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Fr, 24. November 2006, 09:18

Gesellschaft::Politik/Recht

Linux in den Schulen der Kanarischen Inseln

Die autonome Region der Kanarischen Inseln setzt in Zukunft in allen staatlichen Schulen auf Linux.

Die Abteilung Bildung, Kultur und Sport der Regionalregierung der Kanaren will offenbar dem Beispiel der Region Extremadura folgen. Dort wurde Linux auf über 100.000 Computern zum Einsatz gebracht und 15.000 Lehrer entsprechend geschult - soweit bekannt, sehr erfolgreich.

Auf den Kanaren hat das Projekt einen geringeren Umfang, doch will man 35.000 Rechner in 1100 Schulen umstellen, an denen bis zu 300.000 Schüler und 25.000 Lehrer arbeiten sollen. Derzeit ist auf den Rechnern nur Windows vorhanden. Künftig soll eine selbst entwickelte Linux-Distribution auf Basis von Kubuntu, mEDUXa, zum Einsatz kommen. Version 1.0 von mEDUXa wurde jetzt veröffentlicht. Sie wurde eigens für schulische Zwecke entwickelt. Sie stellt eine Auswahl von Profilen zur Verfügung, die mit Hilfe des Kiosk-Modus von KDE erstellt wurden. Eines der wichtigsten Features der Distribution soll ein Profil für die jüngeren Kinder von 4 bis 8 Jahren sein.

In den Schulen soll mEDUXa in einer Dual-Boot-Konfiguration mit Windows installiert werden, so dass die alte Umgebung weiterhin zur Verfügung steht. Auch die vorhandene Windows-basierte Infrastruktur mit Microsoft Active Directory, Datei- und Druckdiensten und Sicherheitsrichtlinien soll weiter genutzt werden.

mEDUXa wurde von regionalen Firmen im Auftrag der Behörden entwickelt. Die beteiligten Firmen sind Mitglieder in der ESLIC (Empresas de Software LIbre de Canarias, Unternehmen der freien Software auf den Kanaren). Das Resultat soll den Richtlinien für freie Software von Debian entsprechen. Eine Ausnahme wurde für einige Softwarepakete gemacht, die nicht vollständig frei, sondern nur »frei für Ausbildungszwecke« sind.

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