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Do, 23. November 2006, 11:27

Gesellschaft::Politik/Recht

Petition gegen Novell-Microsoft-Abkommen

Die Querelen um die Vereinbarung zwischen Microsoft und Novell wollen kein Ende nehmen - nun hat sich auch Bruce Perens eingeschaltet.

Mit einer Petition an die Adresse von Novell will Open-Source-Aktivist Bruce Perens das Management des Unternehmens zum Umdenken bewegen. In einem Brief an Novells Geschäftsführer Ron Hovsepian greift er allerdings zu harschen Worten. Das Abkommen zwischen Microsoft und Novell sei in der jetzigen Fassung ein Verrat an den Autoren der Software, die Novell kommerziell vertreibt.

Wie die meiste frühere Kritik an dem Abkommen zielt auch Perens in erster Linie auf den Patentteil. Die Vereinbarung der beiden Unternehmen, die Kunden des jeweils anderen nicht zu verklagen, sei lediglich deshalb so geschaffen worden, um das »Abkommen zwischen Novell und der Gemeinschaft der GPL-Entwickler« zu umgehen - eine direkte Lizenzvereinbarung über Softwarepatente wäre laut Perens eine Verletzung dieses Abkommens gewesen.

Perens erläutert nochmals die Problematik der Softwarepatente. Novell habe zwar keine Patentverletzung des Linux-Kernels eingestanden, doch sei es heutzutage unmöglich, irgendeine Software zu schreiben, ohne unwissentlich Patente zu verletzen. Selbst wenn Novell nun gegen Patente von Microsoft geschützt sei, helfe das nicht gegen die tausende von Patenten von anderen Firmen.

Weiter wirft Perens Novell vor, selbstsüchtig gehandelt zu haben, um eine große Geldsumme kassieren zu können. Anstatt sich gegen Softwarepatente zu stellen, habe Hovsepian sich für sie ausgesprochen. Auch in der EU habe sich Novell grundsätzlich für Softwarepatente ausgesprochen, nur nicht für die konkret debattierte und schließlich abgelehnte Direktive.

Die Forderung, die Perens an Novell stellt, lautet, dafür zu sorgen, dass die Patentvereinbarung mit Microsoft alle freien Softwareentwickler gleichermaßen schützt. Er hat nichts dagegen, dass Novell auf technischen Gebiet mit Microsoft kooperiert, und auch nichts gegen die finanziellen Transaktionen zwischen den Unternehmen. Die Petition kann auf seiner Webseite »Action on Technology Policy« unterzeichnet werden.

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