, 22. November 2006)
Re: kateos.org (zxy, Mi, 22. November 2006)
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